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Versuche mit Online Backup

Versuche mit Online Backup

15.9.13 Bisher habe ich den Inhalt mein NAS immer auf ein zweites NAS gebackupt, dies mit dem Nachteil,

  • dass das zweite NAS langsam und der Speicherplatz zu klein war
  • und dass das zweite NAS sich gleich im Nebenraum befand

Dies entsprach nicht ganz der 3-2-1 Backup-Regel. Diese besagt in etwa, dass ich neben meinem Original-File noch 2 Kopien haben sollte (3). Das Backup am Besten auf 2 verschiedene Medientypen (Harddisk, Band, Optische Disk uä.) anlege und jeweils 1 Kopie an einen anderen Standort auslagere. Das mit den 2 Medien nehme ich jetzt mal an klappt mit der Cloud.

So nun ging die Suche los, folgende Kriterien habe ich mir zusammengestellt:

  • bezahlbar, z.B. 100 CHF pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz (oder ca. 6 TB)
  • unbeschränkter Up-/Download
  • Backup und Spiegelung (um Verzeichnisse zwischen mehreren Computern synchron zu halten)
  • Netzlaufwerke backupen
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer
  • beliebige Anzahl Endgeräte
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology)
  • Online Speicher als Laufwerk anbindbar
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung
  • Sharing und Streaming

JustCloud

Den ersten Versuch startete ich mit JustCloud. Nach 300 GB habe ich aufgehört, es fängt sehr günstig an, man kriegt 50-70% Rabatt braucht aber x-Zusatzservices die alle extra kosten, wie Versionierung, schnellere Up- und Downloads, zusätzliche Clients, Backup von Netzlaufwerken usw. War mir sehr schnell zu blöde. Toll ist die Money-Back Garantie, das Geld wurde bis auf eine kleine Gebühr zurückbezahlt. Nach ein paar folgenden Marketingmails musste ich noch mal sagen, dass ich Ruhe vor ihrem Produkt möchte und seither klappt es

bitcasa

Einen weiteren Versuch startete ich mit bitcasa, ein sehr gutes Produkt welches bei mir auch einen guten Eindruck bezüglich Sicherheit hinter lies. Nach 1.8 TB habe ich das Vorhaben aber abgebrochen

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja ABER System wird instabil
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja sie versprechen 3+ Versionen
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology), ja ABER im Web sind nicht die gleichen Dateien sichtbar wie in den anderen Clients. Die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ja die Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und dedupliziert, dadurch hatte ich das Gefühl der besten Uploadgeschwindigkeit!
  • Sharing und Streaming, ja man kann sogar ganz Musikalben streamen z.B. aufs iPhone
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, ja aber Zugriff mit SyncSoftware wie AllwaySync ist instabil, dito Robocopy

Nachdem ich 1.8 TB hochgeladen habe und dann mit den verschiedenen Clients Zugriff waren im Webclient nicht alle Dateien vorhanden wie auf dem Windows oder iOS Client. Dies verwirrt, die Antwort des Customer-Services auch „Oh that’s a lot of data“. mit dem Tipps im Supportforum kam ich auch nicht wirklich weiter, deshalb hat bitcasa mal Pause. Ich hoffe, dass sich die Situation während der Dauer meines Jahresabos noch verbessert .

Update 10.11.13 Auch mit verschiedenen neuen Client-Versionen (zuletzt  1.1.3.26 de) stürzt das Teil regelmässig ab, sowohl beim Backupen, Mirroring wie auch beim Zugriff auf bitcasa-Laufwerk

Update 20.11.13 Bitcasa hat die Preise erhöht. Mein Unlimited-Paket kostet nun nicht mehr 99$ im Jahr sondern pro Monat –> Account gelöscht

Crashplan

Nächster war crashplan, und wurde nach einer Woche wegen der sehr schlechten Upload-Bandbreite abgebrochen.

  • bezahlbar, ja 48 – 108 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, nur Backup
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja
  • beliebige Anzahl Endgeräte, je nach Vertrag 1 oder 2-10
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, na
  • Sharing und Streaming, na
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, weiss nicht mehr

Update 20.11.13 Websites http://pcloadletter.co.uk/2012/01/30/crashplan-syno-package/ und http://blog.abenker.com/2012/06/17/synology-diskstation-und-crashplan/ etc. mit einer guten Anleitung für Crashplan auf Synology-NAS gefunden

 

OpenDrive

Nun bin ich an opendrive dran und bin bisher (2.5TB) und immer noch zufrieden

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, jein, Download ist auf 100 GB pro Tag beschränkt, mehr ist Kostenpflichtig, sie behaupten auf der Website kulant zu sein….
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja bin im Moment bei 10 Versionen bei einzelnen Dateien
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die iOS-App ist langsam und instabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ? Übertragung erfolgt 128bit verschlüsselt, zusätzlich gibt es auf dem PC einen speziellen Folder, dessen Inhalt bereits auf dem PC verschlüsselt wird und diese Verschlüsselung über die ganze Kette beibehält.
  • Sharing und Streaming, ja nur einzelne Dateien

Software funktioniert unter Windows 8 und 8.1 stabil, kann alle Verzeichnisse und Netzwerklaufwerke backupen oder syncen. Nutzt die ganze Netzwerkbandbreite für den Upload über meinen Internet-Anschluss.

Mein Ranking

  1. Crashplan
    Pro: Synology PlugIn, Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) und Verschlüsselung Neg: iOS App
  2. OpenDrive
    Pro: Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) Neg: iOS App und Verschlüsselung

Nach Rio de Janeiro 17. – 21.1.03

Florianopolis, Blumenau

Nach 16 Stunden Fahrt standen wir gerädert am Busbahnhof und erkundigten uns bei der Touristeninformation nach erschwinglichen Hotelzimmern. Gleich in der Nähe wurden wir fündig und nach einer erfrischenden Dusche waren wir bereit für die Stadtbesichtigung. Dieser Ort ist eher bekannt für seine Strände, die Stadt selber konnte uns nicht lange fesseln.

Die im Jahre 1897 von Dr. Bruno Otto Blumenau gegründete gleichnamige Stadt liegt 120 km nördlich. Schöne Fachwerkbauten verleihen diesem florierenden Ort einen gewissen Charme, uns hatte es vor allem der Biergarten angetan.

Curitiba

Mit einem gewaltigen Regenguss wurden wir nach 14 Stunden Busfahrt willkommen geheissen. Auch hier gingen wir als erstes zur Touristeninformation, man beachte, dass es diese in jedem Busbahnhof gibt. Als Brasilianisch sprechender Tourist erhält man sicher auch kompetent Auskunft, uns hingegen wird oft einfach eine Liste mit Hotelnamen in die Hand gedrückt. Man stelle sich also vor: Zwei übermüdete und bereits früh am Morgen unter der Hitze leidenden Gringos stehen wild gestikulierend vor dem Schalter und versuchen in fliessendem Brasilenglspanisch zusätzliche Infos (Preis, Lage) zu den Hotels vom zuständigen, aber uninteressierten Beamten zu bekommen. Ab und zu schaffen wir das Unmögliche und man drückt uns einen Stadtplan in die Finger oder der Beamte greift höchstpersönlich zum Telefonhörer und klärt Preis und Verfügbarkeit ab.
Unser erster Eindruck von dieser 1,5 Mio. Stadt bestätigt, was auch in allen Reiseführern steht: Curitiba ist eine der saubersten Städte Lateinamerikas, mit schöner Kolonialarchitektur und einer grosszügigen Fussgängerzone.

Die bisher gesehene Landschaft gefällt uns sehr. Schon lange verschwunden ist die braune, dürre, argentinische Pampa, angesagt ist saftiges Grün, rote Erde und eine hügelige Gegend. Oft fahren wir stundenlang durch Agrargebiete oder dschungelartige Wälder. Wir kommen uns fast vor wie in Costa Rica, nur die vielfältige Tierwelt fehlt.

Etwas zur Sprache

Wir sind nun seit 2 Wochen im Land und haben uns schon etwas an die nasale Aussprache der Brasilianer gewöhnt. Wenn man diese Sprache geschrieben sieht, kann der Spanisch sprechende Tourist sehr schnell in die Falle tappen und annehmen, dass das Brasilianische mit etwas Fantasie dem Spanischen sehr ähnlich ist. Doch das stimmt nur, wenn man das Geschriebene nicht ausgesprochen hört. Je nach Redner verstehen wir viel, mittel oder auch gar nichts, es hängt sehr stark davon ab, ob wir wissen, von was die Rede ist und ob sich der Redner Mühe gibt, verstanden zu werden.
Mit der Aussprache hapert es bei uns noch etwas, obwohl wir jeden Tag üben und uns von den Einheimischen z.B. die Zimmernummern mehrmals vorsagen lassen. Merken konnten wir uns auf jeden Fall schon, dass ein te am Schluss eines Wortes als tsch oder je nachdem auch als tschi ausgesprochen wird. Lässt man noch ein paar s weg und fügt ein paar i ein, dann noch ein tsch am Schluss und man ist bei den Leuten.
Hubi hat – seitdem wir in Lateinamerika sind – seine eigene Methode der Beantwortung von Fragen entwickelt: Er beantwortet einfach alles, was er nicht versteht, konsequent mit einem herzlichen Si = Ja. Falls das dem Fragesteller spanisch, äh, komisch vorkommt, dann fragt dieser nochmals nach, falls nicht, kann es ja nicht wichtig gewesen sein, laut Hubi. Man kann sich gut vorstellen, dass es so schon zu ganz lustigen Situationen gekommen ist. Birgit wiederum hat keine Hemmungen, den Fragesteller mehrere Male das Selbe wiederholen zu lassen, so lange halt, bis sie versteht, um was es nun eigentlich geht. Ist dies das selbe Syndrom wie „Nach dem Weg fragen“?

Panama City 14. – 16.06.2002 (39’100 km)

Panama City

Endlich mal wieder in einer Grosstadt. Einen ganzen Nachmittag lang genossen wir das Herumstreunen in der Altstadt von Panama-City. Bei fast 40° im Schatten besuchten wir koloniale Kirchen, baufällige Gebäude und wunderschöne Plätze und als wir es fast nicht mehr aushielten, tranken wir einen frischen Früchtesaft unter Palmen und tiefblauem Himmel. Am selben Nachmittag noch organisierten wir auch unsere Kanaltour (7:30 – 17:00 h), die sage und schreibe US$ 135.00 pro Person kostete. Inklusive waren Frühstück und Mittagessen und so viele Sodas, Fruchtsäfte und Bier, wir man/frau trinken konnte. Wir nahmen uns vor, den Preis irgendwie rauszuholen…
Und natürlich frönten wir auch unserem Hobby, dem Kino. Während 2 Abenden zogen wir uns 3 Filme rein, allerdings war keiner davon wirklich erwähnenswert.

Der Kanal

9 Stunden, so lange dauert eine Kanaldurchquerung in etwa, verbrachten wir mit Sightseeing, Essen und Trinken auf einen sehr kleinen Boot (so kam es uns jedenfalls unter all den riesigen Containerschiffen vor) und bewunderten die ungeheure Leistung, welche die Amis zwischen 1904 und 1914 an den Tag gelegt hatten. Und das haben wir herausgefunden:

  • Der etwa 80 km lange, 2spurige Kanal durchquert Panama von Panama-City am Pazifik nach Cristobal Colon am Atlantik.
  • Über drei Schleusen werden die Schiffe auf den Gatunsee gehoben (auf 26 müM), auf dem dann die eigentliche Durchquerung stattfindet. Durch drei Schleusen wird man wieder auf Meereshöhe hinunter gelassen.
  • Der Gatunsee und der Alajuelasee sind künstlich gestaute Seen, deren Süsswasser für den Betrieb der Schleusen benutzt wird.
  • Alleine durch die Schwerkraft wird das Wasser von einer Schleuse in die nächste gelassen. Ein Füll- oder Leervorgang dauert ca. 10 Minuten und es werden ca. 197 Millionen Liter Wasser verbraucht, welche letztlich im Meer landen.
  • Die Schleusen sind 305 m lang, 33,5 m breit und 26 m tief, somit sind die maximalen Dimensionen für Schiffe 294,13 m Länge x 32,31 m Breite und 12,04 m Tiefgang.
  • Die grossen Schiffe werden von kleinen Lotsenbooten durch die engeren Passagen des Kanals geschoben und gezogen, weil diese selbst nicht manövrierfähig genug sind.
  • In den Schleusen werden die grossen Schiffe mit Hilfe von Lokomotiven (Donkeys) hinein und heraus gezogen und während dem Schleusen in der Mitte der Schleuse gehalten.
  • Bezahlt wird nach Gewicht der Ladung, zwischen 1.5 – 2.5 US$ pro Tonne.
  • Kleinere Boote bis 30 m Länge bezahlen zwischen 500 und 1’500 US$.
  • Durchschnittlich kostet eine Durchfahrt für richtige Frachter etwa 45’000 US$.
  • Der höchste Preis, der je für eine Kanaldurchfahrt bezahlt wurde, beträgt 184’140.80 US$.und wurde vom Roll-On-Roll-Off Frachtschiff „Sisler“ im Januar 2000 entrichtet.
  • Der Kanal ging am 31.12.99 in panamesische Hände über.

In Antigua 28.02. – 6.03.2002 (33’700 km)

Erste Tage in Antigua

Bevor wir überhaupt in Antigua eintrafen, hatten wir schon genaue Vorstellungen, wo wir Spanischunterricht nehmen und bei welcher Familie wir wohnen wollten. Das haben wir Silvia und Daniel, 2 Bernern, die mit dem Motorrad entlang der Panamericana reisen, zu verdanken. Von einander gehört hatten wir über Jochen und Tom und dank der modernen Technologie, dem Internet. Getroffen haben wir uns bis heute nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Also eben, durch regen Email-Austausch haben die Beiden uns ihre Schule und auch ihre Familie in Antigua bekannt gegeben. Also fuhren wir zuerst zu der Familie, stellten aber schnell fest, dass sich entweder der Torbogen oder Mosquito bleibenden Schaden aus einem Einfahrversuch zuziehen würde. So, dachten wir, dann werden wir das Problem „Parkieren“ mal an die Schule delegieren.
Da die Strassen in Antigua aus einer Art Kopfsteinpflaster bestehen und viele Strassen mit Steinpfeilern die Durchfahrt grösserer Fahrzeuge verhindern, liessen wir unser Auto für einmal stehen und machten uns zu Fuss auf die Suche nach der Schule. Dort angekommen, wurden wir vom Direktor Marcos ganz freundlich begrüsst und wir erzählten ihm von unserem Begehr nach Schule, Unterkunft und sicherem Parking. Kurzerhand rief er sämtliche Familienmitglieder (die haben wirklich grosse Familien hier in Guatemala) an und schickte alle zum Torbogenhöhe und -breite messen.
Während wir auf die Messergebnisse warteten, widmete sich Marco dem Schule-Anpreisen und zeigte uns mal seine offizielle Kurs-Preisliste. Wir röchelten nach Luft, denn 410 US$ für 3 Wochen à 5 Tage mit je 6 Stunden Einzelunterricht und das pro Person, nimmt wohl jedem den Atem. Wir erzählten ihm dann von unseren Busenfreunden, Silvia und Daniel, wie sehr ihnen die Schule gefallen habe und so weiter und so fort. Marcos erklärte sich dann sofort bereit, uns zu den gleichen Bedingungen unterrichten zu lassen. So einigten wir uns auf den Preis von 250 US$, den die zwei sich sicher hart erkämpft hatten. An dieser Stelle: Gracias Silä u Dänu.
Unterdessen stellten wir fest, dass alles Messen nichts half, wir sind einfach zu hoch. Da aber kam Gustavo zum Zuge, der da auch so rum sass. Es gibt überall immer wieder Leute, die sich im Rumsitzen üben. Er kannte den Besitzer einer Werkstatt, auf dessen Gelände schon zwei Wohnmobile stehen. Gegen den bescheidenen Betrag von 20 Quetzales – der Quetzal ist neben dem Wappenvogel und auch die Währung von Guatemala – also etwa für CHF 4.00 am Tag, könnten wir Mosquito dort sicher parkieren. Damit fiel unser Plan, im Auto zu leben und bei einer Familie zu essen, ins Wasser. Aber, das macht nichts, denn wir sind ja so unheimlich flexibel – man wird das auf einer Reise.
Bevor wir eine Leidensmine wegen den Kosten für einen Monat Parkieren aufsetzen konnten – wir wollen nämlich bis nach Ostern in Antigua bleiben, da in dieser Zeit wunderbare und weltweit berühmte Semana Santa-Umzüge stattfinden -, griff Marcos zum Taschenrechner und erklärte feierlich, dass er während unseres Schulaufenthaltes (ganze 3 Wochen) für die Kosten des Parkings aufkommen werde. Wow, das hat uns unglaublich gefreut!
Mit dem Sohn des Werkstattbesitzers haben wir dann ausgemacht, dass wir die ganze Zeit für den Preis von drei Wochen stehen dürfen – gewusst wie.
Dann haben wir unser Quartier bei einer Familie bezogen. Gleich zu Beginn fiel uns das fehlende Privatbad auf und auch, dass der Raum etwas gar finster war. Ja, ja, von unserem Mosquito sind wir halt schon etwas verwöhnt.
Zurück beim Schuldirektor liessen wir uns dann ein neues, helles Quartier mit Privatbad und eigenem Balkon vermitteln. So kommt es, dass wir am 27. Februar unser erstes Quartier bezogen und 4 Tage später schon wieder umgezogen sind.

Wie viele weitere Familien werden folgen? Werden die Lehrer unseren hohen Ansprüchen genügen? Wer wird auf der Strecke bleiben? Mehr, bald auf dieser Website….

Verschiffen

Das Fahrzeug muss für eine Panamericana-Reise mindestens einmal verschifft oder verflogen werden und von Europa aus zweimal mehr. Zwischen Panama und Kolumbien hat es den so genannten Darien Gap, welcher für Fahrzeug quasi unpassierbar ist. Es gibt immer wieder welche, die es versuchen, am erfolgreichsten ist man heute immer noch zu Fuss.

Fahrzeugverschiffung Europa – USA

Neben dieser Verspätung, hatten wir auch noch Probleme beim Transport von Basel nach Bremerhaven, weil dem Transporteur beide Lastwagen ausgefallen waren. In Baltimore konnten wir mit der Hilfe von Michele (Seabridge International) das Auto innerhalb einer halben Stunde aus den Hafen holen und auch den ganzen Papierkram erledigen. Leider sind auch bei uns ein paar Sachen (zwei Auto-Fussmatten, Gasanzünder, Spaghettizange und eine Stange Zigaretten) aus dem Fahrzeug verschwunden.
Der Preis von 42 US$ pro m3 wurde nach der Planung etwas verteuert, da der US$ um fast 20% anstieg und die Verschiffungsgesellschaft den Preis wegen Treibstoffverteuerung um 10% anhob.

Fahrzeugverschiffung über den Darien Gap

Wir haben mit der Firma K-Line ab Costa Rica, Puerto Caldera nach Guayaquil, Ecuador verschifft. Für den Einheitspreis von 450 US$ je Fahrzeug. Dazu kamen noch 120 US$ Hafentaxen und Zollagent in Puerto Caldera und 170 US$ Zollagent in Guayaquil. Da wir dem Zollagenten glaubten, er könne das Auto auch ohne uns aus dem Zoll holen, gingen wir in der Zwischenzeit auf die Galapagos-Inseln. Deshalb kamen noch folgende Kosten dazu: 110 US$ für 13 Tage Parking im Hafen und 35 US$ Notariatskosten. Weil unser Carnet de Passage noch einen Schreibfehler in der Chassisnummer aufwies, brauchten wir nochmals 60 US$ Schmiergeld, um das Auto endlich in die Hände zu kriegen. Also Total 945 US$, was zum Glück immer noch günstiger war, als die nächst beste Offerte. Siehe auch Dokumente Carnet de passage.
Die Boote von K-Line kommen mit neuen Autos beladen von Japan nach Mittelamerika und fahren die Häfen Puerto Quetzal (0), Guatemala – Acajutla (2), El Salvador – San Lorenzo(3), Honduras – Corinto(4), Nicaragua – Pt Caldera (5), Costa Rica – Guayaquil (12), Ecuador an. In Puerto Quetzal sind sie um den 27. jedes grad-zahligen Monats, also nur alle zwei Monate. In Klammern (x) ist die Reisezeit in Tagen ab Puerto Quetzal.

Ein anderes Angebot hatten wir von der Firma Panalpina, für 47 US$ pro m3. Die Verschiffung unseres Autos hätte also 1’900 US$ gekostet. Diese Firma machte einen sehr guten Eindruck, Antwort innert 24 Stunden und alle Fragen wurden in Deutsch beantwortet.
Freunde von uns bezahlten mit Panalpina 25 US$ pro m3 plus 40 US$ in Panama und 350 US$ in Quayaquil für Hafen- und Zollgebühren.

Fahrzeugverschiffung Südamerika – Europa

Wir reisten mit dem Auto auf einem Co/Ro-Schiff von Grimaldi, der Repubblica del Brasile. Je nach Boot, muss man bis zu ½ Jahr zum voraus reservieren, es werden nur 12 Passagiere mitgenommen. Die Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg kostete uns 1’350 Euro pro Person und 700 Euro für das Auto. Keine weiteren Kosten in Argentinien und Hamburg. Siehe Verschiffen nach Europa. Wem dies zu teuer ist, bedenke, dass man für einen Flug Argentinien-Europa etwa 700 US$ bezahlt und die uns offerierten Frachtraten zwischen 69 und 85 US$ pro m3 lagen.

Tipps zum Verschiffen

Die Verschiffung kann eine relativ teure Angelegenheit werden. Deshalb empfanden wir folgendes vorgehen als das Beste. Vorgängig über Fax und Internet versuchen mit den Gesellschaften Kontakt aufzunehmen. Denn einige, günstige Schiffe verkehren nur alle paar Monate auf der gewünschten Strecke. Somit hat man schon so grobe Preis- und Zeitvorstellungen. Es lohnt sich aber immer, wenn man sich Vorort nochmals etwas umschaut.
Meist braucht man mehrere Agenten um das Auto in den Hafen und auf das Boot zu bringen und vice versa. Diese liessen wir uns immer von der Schifffahrtsgesellschaft geben, so benutzten wir immer Parteien welche gut mit einander zurecht kamen. Der andere Ansatz ist einen Agenten zu suchen, z.B. Im South American Handbook und diesen nach einer Schifffahrtsgesellschaft suchen zu lassen.

Adressen von Schifffahrts-Gesellschaften

Es empfiehlt sich, bei den Gesellschaften mit einer Website, die direkten Ansprechpersonen zu suchen. Meist kann man den Starthafen angeben und erhält dann Name, Adresse, Telefon- und Faxnummern der Ansprechpersonen.

K-Line
„K“ Line (Europe) Limited
lonbcar@kline.co.uk
Panalpina
www.panalpina.com
Euro Line Logistics www.euro-line-logistics.com
Transpac Veracruz
F 01 (29) 38 26 62
info@transpac.com.mx
ver@transpac.com.mx
Grimaldi, da hat man die Möglichkeit, zwischen Europa, Afrika und Südamerika auf einem Containerschiff mitzureisen www.grimaldi.napoli.it
www.grimaldi-freightercruises.com
Seaboard Marine Houston
www.seaboardmarine.com
Norton Lili International CSAV
Transoceanica
Luis Velasco
lvelasco@transavisa.com.ec
J.E. Turner & Co.
nur mit Pablo Orsini sprechen, der Rest hat schockierend wenig Ahnung.
Reconquista 575, 4th floor, Buenos Aires
Tel. 11 4312 6891 , Fax 11 4312 0416
turner@turner.com.ar
Seabridge seabridge@t-online.de
www.sea-bridge.de