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Venedig 22.-26.11.03

Etwas Geschichte

Venedig ist die Hauptstadt der italienischen Region Venedig. Die Stadt liegt in der Lagune zwischen den Mündungen der Flüsse Po und Piave am nördlichen Ende des Adriatischen Meeres. Sie wurde auf 120 Inseln erbaut, die von 177 Kanälen durchzogen werden und die durch rund 400 Brücken miteinander verbunden sind. Venedig mit seinen heute nur noch 294’547 Einwohnern ist über eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke mit dem Festland verbunden. Sandbänke trennen die Stadt vom offenen Meer. Wichtigstes Verkehrsmittel waren in Venedig über Jahrhunderte die Gondeln, flache Boote, die mit nur einem langen Ruder fortbewegt werden. Heute wird fast der gesamte Fracht- und Personenverkehr Venedigs mit Motorbooten abgewickelt; die Gondeln erfreuen sich aber nach wie vor großer Beliebtheit bei den Touristen. Das moderne Venedig ist mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert; das dringendste ist die allmähliche Zerstörung der Bausubstanz durch Überschwemmung und Landabsenkung, zunehmenden Schiffsverkehr, Luft- und Wasserverschmutzung, aber auch durch den Tourismus. Die Stadt unternimmt alle Anstrengungen, ihre historisch wertvollen Gebäude zu erhalten.

Grundpfeiler der venezianischen Wirtschaft ist der Fremdenverkehr. In Venedig selbst gibt es zahlreiche handwerkliche und kunstgewerbliche Betriebe, die vor allem die berühmten Glaswaren und Spitzen sowie Textilien und Souvenirs herstellen. Der am Festland gelegene Hafen von Venedig ist der fünftgrößte von Italien.

Venedig ist nicht nur dank seiner zahllosen Baudenkmäler und Kunstschätze ein kulturelles Zentrum ersten Ranges. Zudem ist es Sitz einer Universität, dreier Hochschulen (für Architektur, Musik und Fremdsprachen), einer Kunstakademie und der Akademie der Wissenschaften sowie eines ozeanographischen Instituts. Außerdem beheimatet die Stadt zahlreiche Museen und Galerien, die Markusbibliothek, verschiedene Theater und Opernhäuser. Daneben richtet Venedig verschiedene Festspiele aus, so z. B. die internationale Biennale für zeitgenössische Kunst, die internationalen Filmfestspiele sowie Musikfestspiele.

Venedig gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Der Mittelpunkt und der meistbesuchte Ort der Stadt ist der Markusplatz (Piazza San Marco) mit der Markuskirche (Basilica di San Marco) und die daneben liegende Piazetta mit dem Dogenpalast (Palazzo Ducale). An der Nordseite des Markusplatzes befindet sich die Procuratie Vecchie (Baubeginn 1500), an seiner Südseite die Procuratie Nuove (Baubeginn 1584). Zur Zeit der Republik Venedig waren sie die Residenzen der neun Prokuratoren, aus deren Mitte der Doge gewählt wurde. Der Dogenpalast in seiner heutigen Form entstand nach Vorgängerbauten zwischen 1309 und 1442. Gegenüber des Dogenpalastes befinden sich die Markusbibliothek mit Deckengemälden von Tizian und die Münze (Zecca). Die Ostfront des Dogenpalastes ist mit dem Staatsgefängnis durch die berühmte Seufzerbrücke (um 1600) verbunden; Gefangene mussten sie auf dem Weg vom und zum Gerichtssaal überqueren. An der Öffnung der Piazetta zur Lagune stehen zwei antike Granitsäulen; die eine trägt den geflügelten Markuslöwen, die andere eine Statue des heiligen Theodor von Euchaita. Der Markusplatz wird überragt von dem rund 90 m hohen Campanile (Glockenturm der Markuskirche). Er wurde im 12. Jahrhundert errichtet, stürzte 1902 ein und wurde zehn Jahre später wieder vollständig aufgebaut. Die bekannteste der drei Brücken über den knapp vier Kilometer langen, zwischen 30 und 70 Meter breiten Canale Grande, die Hauptverkehrsader der Stadt, ist die Rialtobrücke (1588). Entlang des Canale Grande reihen sich zahlreiche prachtvolle Gotik-, Renaissance- und Barockpaläste aneinander.

Die Gegend um Venedig wurde in der Antike von den Venetern bewohnt. Das Gebiet des heutigen Venedig wurde wahrscheinlich erst ab dem 5. Jahrhundert besiedelt, als die Bewohner des venetischen Festlandes vor den Invasionen verschiedener germanischer Stämme auf die Inseln flohen. Zu einer dauerhaften Besiedelung kam es jedoch wohl erst ab 568, nach dem Einfall der Langobarden in Italien. Die Inseln unterstanden zunächst dem Byzantinischen Reich beziehungsweise dem byzantinischen Exarchen von Ravenna, in dessen Auftrag ein Magister Militum die Stadt verwaltete. Ab 697 übernahm ein von den Venezianern gewählter Dux (der spätere Doge) die Aufgaben des Magister Militum; mit dem Schwinden des byzantinischen Einflusses gewannen sowohl der Doge, als auch Adel und Klerus der Stadt an Bedeutung. 828 wurden die in Alexandria (Ägypten) geraubten Reliquien des heiligen Markus nach Venedig gebracht; die spätere Bezeichnung „Markusrepublik“ bzw. „Republik von San Marco“ für Venedig leitet sich vom heiligen Markus ab. Ab dem 9. Jahrhundert begann der Aufstieg Venedigs als Handelsmacht: Über Venedig lief ein Großteil des Handels mit Byzanz und der Levante ab. Ab dem 10. Jahrhundert setzte sich Venedig an der gegenüberliegenden Adriaküste, in Dalmatien und Istrien, fest und erwarb außerdem Handelsstützpunkte an den Küsten der Levante. Im Rahmen der Kreuzzüge, während der sich die Kreuzritter vielfach von Venedig aus ins Heilige Land einschifften, baute Venedig seine Stellung als vorherrschende Handels- und politische Macht im östlichen Mittelmeer entscheidend aus; 1204 eroberten und plünderten die Kreuzritter auf Betreiben Venedigs Konstantinopel. Im Inneren verfestigte sich Venedig unter Beibehaltung seiner republikanischen Strukturen zu einer starren Oligarchie der wohlhabenden Aristokraten. Im 14. und 15. Jahrhundert war Venedig in eine Reihe von Kriegen mit Genua, der zweiten grossen Handelsmacht in Oberitalien, verwickelt, an deren Ende Genua schließlich die Vorherrschaft Venedigs anerkennen musste und Venedig ein geschlossenes Gebiet im östlichen Oberitalien erobert hatte. Im späten 15. Jahrhundert war Venedig zu einer der führenden Seemächte des christlichen Abendlandes aufgestiegen. Mit der Entdeckung Amerikas 1492 und des Seeweges nach Indien um das Kap der Guten Hoffnung 1498 und der damit verbundenen Verlagerung der Handelszentren begann Venedig allmählich seine Vormachtstellung als Handelsmacht zu verlieren; die zunehmenden Angriffe der Osmanen auf Venedig beziehungsweise dessen Besitzungen in und um das östliche Mittelmeer beschleunigten diesen Machtverfall noch. Mit dem Verlust Kretas 1699, des letzten großen venezianischen Besitzes im östlichen Mittelmeer, war das Ende Venedigs als politische Großmacht besiegelt. 1797 wurde Venedig von französischen Truppen besetzt, der Doge wurde abgesetzt, und der Stadtstaat an Österreich übergeben. 1805 musste Österreich Venedig an das von Napoleon errichtete Königreich Italien abtreten; 1814 kam es als Teil des habsburgischen Königreiches Lombardo-Venetien an Österreich zurück. 1866 wurde Venetien mit Venedig in das Königreich Italien eingegliedert.

Der Tatsachenbericht

All diese Fakten haben wir verschiedenen Reiseführern entnommen, die uns während der Erkundung dieser wunderbaren Stadt grosse Hilfe leisteten. Wir haben uns während den in Venedig verbrachten Tagen eigentlich meist treiben lassen. Morgens starteten wir, jeweils ohne Tagesprogramm, vom Hotel aus in irgendeine Himmelsrichtung und haben so nicht nur die präsentablen Strassen und Kanäle, sondern auch die zerfallenen Hinterhöfe, verrotteten Häuser und eingefallenen Kanäle gesehen. Obwohl unser Aufenthalt im November war, wehte uns ab und zu ein unangenehmer Duft um die Nase, dem wir aber nicht weiter nachgehen wollten. Wir stellten gleich am ersten Tag fest, dass Venedig gar nicht so gross ist. Denn nach ein paar Stunden Fussmarsch hatten wir bereits die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen. Natürlich legten wir regelmässig Boxenstopps ein und genossen Pizza und feine Cappuccino. Schon am ersten Abend fanden wir „unsere“ Bar, der wir auch in den folgenden Tagen treu blieben und deren Prosecco-Verbrauch wir zu steigern wussten! Ein Highlight waren jeweils die Abendessen. Die Restaurants suchten wir tagsüber immer genau aus. Und das Essen war jeweils lecker: Unserer strengen Diät taten die verschiedenen Gänge mit Pasta, Fleisch und Dessert gar nicht gut, unserer Laune allerdings sehr.

Was in Wien die Fahrt mit dem Fiaker ist, ist in Venedig eine Gondelfahrt. Die Phantasiepreise liessen uns zwar erst mal aufkeuchen und zur Beratung in ein Café zurückziehen, aber es gehört nun einmal dazu. Also setzten wir uns nach eifrigem Feilschen zu Roberto in dessen Gondel und wurden gleich emsig von der Rialto-Brücke aus geknipst. Dann ging’s ab in die hinteren, dunklen Kanäle und Roberto erklärte uns in verständlichem Englisch die verschiedenen Quartiere und Häuser (dem Haus von Casanova und anderen Berühmtheiten wurde ein Besuch abgestattet).
Und dort, in einem romantischen Kanal, ohne andere Gondeln in der Nähe, zauberte Hubi einen wunderschönen Ring aus seiner Tasche. Einen Heiratsantrag bekommt frau ja nicht alle Tage, so war es verständlich, dass Birgit vor Überraschung fast aus der Gondel fiel. Die Verlobten liessen an diesem Abend den Prosecco-Umsatz „ihrer“ Bar in die Höhe schnellen!

Chile 17.10. – 13.11.2002

argentinien_chile
Nördlich von Santiago
Nach Puerto Montt
Um den Torres del Paine NP

Eine Überraschung, sehr vielfältiges Land auf relativ hohem Wohlstandsniveau

Zum ersten Mal:

Einreise: 17.10.02 Los Libertadores, aus Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 50’500
Einreise-Formalitäten: Wir kamen uns fast wieder vor wie in Zentralamerika. Lange Schlangen vor den Schaltern und man wird von einem Schalter zum anderen geschickt.
Den Stempel in den Pass wollte uns der Beamte erst geben, nachdem wir das Auto eingeführt hätten. Der arme Grenzbeamte beim Zoll wusste aber nicht, was mit unserem Carnet anfangen sollte. Nach längerem Hin- und Herfragen seinerseits mussten wir schliesslich ein Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr ausfüllen. Damit ging es zurück zur Migracion und nun wurde auch der Pass abgestempelt. Zu beiden Schaltern mussten wir nochmals zurück, weil einmal die Ablaufsfrist und das andere Mal ein Stempel fehlte.
Anschliessend musste man ein Formular ausfüllen und unterschreiben, dass man keine tierische oder pflanzliche Produkte einführt. Dies ist natürlich kein Problem mit dem Camper, denn wer hat schon Käse, Past-Milch, Honig, Gewürzkräuter oder ähnliches dabei. Dies steht nämlich alles auf der Verbotsliste. Diese kritischen Sachen entsorgte Birgit natürlich in unserem kleinen Abfalleimer.
Dann bezahlten wir noch 3 US$ Maut, die Frau Inspektorin durchsuchte das Auto auf verbotene Importwaren und schon konnten wir weiterfahren.
Ausreise-Formalitäten: Im Pass wurde unsere Ausreise eingestempelt und das Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr gaben wir am Zollschalter ab.
Ausreise: 13.11.02 San Sebastian, nach Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 54’700

Das zweite Mal:

Einreise: 15.11.02 San Sebastian, aus Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’400
Einreise-Formalitäten: Zuerst gab es den Einreisestempel in den Pass, anschliessend wurde wieder ein Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr ausgefüllt.
Nun mussten wir alle hoch und heilig versprechen (Formular), keine tierischen oder pflanzlichen Produkte einzuführen – alle, auch die mit einem Controller-Ethos, konnten wir zur Unterschrift bringen.
Der Herr Inspektor warf dann noch mal schnell einen Blick ins Auto und schon konnten wir weiterfahren.
Ausreise-Formalitäten: Im Pass wurde unsere Ausreise eingestempelt und das Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr wurde am Zollschalter abgegeben.
Ausreise: 15.11.02 Monte Aymond, nach Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’600

Um San Jose 2. – 7.06.2002 (38’200 km)

Über Sarchi und Grecia nach San José

Wir machten uns nun auf, der Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Langsam kurvten wir den engen Bergstrassen entlang, bewunderten unterwegs die bemalten Ochsenkarren in Sarchi und die Metallkirche in Grecia.
Eine halbe Stunde vor San José, genauer gesagt in San Antonio de Belen, fanden wir einen günstig gelegen Campingplatz und trafen auch wieder auf unsere englischen Freunde Liz und Mike.
Die paar Tage in San Antonio lümmelten wir nicht einfach nur so herum, nein, wir trafen bereits die ersten Vorbereitungen für die auf den 1. Juli geplante Verschiffung nach Ecuador. Der interessierte Leser fragt sich sicher, was für Vorbereitungen wir da meinen. Also, als erstes besuchten wir die Schweizer Botschaft und holten das neue Carnet de Passage ab. Anschliessend suchten wir ein paar Reisebüros auf, um uns über die Flugpreise San José – Guayaquil zu informieren (ca. US$ 350.00). Auch Senor Milton Madriz, Agent der Schifffahrtslinie K-Line, die voraussichtlich unseren Mosquito und auch den Camper von Liz und Mike transportieren wird, wurde von uns Vieren beehrt.
Und um Mosquito einbruchsicherer zu machen, schraubte Hubi einen grossen, eindrucksvollen Riegel vor unsere Haustüre und wir kauften bereits die Holzbretter ein, die wir zur Abtrennung zwischen der Führerkabine und dem Wohnbereich brauchen werden. Es sei zu beachten, dass wir während diesen Ämtlis intensiv Sightseeing betrieben!

Überraschende Kreditkartenabrechnung

Wieder einmal hatten wir die Kreditkarten-Abrechnung erhalten und die Freude war gross, enthielt diese doch eine Rückerstattung. Im letzten Februar nämlich, wir waren bereits in Guatemala, hatte es irgend ein Lauselümmel in Mexiko geschafft, Waren im Wert von CHF 500.– mit Hubis Kreditkartendaten zu beziehen.
Das Grinsen, da jetzt wieder alles seine Ordnung hatte, gefror uns aber sofort wieder, als wir feststellten, dass der Lauselümmel, nach drei Monaten Pause, wieder einkaufen war – aber diesmal summierten sich die ca. 20 Positionen auf etwas über CHF 8’000.–! Da hört der Spass aber auf!
Wenn das so weitergeht, müssen wir unsere Reise noch wegen Geldmangel vorzeitig abbrechen! Spenden nehmen wir gerne entgegen….
Weil es beim ersten Mal nur ein einzelner Vorgang war, hielt es die Kreditkarten-Gesellschaft nicht für nötig, die Karte sperren zu lassen, nun haben wir aber dafür Sorge getragen. Jetzt sind wir ja mal gespannt, wie lange die Bearbeitung dieses Falls dauert, hoffentlich nicht wieder 2 Monate.
Die Helpline der Kreditkartengesellschaften kann man kostenlos anrufen, sie nehmen R-Gespräche entgegen!

In El Salvador 25. – 29.04.2002 (35’900 km)

Am Meer

Nach einem letzten gemütlichen Frühstück starteten wir von Antigua aus Richtung El Salvador. Wir waren uns einig, dass eine neue Etappe der Reise auf uns zukam, da wir die kommenden Länder noch nie bereist hatten. Eine fröhliche Stimmung machte sich breit – endlich waren wir wieder unterwegs! Schon eine Stunde später begann uns die Hitze zu schaffen zu machen. Je näher wir dem Meer kamen, desto heisser wurde es, die Fahrtluft verhinderte, dass uns der Hitzschlag traf. An der Grenze wiesen wir jegliche Helfer ab, da wir ja bereits wussten, wie wir vorgehen mussten, um die nötigen Papiere und Stempel zu erhalten. Nach etwa einer Stunde und immer noch vollem Kühlschrank fuhren wir weiter entlang der Panamericana.
In Acajutla, die Haupthafen-Stadt von El Salvador, machten wir Halt und stellten Mosquito für 8 US auf dem Parkplatz des Hotels Miramar ab. Es war dermassen heiss, dass wir es uns schnell auf der Terrasse des Hotels bequem machten. Total erschöpft, aber glücklich, den Grenzübergang kostengünstig überstanden zu haben, tranken wir eisgekühlte Cola und schauten den Fussballspielern am Strand zu.
Nach einem feinen Abendessen mit Brot und Käse (wir wollten unser Haus ja nicht unnötig aufheizen) und als endlich alle Gäste des Hotels in ihre Zimmer verschwunden waren, packten wir unsere Duschsachen. Wie wir schon am Nachmittag festgestellt hatten, war die Dusche gleich neben dem ziemlich schmutzigen Swimmingpool, aber im Freien. Wir wussten damals noch nicht, dass wir hier schon mal üben durften, denn duschen im Bikini, bzw. Badehose in aller Öffentlichkeit würde in Zukunft öfters der Fall sein – etwas gewöhnungsbedürftig, aber lustig.

Am See

Schnell stellten wir fest, dass auch in El Salvador die Strassen schlecht ausgeschildert sind. Wir hatten vor, direkt von Acajutla zu den Ruinen Tazumal zu fahren, mussten aber eine Abzweigung verpasst haben, denn wir landeten auf einer Bergstrecke zum kleinen See Coatepeque. Wir entschlossen uns kurzerhand, diesem einen Besuch abzustatten und was wir sahen, gefiel uns ausserordentlich. Das Glück war uns einmal mehr hold und so durften wir kostenlos auf dem Parkplatz des Hotels Torre Molinos nächtigen, mit der einzigen Verpflichtung, im hoteleigenen Restaurant etwas zu konsumieren. Hubi konnte nach einem kurzen Blick in die Karte dem Gericht „Plato tipico El Salvadoreno“ natürlich nicht widerstehen und so kamen wir in den Genuss von lecker zubereitetem Bohnenmus, einem guten Stück Käse, Bibis geliebten frittierten Bananen, einem relativ zarten Stück Rindfleisch und einer selbst gemachten Wurst. Das Dessert bestehend aus Kaffee und Eis mit Meringue war im Gegensatz zum Hauptmenü ziemlich enttäuschend.
Am selben Nachmittag trafen noch Dutzende chic angezogene Frauen im Hotel ein und eine Nachfrage beim Kellner eröffnete uns, dass dieser Tag als „Dia de las secretarias“ gefeiert wurde. Es wurde viel gegessen und getrunken und zum Schluss zu unglaublich lauter Musik wohl auch noch getanzt. All diese Aktivitäten wurden durch lange Ansprachen unterbrochen – wir waren froh, dem Geschehen nicht zu nahe zu sein, unsere Ohren wurden auch so genügend strapaziert.

Bei den Ruinen

Am nächsten Tag machten wir uns frohgemut wieder auf die Socken. Schnell hatten wir die Ruinen der Mayas gefunden und noch schneller besichtigt. Eine Pyramide ragt gleich neben dem Museum in die Lüfte, darum herum stehen noch ein paar Mauern. Leider sind die Ruinen sehr schlecht restauriert, d.h. nur mit Beton zugepflastert worden.
Nach der Besichtigung, es war mittlerweile wieder so um die 30° im Schatten, fuhren wir weiter auf der Suche nach einem in der Nähe gelegenen Turicentro. Turicentros sind eine tolle Einrichtung. Meist bestehen sie aus ein paar Swimmingpools und zu mietenden Cabanas, dazu gehören auch die nötigen sanitären Einrichtungen und das Ganze befindet sich immer in einer schönen Umgebung. Nach einer guten Stunde gaben wir die Suche auf, entweder existierte dieses Turicentro nicht mehr, oder aber wir hatten es schlicht übersehen. Wir entschlossen uns daraufhin, ein etwas entfernteres anzusteuern, laut unserem Reiseführer sollte es kurz vor San Salvador sein. Aber auch hier hatten wir kein Glück. Wir erfuhren später von einem Tankwart, dass die heissen Quellen, welche die Swimmingpools speisten, beim letzten Erdbeben versiegt waren und die Anlage aus diesem Grunde geschlossen wurde.
Noch einmal sahen wir uns gezwungen, unsere Pläne zu ändern und so fuhren wir weiter, durch die Hauptstadt hindurch, zum nächsten See.

Wieder am See

Etwas ausserhalb von San Salvador befindet sich der Kratersee „Lago di Ilopango“ und das „Turicentro Apulo“. Schon leicht genervt und total überhitzt kamen wir an, zahlten den Eintritt und wurden auf einen hübschen Platz, gleich neben dem Polizeigebäude gewiesen. Später merkten wir dann, dass ein paar Meter hinter unserem Camper der Abfall deponiert wurde und es deswegen abends nur so von Hunden wimmelte, die dann alle unsere Pneus markierten.
Nach einem ersten Erkundungsspaziergang setzten wir uns in ein an der Seepromenade gelegenes Restaurant und genossen den schönen Ausblick, aber vor allem das kühlende Lüftchen. Wie wir schon die vorhergehenden Tage mit Freude festgestellt hatten, kühlte es in der Nacht jeweils auf 28° ab, dies sollte auch hier der Fall sein. Das Baden im See war nicht so toll, erstens war das Wasser lauwarm und zweitens schien es ziemlich schmutzig.
Als Problem stellte sich dann das Duschen heraus. Da das Touricentro um 17:00 Uhr seine Tore schloss, wurde auch das Wasser abgestellt. Einer der Parkwächter hatte aber mit uns verschwitzten Ausländern Erbarmen und drehte kurzerhand den Hahn wieder auf. So kamen wir dennoch in den Genuss einer kühlenden Dusche, diese natürlich auch draussen. Netterweise liess er dann das Wasser gleich die ganze Nacht an.
Da es uns so gut gefiel und wir die nächste Grenzüberquerung nicht an einem Sonntag machen wollten, entschlossen wir uns, einen Tag länger zu bleiben. Nachdem wir ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt hatten, machten wir einen Strandspaziergang. Am Strand fiel uns eine immer grösser werdenden Menschenmenge auf und als wir genauer hinguckten, erkannten wir, dass ein Mann in Badehose am Boden lag und ein anderer mit Herzmassage beschäftigt war. Etwas später setzten wir uns in ein Restaurant, dieses Mal mit Büchern bewaffnet und mussten beobachteten, dass dem Mann leider nicht mehr zu helfen war – auch die Helfer des Roten Kreuzes konnten nichts mehr ausrichten. Dies war das einzig Traurige während eines absolut wunderbaren Tages.

Und noch zum Thema „Hunde“: Jedem Hundeliebhaber zerreisst es das Herz, wenn er die vielen Streuner sieht. Obwohl die Viecher uns immer die Pneus bepinkeln, können wir ihnen nicht gross böse sein, weil sie uns immer mit so traurigen Augen anschauen. Meist in Gruppen, richtigen Streetgangs, ziehen sie durch die Gegend, immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Zum Teil sehen sie wohlgenährt aus, zum Teil aber dermassen verwahrlost und dürr, dass es uns der Anblick richtig schmerzt.
Wenn man sie loswerden will, muss man nur den Arm heben und so tun, als wolle man einen Stein nach ihnen werfen. Der erwünschte Effekt stellt sich in Sekunden ein, die Hunde jaulen auf (auch ohne dass sie getroffen wurden), ziehen den Schwanz ein und rennen um ihr Leben. Oft reicht auch nur ein Blick in ihre Richtung oder ein Wort.
Birgit würde ja am liebsten alle Hunde Mittelamerikas adoptieren, Hubi weigert sich aber immer noch standhaft.

Die Besucher in Antigua 13. – 18.04.2002 (35’100 km)

In und um Antigua

Endlich waren sie da, Wale und Nicole und dies für sage und schreibe 4 ganze Wochen, ach, diese Kurzurlauber… Nachdem wir die beiden oder vielmehr die vielen Mitbringsel (Schokolade, Fishermans etc.) in Empfang genommen hatten, stellte sich die Frage: „Was unternehmen wir mit ihnen alles?“. Antigua ist schnell besichtigt, so hiess es also in die Umgebung schweifen.
Neben den Ausflügen zur Macadamia-Nuss-Farm und einer Kaffee-Plantage, ging es auf den Aussichtpunkt der Stadt, den Cerro de la Cruz. Und nicht genug der Anstrengungen, während Nicole und Birgit eine Shoppingtour durch Antigua unternahmen, wagten sich Wale und Hubi an die Besteigung des aktiven Vulkans Pagaya.

Vulkan Pagaya

Die Tour (5.00 US$) startete offiziell um 13 Uhr, was bedeutete, dass wir bereits um 14 Uhr in den Bus einsteigen konnten. Ohne Panne ging es anschliessend zum Nationalpark des Pagaya Vulkans und fast ohne Verzögerung nahmen wir den Aufstieg von 1900 auf 2500 müM unter die Füsse. Nach mehreren Pausen an Aussichtspunkten erreichen wir verschwitzt und atemlos den höchsten Punkt, den Krater des Vulkans und erlabten uns an den Rauchwolken, welche daraus aufstiegen. Nach einer windigen Ruhepause machten wir uns dann schon wieder an den Abstieg. Ein Blick auf die Uhr bestätigte uns, dass das Rendez-vous mit unseren Frauen immer noch im Bereich des Möglichen lag. Plötzlich hörte man ein Zischen aus der Richtung des Busmotors und gleich darauf hielten wir an. Nach fachmännischer Inspektion wurde festgestellt, dass der Keilriemen zur Wasserpumpe und auch derjenige für den Ventilator von uns gegangen waren – und dies ca. 15 Minuten vor Antigua! Das bestätigt einmal mehr unseren Entscheid, mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein. Nun hiess es warten. Ein vorbeifahrender Wagen und später noch ein Taxi wurden gebeten, den Reiseveranstalter zu informieren und schon nach einer Stunde tauchten 2 Polizeifahrzeuge mit je 6 Mann Besatzung zu unserem Schutz auf. Eine weitere Viertelstunde verstrich, bis der Ersatzbus erschien und kurz darauf fanden wir uns mit „leichter“ Verspätung am Treffpunkt ein.

San Andres Itzapa

Ein anderer Ausflug führte uns zu der Kirche des San Simon oder Maximon in San Andres Itzapa. Hermano San Simon ist für die einen ein Heiliger, für die andern der Teufel. Vom Aussehen her erinnert er an einen Mafiaboss. Die Guatemalteken sind sich nicht einig, ob der im 17. Jahrhundert eingewanderte Spanier die Indigenas nun beschützte oder ausnahm. Wir auch immer, um San Simon gnädig zu stimmen und die gewünschten „Wunder“ zu erlangen, werden ihm zu Füssen Hühner geopfert, Zigarren geraucht, verschieden farbige Kerzen angezündet, Schnaps getrunken und dazu mit den Fingern geschnippt. Die vielen Dankestafeln an den Wänden weisen auf eine hohe Erfolgsrate hin.

In Belize 13. – 18.02.2002 (32’900 km)

Corozal

Schon gleich nach der Grenze findet man sich in einer völlig anderen Welt wieder. Hier befindet man sich wirklich in der Karibik, die Bevölkerung besteht aus Mestizen und Kreolen. Die grosse Armut ist unübersehbar, ab und zu kommt ein Strassenhändler bei uns vorbei und will Eis, Schnitzereien, Orangen oder sonst etwas verkaufen.
Wir stehen in der Mitte der Stadt gleich am Meer.

Orange Walk und Lamanai

Auf unserer Route lag Orange Walk, von hier aus unternahmen wir eine 4 stündige Bootstour auf dem New River nach Lamanai einer Maya-Ruinenstätte. Unser Guide erklärte uns alles haarklein und sogar das Essen war schmackhaft.
Zuerst stellten wir unsere Camper uns auf den Zirkushügel bzw. das Fussballfeld, nach einer Weile kam dann aber ein Gemeindeangestellter vorbei und fragte, ob wir denn bereits die Stand-Erlaubnis eingeholt hätten. Hatten wir natürlich nicht, da wir der Meinung waren, dass dies der Tourverkäufer für uns machen würde. Hubi ging aber schnell zum Bürgermeister, welcher uns dann gleich nebenan einen Platz zuteilte – kostenlos.
Die Belizianer sind ein wahnsinnig freundliches und hilfsbereites Volk. Erstens grüssen alle freundlich (im Gegensatz zu den meisten Mexikanern) und dann heisst es nicht einfach „No, geht nicht!“ und der Schalter schliesst sich. Nein, meistens geht es irgendwie oder wenn nicht, dann finden sich ein paar Helfer für die Suche nach einer geeigneten Lösung.

Guanacaste National Park

Hier liessen wir uns für die Nacht auf dem Parkplatz nieder und genossen den gemütlichen Spaziergang über die Dschungelpfade und noch mehr das spätere Baden im Fluss.

San Ignacio oder „Gerald und der Dieselmann“

Für die Nacht liessen wir uns zwischen dem Markplatz und einem Fluss nieder. Während Hubi und Bibi die in der Nähe gelegenen Ruinen erkundeten
(= maladis ruinas acutis), kam ein Typ vorbei und wollte von Gerald Geld für die Übernachtung einkassieren, das mit der Begründung, er sei der Besitzer des Grundstücks. Gerald, nicht auf den Mund gefallen, erklärte, dass die Zwei mit dem Geld gerade nicht da wären, er solle später wiederkommen. Natürlich blieb der Mann von der Bildfläche verschwunden…
Später kam dann noch der „Dieselmann“ vorbei. Er hätte aus der Freihandelszone zwischen Mexiko und Belize 200l günstigen Diesel mit dabei aber sein Abnehmer in San Ignacio sei gerade nicht aufzufinden. Damit nicht genug, er und sein Bruder hatten nur Benzin für die Hinfahrt gehabt und brauchten jetzt unbedingt Geld für die Rückfahrt, ob wir denn nicht Diesel abkaufen wollten. Da uns das zuviel war, selbst Gerald hat nicht soviel Stauraum, bot er an, uns 40l in Kanistern zu verkaufen. Hubi war das Ganze von Anfang an suspekt, aber Gerald meinte, 40l könnte er schon noch gebrauchen und so händigte er ihm 10 US$ aus, um des Dieselmanns Auto mit Benzin zu füllen, damit dieser dann das Diesel bei uns ablieferte. Als Pfand liess Dieselmann seine Tasche mit Kleidern zurück. Das mit Diesel beladene Auto hatten die beiden Brüder etwas ausserhalb der Stadt stehen lassen, weil sie nicht mit so viel Sprit und ohne Autoversicherung in die Stadt rein fahren dürfen. Soweit so gut, der Dieselmann machte sich also auf den Weg.
Etwa eine Stunde später kam er zurück und verkündete, dass leider seine Kanister leckten. Gerald nicht faul, nahm aus seinem Anhänger zwei grosse Kanister sowie den Fourwheeler raus und sagt dem Typen, er solle hinten aufsitzen, er käme jetzt mit. Da der Deal nicht ganz legal war, wollte der Dieselmann noch bis zum Einnachten warten, weil dann weniger Polizei unterwegs sei. Als sie dann losfuhren, hatte die Fähre, welche eine Abkürzung von 20 -30 km zum Auto bedeutet hätte, schon zu und so konnten sie nicht zum Diesel gelangen. Gerald war natürlich „etwas“ sauer und wollte nun den ganzen Handel absagen. Nur leider hatte der Dieselmann das Geld bereits seinem Bruder für die Benzinfüllung ausgehändigt. Nun legte der Dieselmann aber los und sagte, er wolle nicht einen schlechten Eindruck von Belize hinterlassen und uns nicht enttäuschen, er fahre jetzt mit dem Bus los und hole den Diesel auf diesem Wege. Leider brauchte er aber dafür noch umgerechnet 2.50 US$ für die Fahrt. Erst nach längerem bitten und betteln, rückte Gerald mit dem Geld heraus.
Alle diejenigen, die Hubi kennen, können sich bestimmt vorstellen, dass dieser vor Lachen fast gestorben ist. Er wälzte sich derart heftig, dass sich Birgit schon Sorgen um sein Wohlergehen machte – aber man(n) darf sich für 12 Dollar doch wenigstens amüsieren oder nicht?
Dieselmann wollte dann noch eine Zigarette für auf den Weg, welche Birgit im auch ohne Weiteres geben wollte. Aber da war in der Zwischenzeit noch so ein jugendlicher Schnösel da gewesen und hatte sich die Zigaretten unter den Nagel gerissen, nur das Etui war zurück geblieben. Dieselmann war äusserst empört über den Vorfall! Anstelle dies als Zeichen zu erkennen, nun endlich das Rauchen aufzugeben, fragte Birgit ihn, ob er Ihr nicht noch eine Packung Zigaretten mitbringen könne. Da wir ohne Kleingeld waren, bot Dieselmann hilfsbereit an, die Zigaretten und das Wechselgeld zu besorgen. Hubi war das dann doch etwas zuviel und so ging Birgit schnell mit, um die Zigaretten zu besorgen. Dieselmann war sich dann nicht zu schade, auch ihr noch schnell 1 US$ für irgendetwas aus der Tasche ziehen zu wollen – glücklicherweise erinnerte sie sich rechtzeitig an Hubis Killerblick und der Dieselmann ging diesmal leer aus.
Dem Dieselmann muss dann wohl ein Unglück zugestossen sein, weil er bis zu unserer Abreise am nächsten Morgen nicht wieder aufgetaucht ist. Der diebische Schnösel besass doch aber tatsächlich noch die Frechheit, uns am nächsten Tag eine Bootstour anzubieten – Sachen gibt’s.
Sonst aber ist San Ignacio eine hübsche und ruhige Stadt.

San Cristobal de las Casas 27. – 29.12.2001 (30’400 km)

San Cristobal de las Casas

Fröstel, fröstel, eine dermassen grosse Klimadifferenz hatten wir nicht erwartet. Bereits 5 Minuten nach unserer Ankunft auf 2000 m.ü.M. beklagte sich die bereits bläulich angelaufene Caroline über die unerträgliche Kälte und verlangte Strand und Palmen. Wir schoben die Quengelnde kurzerhand in ein ungeheiztes Zimmer ab und machten es uns im geheizten Camper gemütlich.
Am nächsten Morgen (12 Grad) machten wir uns auf, Caro in ihrer Winterjacke mit Schal, Handschuhen und Wollmütze, die Stadt zu erkunden. Hubi jagte uns von Kirche zu Kirche und Fotos wurden in Unmengen geschossen. Bibi war etwas enttäuscht, hat sich San Cristobal in den letzten 10 Jahren doch stark verändert, es scheint, als wären viele Indigenas weiter gezogen. Ein unverändertes Indigenadorf fanden wir aber in Chamula, etwas weiter oben in den Bergen. Um dorthin zu kommen, unternahmen wir einen 4stündigen Ausflug zu Pferde, das Hinterteil schmerzte uns noch Tage später….
Und endlich trafen wir auch unsere Panamericana-Freunde aus Deutschland, Jochen und Tom. Dieses Treffen verdankten wir hauptsächlich der lahmen mexikanischen Post, da die Beiden wieder einmal auf Ersatzteile für das Motorrad warteten (und es wahrscheinlich immer noch tun). Es wurde über er- und überlebte Abenteuer diskutiert und viel gelacht. Schade, dass die Beiden ein schnelleres Tempo vorlegen werden, es wäre lustig gewesen, sie unterwegs ab und zu treffen – aber wer weiss, Quezalcoatls Wege sind unergründlich.

Mit dem Pferd nach Chamula

Wie bereits oben erwähnt, unternahmen wir diesen Ausflug zu Pferde. Glücklicherweise waren diese in einem guten Zustand und wir alle hatten unseren Spass an Trab und einmal sogar auch Galopp. Der Weg führte uns über schmale Pfade durch Wälder und Wiesen.
Wir genossen die wunderbare Landschaft und die farbenfrohen Gewänder der Indigenas. Der Höhepunkt war die Kirche: ein grosses Gebäude, aussen und innen farbig bemalt. Erstaunlicherweise hat es im Innern keine Stühle und Bänke, sondern man putzt sich einen kleinen Platz frei (der Boden ist mit Heu und Kerzenwachs bedeckt) und setzt sich hin. Die Indigenafamilien bauen anschliessend Essen und Trinken und unzählige farbige Kerzen vor sich auf und beten. Der Anblick mutet mystisch und heidnisch an, was aber keineswegs wertend gemeint ist.

Von LA nach Mexiko 10. – 19.11.2001 (25’000 km)

Universal Studios oder Stadt der Illusionen

Man braucht mindestens einen Tag, um alles zu sehen, was die Studios zu bieten haben. Zu unserem Glück ist gerade Nebensaison und es sah den ganzen Tag nach Regen aus, was die Besucherzahl in Grenzen hielt. So konnten wir alle Bahnen ohne grosses Anstehen besuchen und hatten sogar noch genügend Zeit, uns ein Stück Pizza zwischen die Zähne zu schieben.
Es ist verrückt, aber hier werden Filme wahr! In einer 3D-Terminator-Show kann man ein Arnold Schwarzenegger-Double bei der Arbeit beobachten. Auf einer Reise durch den Jurassic Park können animierte Dinosaurier beobachtet werden, bis hin zum Rutsch ins Wasser, was dem Spass ein jähes und vor allem sehr nasses Ende bereitet. In der spektakulären Waterworld-Show, wird sogar ein Flugzeug abgeschossen; zum Glück kann es täglich 3x innerhalb des Beckens landen.
Natürlich machten wir auch die obligate Studio-Tour mit und konnten innerhalb eines kleinen Radius den Charme von Paris, die ländliche Idylle Englands und das gruselige Motel von Norman Bates bewundern.

Von Los Angeles nach San Diego

In L.A. wurden wir in Bezug auf Luft-, Öl-, und Dieselfilter nicht fündig. Selbst in Little-Armenia, wo man für Geld alles kriegen kann, blieben wir erfolglos. Da wird sich Carolinchen aber mächtig freuen (Birgits kleine Schwester), darf sie uns doch jetzt all diese schönen Dinge nach Mexiko mitbringen…
Das Geräusch im vorderen Fahrwerk, das Hubi seit Wochen in den Wahnsinn treibt, hören wir nun nicht mehr. Die dritte von uns konsultierte Garage hat tatsächlich eine angebrochene Schraube im Stabilisator gefunden. Wir haben gar nicht gewusst, dass Mosquito so was hat. Im Moment ist nun wieder alles ruhig und nach einem „bierigen“ Abschied von Suzi und Ludy machten wir uns wieder auf die Socken bzw. Räder.
In San Diego machten wir kurz Halt um allgemeine Vorbereitungen für Mexiko zu treffen, wie Autoversicherung, Geldwechseln usw. Auch musste Mosquito wieder einmal auf Hochglanz poliert (Putzfee Birgit) und ein paar kleinere Reparaturen ausgeführt werden (Bastel-Hubi).
Es war das Wochenende vom 16.-18.11.01. Kennern wird dieses Datum wegen der Premiere des Harry Potter-Films in verzückter Erinnerung bleiben. Auch wir haben in einem Kinosaal Platz genommen und liessen uns verzaubern.
Auch sind wir den unglaublichen hohen Umsatzzahlen auf die Schliche gekommen, die amerikanische Filme im ersten Wochenende einspielen: Im vom uns besuchten Kinokomplex hat es sage und schreibe 24 Kinosäle und in 5 davon lief Harry Potter! Also findet jeder, der den Film sehen will, an diesem ersten Wochenende Platz und das ohne Wochen zum voraus Tickets reserviert haben zu müssen.

Disneyland

Nicht zu vergessen ist auch dieser Abstecher. Wir amüsierten uns königlich auf all den Achterbahnen, in den Shows und Paraden. Sogar Birgit konnte ihre Achterbahn-Phobie überwinden und wurde zum begeisterten Anhänger des „Big Thunder Mountain Rollercoaster“. Als etwas hart empfanden wir die Weihnachtslieder, die Mitten im November, bei 25 Grad konstant auf uns nieder plätscherten, doch der Kunstschnee nach der Abendparade lies dafür heimatliche Gefühle aufkommen.