zum Lake Superior 27. – 30.07.2001 (2’200 km)

Tobermory / Inseln

In Tobermory am See legten wir wieder einmal einen Putz- und Ruhetag ein. Aber damit bei Dir zuhause nicht der Eindruck geweckt wird, wir seien hier so gemütlich unterwegs, will ich festhalten, dass wir schon zweimal (2) den Wecker stellen mussten, um zeitig aufzustehen und zwar auf frühe 8 Uhr.
Nun geht’s weiter mit der Fähre zur Manitoulin Insel, im Huron See, welche selbst mehrere Seen enthält, die wiederum Inseln haben, welche Seen enthalten, die…

 

, der Superior und Anderes

Die Landschaft in der Provinz Ontario besteht aus dem Wechsel von Wald und Seen. Leider sind die einzigen lebenden Tiere, die wir hier bisher zu Gesicht bekommen haben, Eichhörnchen. Bären und Elche lassen immer noch auf sich warten.

„On the road“ wurde uns das erste Mal die Grösse dieses wunderschönen Landes bewusst. Wir wollten mal „schnell“ auf dem „Trans Canada Highway“ am Nordufer des „Lake Superior“ entlang nach Westen fahren. Dies entpuppte sich aber als eine Strecke von über 750 km, was in etwa Bern – Creussen und ein paar Mal Bayreuth retour entspricht (für nicht Trebingianer: Creussen liegt in Oberfranken, Bundesland Bayern).
Auf unserer Reise quer durch Kanada übernachten wir jeweils auf Campingplätzen oder in Provincial Parcs. Hier in Ontario ist jetzt Ferienzeit und die Plätze sind gut gefüllt mit Kanadiern sowie vielen Amerikanern. Anscheinend fallen wir mit unserem kleinen ziemlich auf, weil wir jedes Mal gefragt werden, woher wir denn kommen, oder welcher Klasse unser Motorhome zugehörig ist. Natürlich geben wir gerne Auskunft (einerseits um unsere Englischkenntnisse anzuwenden und andererseits, um auch mal mit anderen Leuten zu sprechen…). Lustigerweise fällt die Reaktion immer gleich aus: Oh wow, you really gonna do that? Hubi war nur einmal etwas beleidigt über den Kommentar eines vorbeihüpfenden Kindes – der kleine Schlingel sagte nämlich: „Mom look, that’s a “. Nun ja, wie man den Bildern kann, sind wir nicht gerade die . Allerdings führen wir ja auch nicht unseren gesamten Hausrat mit, sondern „fast“ nur das . Wir haben bisher den Eindruck gewonnen, dass jede kanadische oder amerikanische Familie zum Einfamilienhaus und dem obligaten Chrysler / Dodge noch einen Camper besitzt. Meist sind dies fahrbare Häuser mit Fernseher, grossem Kühlschrank und mind. einer Klimaanlage auf dem Dach. Das tönt jetzt, als wären wir etwas neidisch, aber weit gefehlt! Nicht das kleinste bisschen Neid kommt auf, wenn wir schon das x. Mal mit 40 km/h den Berg hinauf röcheln und von riesigen Motorhomes (die meist noch einen Personenwagen im Schlepptau haben) überholt werden, oder wenn wir ganz einsam und verlassen, bei über 30° im Schatten, schwitzend und nach Kühlung lechzend vor dem Camper sitzen und uns nur die Abluft der Airconditions um die Nase weht. Zum Glück für unser Ego sind im Moment die Temperaturen erträglich und es ist nicht zu hügelig.

 

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