Endlich in Alaska 23. – 27.08.2001 (9’600 km)

Chicken

Wer hätte gedacht, dass eine Stadt namens „Chicken“ existiert? Wir dachten ja zuerst, das müsse ein Druckfehler auf unserer Hallwag-Karte sein, wurden aber eines besseren belehrt. Kurz nach der Überquerung der Grenze von Kanada nach Alaska fuhren wir in Chicken ein. Dieser Ort besteht aus einer Post, zwei Campingplätzen, einem Souvenirshop, einem Café und einem Saloon (das Bier USD 5.00, der reinste Wucher!); letztere drei Gebäude sind Downtown Chicken. Das Geheimnis, warum Chicken eben Chicken heisst, haben wir natürlich auch gelüftet: Es rührt daher, dass es im 19. Jahrhundert viele Rebhühner mit dem unaussprechlichen indianischen Namen „Ptarmigan“ in der Umgebung gab und die Goldgräber, zwar Männer der Tat, aber ohne sprachliche Gewandtheit, diesen Namen weder aussprechen noch schreiben konnten. So sagten sie dem Vogel einfach Vogel bzw. „Chicken“. Wir übernachteten in Chicken ohne jedoch einen dieser Vögel zu Gesicht bekommen zu haben oder dem Goldrausch (Goldwaschen kostet den Tag US 6.00) zu verfallen.

Fairbanks

Der Weg nach Fairbanks, dem voraussichtlich nördlichsten Punkt unserer Reise, führte uns auch in Delta Junction vorbei, dies ist das offizielle Ende des Alaska Highways.
In Fairbanks gab es nicht all zuviel zu sehen. Was uns auch hier einmal mehr ins Auge gestochen ist, sind die vielen Clochards. Meist sind es Männer und Frauen mittleren Alters, Inuit (Eskimos) und auch „Weisse“, die dem Alkohol verfallen sind und im Stadtzentrum herumhängen. Ein sehr trauriges Bild.
Am nächsten Tag machten uns auf zu den Chena Hot Springs. Ein Bad in diesen heissen Quellen musste aber zuerst verdient werden! Also kämpften wir uns vorher zu den Angel Rocks hinauf (ein 3-4 stündiger Walk, den wir bravourös in 2 ¾ Stunden schafften, ok. mit einer klitzekleinen Abkürzung). Diese lustig aussehenden Felsen sind vor langer Zeit durch aufströmendes und unplanmässig erkaltetes Magma entstanden (da hat ja wieder mal nichts geklappt).
Heisse Quellen haben wir jetzt genug gesehen, erstens wegen den körperlichen Strapazen und zweitens weil diese Anlage in einem so lausigen Zustand war, dass die aufgebrachte Birgit mit Schokolade davon abgehalten werden musste, dass Eintrittsgeld von stolzen US 10.00 pP zurückzuverlangen…
P.S: Wilde Tiere haben wir immer noch nicht richtig gesehen.

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