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Wir backen ein Schokokuss-Pferd

Schokokuss-Pferd

Schokokuss-Pferd

Zum Geburtstag von K.  gab es einen Schokokuss, mal ein bisschen anders.

Zutaten:

    • 250 g Mehl
    • 150 g Zucker
    • 9 El Zucker
    • 2 Pck Vanillezucker (weiss)
    • 9 Eier
    • 1 Pck Backpulver
    • 1 dl Milch
    • 3 Pck Schoko-Glasur
    • Verschieden farbige Tuben mit Lebensmittelfarbe zum Verzieren

Rezept für den Teig

Die Eier vorsichtig trennen.  Die Eigelbe mit den restlichen Zutaten, ausser den 9 EL Zucker, verrühren, den Teig auf ein Backblech füllen und bei 200° 15 Minuten backen.

Teig für Schokokuss

Teig für Schokokuss

Abkühlen lassen und mit Hilfe einer Vorlage die Pferdeform ausschneiden

Teig mit Pferdevorlage

Teig mit Pferdevorlage

Pferd ausgeschnitten

Pferd ausgeschnitten

Rezept für den Eischnee

Die Eiweiße mit den 9 EL Zucker steif schlagen und auf die ausgeschnittene Form streichen.

Mit Eischnee vor dem Backen

Mit Eischnee vor dem Backen

Nochmals in den Ofen schieben und hellbraun backen.

Mit Eischnee gebacken

Mit Eischnee gebacken

Abkühlen lassen und die Schoko-Glasur auf dem Eischnee verteilen.

Schokokuss-Pferd mit Schokoüberzug

Schokokuss-Pferd mit Schokoüberzug

Nun die überflüssige Schokolade und das Papier entfernen. Fragt nicht wie. Ich würde beim nächsten Mal die Schoko-Glasur wieder mit dem Löffel darüber giessen, nur würde ich das Pferd auf einen Gitterrost legen und darunter ein warmes Backblech. Damit könnte die Glasur runterlaufen und man könnte sie vom warmen Blech wieder zum darüber Giessen verwenden.

Im Pantanal 3. – 8.2.03

Nach 18 Stunden Busfahrt kamen wir in Cuiaba, der Hauptstadt des Staates Matto Grosso an. Von hier aus planten wir den Pantanal, ein 230’000 km² grosses Sumpfgebiet, zu erobern. Wir buchten gleich für den nächsten Tag eine 4tägige Tour, die 3 Nächte auf einer Fazenda, Vollpension und diverse Ausflüge mit dem Bus, Boot, zu Fuss und zu Pferde beinhaltete.[jwplayer mediaid=“3885″]
Mit mehreren Fläschchen Antibrumm Forte bewaffnet, wagten wir uns also in den Sumpf, denn wir waren vorab gewarnt worden, dass es während der Regenzeit ein paar Stechmücken haben soll. Wie wir dann feststellen mussten, sind diese Mücken sind nicht etwa gewerkschaftlich organisiert und stechen wie bei uns nur 1 Stunde vor und nach Sonnenuntergang, nein, hier wird rund um die Uhr Blut gezapft. Hinzu kommt, dass es nicht etwa wenige dieser kleinen Vampire hat, sondern dermassen viele, dass man auf dem Ausritt das eigene Pferd nicht mehr sieht. Antibrumm kam voll zum Einsatz und enttäuschte uns nicht!
Unser Flora-und-Fauna-Führer Alex konnte zwar nicht sonderlich gut englisch, dafür legte er trotz der Stechmückeninvasion den nötigen Enthusiasmus und Freude an den Tag und vermittelte uns einen Einblick ins Leben der Pflanzen und Tiere während der Regen- und Trockenzeit.

Ganz speziell war die Bootstour, die morgens um 5:30 startete und auf der wir das Erwachen der Natur beobachten konnten. Aber auch der 2stündige Ausritt wird uns in lebendiger Erinnerung bleiben, gallopierten wir doch mehrmals um die Wette und Birgits Prachtross zeigte den anderen was eine Harke ist. Man kann sich gut vorstellen, dass uns danach das Sitzen einmal mehr Mühe bereitete – aber das war uns der Spass wert! Birgits Geschwindigkeitsrekord als Jockey wurde nur von ihrer Meisterleistung beim Piranhafischen übertroffen, zog sie doch – ungewollt – die meisten dieser bissige Viecher an Land.
Wegen der derzeitigen Regenzeit steht ein Grossteil des Gebiets unter Wasser, doch dank Pferd blieben unsere Füsse relativ trocken. Nicht nur die Touristen bleiben in dieser Zeit aus (ausser Tarzan und Jane), auch viele Tiere ziehen sich in trockenere Gebiete zurück. Wir konnten zwar verschiedene Arten von Stechmücken kennen lernen, Termitenbauten aus der Nähe beäugen, Vögel während dem Putzen, Flirten und Jagen beobachten, Pfotenabdrücke von Jaguar und Ozelot unter die Lupe nehmen und lustige Kapuzineräffchen beim Spielen betrachten, doch der ultimative Kick, einer Anakonda beim Hypnotisieren eines Tapirs zusehen zu können, blieb leider aus.
Dies alles liest sich nun fast wie ein Ausflug nach Disneyworld, mit dem einzigen Unterschied, dass hier die Klimaanlagen ausgefallen sind. Bei fast 40° im Schatten, einer hohen Luftfeuchtigkeit, einer Lage Sonnencrème und mehreren Lagen Antibrumm schwitzten wir uns durch alle Ausflüge und sorgten bei berühmten Getränkeherstellern für Rekordumsätze.

 

 

San Cristobal de las Casas 27. – 29.12.2001 (30’400 km)

San Cristobal de las Casas

Fröstel, fröstel, eine dermassen grosse Klimadifferenz hatten wir nicht erwartet. Bereits 5 Minuten nach unserer Ankunft auf 2000 m.ü.M. beklagte sich die bereits bläulich angelaufene Caroline über die unerträgliche Kälte und verlangte Strand und Palmen. Wir schoben die Quengelnde kurzerhand in ein ungeheiztes Zimmer ab und machten es uns im geheizten Camper gemütlich.
Am nächsten Morgen (12 Grad) machten wir uns auf, Caro in ihrer Winterjacke mit Schal, Handschuhen und Wollmütze, die Stadt zu erkunden. Hubi jagte uns von Kirche zu Kirche und Fotos wurden in Unmengen geschossen. Bibi war etwas enttäuscht, hat sich San Cristobal in den letzten 10 Jahren doch stark verändert, es scheint, als wären viele Indigenas weiter gezogen. Ein unverändertes Indigenadorf fanden wir aber in Chamula, etwas weiter oben in den Bergen. Um dorthin zu kommen, unternahmen wir einen 4stündigen Ausflug zu Pferde, das Hinterteil schmerzte uns noch Tage später….
Und endlich trafen wir auch unsere Panamericana-Freunde aus Deutschland, Jochen und Tom. Dieses Treffen verdankten wir hauptsächlich der lahmen mexikanischen Post, da die Beiden wieder einmal auf Ersatzteile für das Motorrad warteten (und es wahrscheinlich immer noch tun). Es wurde über er- und überlebte Abenteuer diskutiert und viel gelacht. Schade, dass die Beiden ein schnelleres Tempo vorlegen werden, es wäre lustig gewesen, sie unterwegs ab und zu treffen – aber wer weiss, Quezalcoatls Wege sind unergründlich.

Mit dem Pferd nach Chamula

Wie bereits oben erwähnt, unternahmen wir diesen Ausflug zu Pferde. Glücklicherweise waren diese in einem guten Zustand und wir alle hatten unseren Spass an Trab und einmal sogar auch Galopp. Der Weg führte uns über schmale Pfade durch Wälder und Wiesen.
Wir genossen die wunderbare Landschaft und die farbenfrohen Gewänder der Indigenas. Der Höhepunkt war die Kirche: ein grosses Gebäude, aussen und innen farbig bemalt. Erstaunlicherweise hat es im Innern keine Stühle und Bänke, sondern man putzt sich einen kleinen Platz frei (der Boden ist mit Heu und Kerzenwachs bedeckt) und setzt sich hin. Die Indigenafamilien bauen anschliessend Essen und Trinken und unzählige farbige Kerzen vor sich auf und beten. Der Anblick mutet mystisch und heidnisch an, was aber keineswegs wertend gemeint ist.

Banff & Jasper NP 14. – 17.08.2001 (6’600 km)

Banff

Hey, Rockys, wir kommen! Auf dem Trans Canada Highway sieht man sie in der Ferne stehen , erahnt man ihre Grösse nur, doch je näher man kommt, desto klarer werden sie und… wir sind für einmal sprachlos.
Nichts wie rauf, sagten wir uns. Am ersten Tag erkundeten wir sie zu Pferd*, mit anschliessendem Bad in einer Thermalquelle (jaja, wir sind auch nicht mehr 20’zig).
Auf dem Rückweg zum Campingplatz: Da noch schnell eine Sehenswürdigkeit (Scenic-Spot), hier eine Stelle von historischer Bedeutung (Historic Site) und Informationen zu örtlicher Natur und vergangener Kultur (Interpretive Exhibit); wir sind hart im nehmen, nur sitzen tut uns weh.

Am nächsten Tag zu Fuss, der Johnston Canyon ruft: Die Wanderung zu den Lower Falls (hin 1,1km) ist was für Hosen, nein, Birgit „Binsack“ und Hubert „Unhold Messner“ zieht es weiter bis zu den Upper Falls (hin 2,7km).
Diese fast übermenschlich anmutende Anstrengung, ein Hike von 5.4km, vor der brütenden Mittagsonne nur durch einen Wald geschützt, entlockt uns ein müdes Lächeln (nur nicht sitzen, ist das Motto).
Doch damit noch nicht genug, am selben Tag locken noch andere verwegene Abenteuer wie der Lake Peyto (zu Fuss 10 Minuten ab Parkplatz), oder der nur schwer zu verfehlende Lake Bow (zu Fuss: 13.234 Sekunden ab Parkplatz).

Komischerweise haben wir ausser fast zahmen Chipmunks (siehe Bild unten rechts) noch keine wilden Tiere gesehen. Ausser einem Reh, wobei wir uns noch immer darüber streiten, ob es wirklich wild war oder ein Halsband trug.

*Pferdereiten geht so: Man setze 20 Reiter auf je ein (wichtig!) Pferd, dann reite mann/frau/pferd im Gänsemarsch durch nette, aber äusserst staubige Landschaft, überholen strikt verboten! Am Schluss kann mann/frau/pferd für 15 Stutz noch ein Foto von sich und dem Pferd kaufen.

Jasper

Hurra, wir sitzen wieder! Gleich bei der Parkgrenze wagten wir uns in und auf die Columbian Icefields, dieses Gletschergebiet hat die gleiche Ausdehnung wie Cagary. Besonders und einzig widmeten wir uns dem Athabasca Gletscher, welcher in einem Gewaltmarsch von 10 Minuten vom Parkplatz aus (ohne Seil) erreicht und gleich bestiegen werden kann.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Kanadier (wie auch die US-Bürger) keinen Aufwand und keine Kosten scheuen, Warnschilder an alle möglichen und unmöglichen Stellen hinzustellen. So wird der dumme Tourist gleich beim Parkplatz darauf hingewiesen, dass die Temperatur auf dem Eis viel tiefer sein wird, als im Auto und es besser ist, eine Jacke mitzunehmen. Es wird auch davor gewarnt, den Gletscher überhaupt zu begehen (Sturzgefahr) und wenn, dann nicht in Sandalen.

Anschliessend unternahmen wir mutig Exkursionen zu den Wasserfällen Sunwapta und Athabasca. Jeder der beiden ist in einer Distanz von mind. 100m vom Autoparkplatz aus erreichbar. Somit läuft man immer in Gefahr sich zu verlaufen, von einem Auto, Truck, Motorhome, Trailer oder 5th Wheel überfahren oder von einem Bären, Elch, Hirsch, Eichhörnchen (wovon wir nur letzteres bis jetzt zu Gesicht bekommen haben) angefallen zu werden.

Nach dem Einchecken auf dem Campingplatz (781 Plätze und 10 Duschen) schnallten wir die Trekkingschuhe fester, packten den Rucksack und machten uns auf den Weg zu den Whistler Mountains. Da die Wanderwege zu schmal und steil aussahen, gingen wir auf Nummer sicher und nahmen die Luftseilbahn. Oben angekommen wurden wir für die Strapazen mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, die letzten 100 Höhenmeter zum Gipfel doch noch zu Fuss zurückzulegen.

Kaum zurück in der Stadt Jasper war Rodeo-Time! Zwei Stunden wurden wir von Rodeoreitern, den ansässigen Rocky Mountain Riders, richtigen Cowboys mit Kühen, Bullwrestling und dem Rodeoclown unterhalten. Die ganze Veranstaltung ging ohne einen Unfall zu Ende, was einem Wunder gleich kam!

Wie anders kann man einen so wunderschönen Tag abschliessen, als mit einem guten Nachtessen. Von den lokalen Spezialitäten schon so geprägt, entschlossen wir uns für bodenständige, japanische Küche.

Endlich, auf den letzten Kilometern beim Verlassen des Parks, da sahen wir noch ein paar Rehe und einen wunderschönen Sechs-Ender Hirsch. Aber leider kommt es auf allen grossen Safaris mal vor, dass die Batterie des Fotoapparates alle ist…..