Am Arenalsee 29.05. – 2.06.2002 (38’000 km)

Der Vulkan

Als wir vom Strand Richtung Vulkan Arenal fuhren, rechneten wir eigentlich nicht damit, den Vulkan zu Gesicht zu bekommen, da sich dieser gerne in den Wolken verbirgt und das besonders jetzt in der Regenzeit.
Aber weit gefehlt! Kaum hatten wir freie Sicht auf den Arenalsee, hatte ihn Birgit auch schon erspäht. Majestätisch sass er am andern Ende des Sees – tiefblauer Himmel und grüne Hügel bildeten einen zauberhaften Kontrast zum Braun-Grau-Schwarz des Vulkans. Zufrieden, diesen auch abhacken zu können, suchten wir uns einen Platz für die Nacht.
Während der Fahrt um den See fühlten wir uns fast wie Zuhause. Eine saftig grüne Hügellandschaft umgibt den See, schwarz/weisse Kühe weiden überall und zwischendurch feiner Nieselregen. Dies haben viele Europäer entdeckt und so findet man rund um den See italienische Restaurants, deutsche Bäckereien und nicht zu vergessen: Klein Helvetien.
Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, dem deutschen Restaurant in Arenal einen Besuch abzustatten und uns den Bauch mit Bratwurst mit Sauerkraut, Brot und Senf zu füllen – mhmmm, lecker.

Eine Nacht verbrachten wir mit unseren englischen Freunden, die wir in Guatemala kennen gelernt hatten und die auch mit dem Camper unterwegs sind, zu Füssen des Vulkans. Zu viert sassen wir nun gemütlich in unseren Campingstühlen, den Feldstecher in der einen, eine Pina Colada in der anderen Hand und schauten zu, wie der Arenal Rauchwolken ausstiess und dazu Geräusche machte, die an eine Dampflokomotive erinnerten. Nach dem Einnachten fing das Spektakel aber erst so richtig an: Grosse, den Kegel hinunter kullernden Lava- und Gesteinsbrocken hinterliessen feuerrote Spuren, aber das besondere Highlight war die Lava-Eruption, bei der richtige Feuerwolken aus dem Krater aufstiegen und an ein Feuerwerk erinnerten. Wir stellten fest, dass sich der Vulkan immer dann regte, wenn jemand von uns duschen oder Kaffee machen ging…

Die darauf folgende Nacht verbrachten wir in Los Lagos, einem Vergnügungs-Ressort mit heissen Quellen, Wasserrutschbahnen, Krokodilteich etc. Während den kurzen Regenschauern liessen wir uns also aufheizen und probierten alle Rutschbahnen aus. Mit von der Partie war eine Horde junger Amerikaner/innen, die sich an der Poolbar langsam betranken und das Rumpeln des Vulkans übertönten.

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