Die Schwester kommt 13. – 17.12.2001 (28’900 km)

Cuernavaca

Seit Wochen den 15.12.01 vor Augen, machten wir es uns ein paar Tage vor Caros Ankunft in Cuernavaca bequem und starteten unseren Frühlings- bzw. Winterputz. Trotzdem liess es sich Hubi nicht nehmen, den eingeborenen Touristenführern Konkurrenz zu machen und er zeigte Birgit alle Sehenswürdigkeiten, was ca. 30 Minuten in Anspruch nahm. Auch die bereits vor mehr als 2 Jahren getesteten Restaurants wurden nochmals unter die Lupe genommen. Und dann, der grosse Tag war gekommen, unser Camper blitzte und blinkte, dass es eine wahre Freude war und wir machten uns per Bus auf nach México-City.

Am Flughafen

Der Flieger aus Paris kommend, war pünktlich gelandet. Erwartungsvoll mischten wir uns unter die wartende Menschenmenge und ärgerten uns, dass wir keine Willkommens-Banderole mitgebracht hatten. Die Minuten wurden immer länger, doch unsere Adleraugen durchkämmten standhaft die eintreffenden Passagiere. Nach einer Stunde immer noch kein Lebenszeichen von Caro. Wo blieb sie nur? Horrorszenarien wie Kreuzverhör und Folterung (wegen den im Gepäck verstauten Autoersatzteilen) formten sich in unseren Köpfen und der Angstschweiss begann die Schläfen herunter zu tropfen. Doch dann, fast 2 Stunden nach Ankunft des Flugzeugs, erschien eine etwas müde doch gesund wirkende Caroline. Nach einer stürmischen Begrüssung entdeckten wir erstaunt den Mann an ihrer Seite und Caro stellte uns Humberto (spanisch für Hubert!), ihren mexikanischen Helden vor.
Warum Held, fragten wir uns? Nun, der Air-France-Flieger hatte zwar alle Passagiere mitgenommen, doch leider nur die Hälfte des Gepäcks. Nach angstvollen Minuten am Rollband musste Caro der Wahrheit ins Auge blicken – kein grüner Rollkoffer weit und breit. Ein Aufruhr ging durch die Menge und alle stürzten stürmisch zum Informationsschalter. Eine überforderte und nur der spanischen Sprache mächtigen Flughafen-Mitarbeiterin sah sich der aufgebrachten Menschenmenge gegenüber und Caro gab die Hoffnung auf, ihre Schwester jemals wieder zu sehen. Doch die Rettung nahte in Person Humbertos, eines in der Schweiz arbeitenden Mexikaners, der den Kampf gegen die mexikanische Bürokratie aufnahm und sie souverän alle Hindernisse bewältigen liess. Dies nicht genug: Nach 2 Tagen Wartezeit trafen wir Humberto in Cuernavaca wieder, das lang ersehnte Gepäckstück im Kofferraum seines kleinen Käfers. Wieder hatte er ein Wunder vollbracht!

Jetzt endlich konnte unsere geplante Reise beginnen und am nächsten Tag fuhren wir Mosquito wohlgemut aus dem Campingplatz auf die uns nach Acapulco bringende Autobahn. Strand, wir kommen!

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