Panama City 14. – 16.06.2002 (39’100 km)

Panama

Endlich mal wieder in einer Grosstadt. Einen ganzen genossen wir das Herumstreunen in der Altstadt von Panama-City. Bei fast 40° im Schatten besuchten wir koloniale Kirchen, baufällige Gebäude und wunderschöne Plätze und als wir es fast nicht mehr aushielten, tranken wir einen frischen Früchtesaft unter Palmen und tiefblauem Himmel. Am selben Nachmittag noch organisierten wir auch unsere Kanaltour (7:30 – 17:00 h), die sage und schreibe US$ 135.00 pro Person kostete. Inklusive waren Frühstück und Mittagessen und so viele Sodas, Fruchtsäfte und Bier, wir man/frau trinken konnte. Wir nahmen uns vor, den irgendwie rauszuholen…
Und natürlich frönten wir auch unserem Hobby, dem Kino. Während 2 Abenden zogen wir uns 3 Filme rein, allerdings war keiner davon wirklich erwähnenswert.

Der

9 Stunden, so lange dauert eine Kanaldurchquerung in etwa, verbrachten wir mit Sightseeing, Essen und Trinken auf einen sehr kleinen Boot (so kam es uns jedenfalls unter all den riesigen Containerschiffen vor) und bewunderten die ungeheure Leistung, welche die Amis zwischen 1904 und 1914 an den Tag gelegt hatten. Und das haben wir herausgefunden:

  • Der etwa 80 km lange, 2spurige Kanal durchquert Panama von Panama-City am Pazifik nach Cristobal Colon am Atlantik.
  • Über drei werden die Schiffe auf den gehoben (auf 26 müM), auf dem dann die eigentliche Durchquerung stattfindet. Durch drei wird man wieder auf Meereshöhe hinunter .
  • Der Gatunsee und der Alajuelasee sind künstlich gestaute Seen, deren Süsswasser für den Betrieb der Schleusen benutzt wird.
  • Alleine durch die Schwerkraft wird das Wasser von einer Schleuse in die nächste gelassen. Ein Füll- oder Leervorgang dauert ca. 10 Minuten und es werden ca. 197 Millionen Liter Wasser verbraucht, welche letztlich im Meer landen.
  • Die Schleusen sind 305 m lang, 33,5 m breit und 26 m tief, somit sind die für Schiffe 294,13 m Länge x 32,31 m Breite und 12,04 m Tiefgang.
  • Die grossen Schiffe werden von kleinen Lotsenbooten durch die engeren Passagen des geschoben und gezogen, weil diese selbst nicht manövrierfähig genug sind.
  • In den Schleusen werden die grossen Schiffe mit Hilfe von Lokomotiven (Donkeys) hinein und heraus gezogen und während dem Schleusen in der Mitte der Schleuse gehalten.
  • Bezahlt wird nach Gewicht der Ladung, zwischen 1.5 – 2.5 US$ pro Tonne.
  • Kleinere Boote bis 30 m Länge bezahlen zwischen 500 und 1’500 US$.
  • Durchschnittlich kostet eine Durchfahrt für richtige Frachter etwa 45’000 US$.
  • Der höchste Preis, der je für eine Kanaldurchfahrt bezahlt wurde, beträgt 184’140.80 US$.und wurde vom Roll-On-Roll-Off Frachtschiff „Sisler“ im Januar 2000 entrichtet.
  • Der Kanal ging am 31.12.99 in panamesische Hände über.

Leave a comment

Leave a Reply

%d bloggers like this: