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Der Tiger ist los

Tigerkuchen

Tigerkuchen

A. wollte diesmal einen Tigerkuchen zum Geburtstag. Dazu haben wir einen Teig für den Rasen (grün) gemacht, einen weiteren Teig für den Körper, die teile des Körpers mit Buttercreme verklebt und dann mit farbiger Buttercreme verziert:

Körper

  • 4 Eier
  • 200g Zucker
  • 200ml Orangensaft
  • 1.5 Tl Kakaopulver
  • 200ml Öl
  • 300g Mehl
  • 1Pck. Backpulver

Die Zubereitung ist denkbar einfach

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren
  2. Mehl und Backpulver dazugeben
  3. 2/3 des Teigs in eine 24er Springform geben
  4. in den restlichen Drittel 1.5 TL Kakaopulver geben und in den Teig in der Springform vorsichtig einrühren, so dass sich Streifen bilden
  5. Anschliessend in den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  6. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen
  7. Vor dem Schneiden noch etwas in den Kühlschrank, damit es nicht so bröselt
  8. Dann den Deckel abschneiden, wieder aufsetzen und die Tiger/Katzenform ausschneiden

Das Rezept für den Boden habe ich aus verschiedenen Quellen im Internet, es wird auch Wunderrezept genannt. Der Boden ist locker, dennoch stabil und schmeckt . Der Teig ist durch die Verwendung anderer Flüssigkeiten z.B. Apfelsaft … leicht abzuwandeln.

Rasen

  • wie Körper
  • zusätzlich etwas blaue/grüne Lebensmittelfarbe anstelle des Kakaopulvers

Zubereitung

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren,
  2. Lebensmittelfarbe,  Mehl und Backpulver dazugeben
  3. Teig in eine 24er Springform geben
  4. In den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  5. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen und in den Kühlschrank
  6. Deckel abschneiden, wieder aufsetzen

Buttercreme für Grundierung und Verkleben

Reicht um die Cake-Schichten etwas zu verkleben und Unregelmässigkeiten etwas auszubessern (ca. 260 g Buttercreme).

  1. 100g weiche Butter und 160 g Puderzucker in die Rührschüssel geben
  2. Jetzt die Masse mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Verstreichen.

Körper zusammenbauen

  1. Zwischen die Teigschichten etwas Buttercreme geben, aufeinanderstellen
  2. Mit der Buttercreme Unebenheiten ausbessern und zusammenkleben, was zusammengehört.
  3. Ohren ggfs. mit Zahnstocher fixieren

Pelz

  • 600g Butter
  • 980 g Puderzucker
  • Lebensmittelfarbe orange/gelb

Zubereitung

  1. Butter, Puderzucker und Lebensmittelfarbe in die Rührschüssel geben
  2. Mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Spritzen
  4. Mit einem Spritzsack den Körper verzieren
  5. ev. noch etwas Buttercreme mit Kakaopulver versehen für dunkle Streifen

Nase, Augen

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  1. Aus Marzipan und braunen Smarties. Nach dem verzieren mit Buttercreme anbringen ggfs. mit Buttercreme wieder ausbessern

 

Equipment

  • Küchenwaage
  • Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Rühraufsatz
  • Spritzsack mit Aufsatz für den “Pelz”
  • Springform 24cm

Hinweise

  • Bei der Lebensmittelfarbe Pulver-, Pasten- oder Gelfarben verwenden. Bei flüssigen Farben kann sich die Creme trennen
  • Ist die Buttercreme zu weich dann ein paar Minuten kühl stellen oder mehr Puderzucker beigeben
  • Ist die Buttercreme zu steif und lässt sich gar nicht verteilen oder spritzen, dann Masse länger bei Raumtemperatur stehen lassen, mit den Händen im Spritzsack erwärmen oder Teelöffelweise warmes Wasser beigeben bis Konsistent wie gewünscht

 

Versuche mit Online Backup

Versuche mit Online Backup

15.9.13 Bisher habe ich den Inhalt mein NAS immer auf ein zweites NAS gebackupt, dies mit dem Nachteil,

  • dass das zweite NAS langsam und der Speicherplatz zu klein war
  • und dass das zweite NAS sich gleich im Nebenraum befand

Dies entsprach nicht ganz der 3-2-1 Backup-Regel. Diese besagt in etwa, dass ich neben meinem Original-File noch 2 Kopien haben sollte (3). Das Backup am Besten auf 2 verschiedene Medientypen (Harddisk, Band, Optische Disk uä.) anlege und jeweils 1 Kopie an einen anderen Standort auslagere. Das mit den 2 Medien nehme ich jetzt mal an klappt mit der Cloud.

So nun ging die Suche los, folgende Kriterien habe ich mir zusammengestellt:

  • bezahlbar, z.B. 100 CHF pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz (oder ca. 6 TB)
  • unbeschränkter Up-/Download
  • Backup und Spiegelung (um Verzeichnisse zwischen mehreren Computern synchron zu halten)
  • Netzlaufwerke backupen
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer
  • beliebige Anzahl Endgeräte
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology)
  • Online Speicher als Laufwerk anbindbar
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung
  • Sharing und Streaming

JustCloud

Den ersten Versuch startete ich mit JustCloud. Nach 300 GB habe ich aufgehört, es fängt sehr günstig an, man kriegt 50-70% Rabatt braucht aber x-Zusatzservices die alle extra kosten, wie Versionierung, schnellere Up- und Downloads, zusätzliche Clients, Backup von Netzlaufwerken usw. War mir sehr schnell zu blöde. Toll ist die Money-Back Garantie, das Geld wurde bis auf eine kleine Gebühr zurückbezahlt. Nach ein paar folgenden Marketingmails musste ich noch mal sagen, dass ich Ruhe vor ihrem Produkt möchte und seither klappt es

bitcasa

Einen weiteren Versuch startete ich mit bitcasa, ein sehr gutes Produkt welches bei mir auch einen guten Eindruck bezüglich Sicherheit hinter lies. Nach 1.8 TB habe ich das Vorhaben aber abgebrochen

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja ABER System wird instabil
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja sie versprechen 3+ Versionen
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology), ja ABER im Web sind nicht die gleichen Dateien sichtbar wie in den anderen Clients. Die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ja die Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und dedupliziert, dadurch hatte ich das Gefühl der besten Uploadgeschwindigkeit!
  • Sharing und Streaming, ja man kann sogar ganz Musikalben streamen z.B. aufs iPhone
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, ja aber Zugriff mit SyncSoftware wie AllwaySync ist instabil, dito Robocopy

Nachdem ich 1.8 TB hochgeladen habe und dann mit den verschiedenen Clients Zugriff waren im Webclient nicht alle Dateien vorhanden wie auf dem Windows oder iOS Client. Dies verwirrt, die Antwort des Customer-Services auch „Oh that’s a lot of data“. mit dem Tipps im Supportforum kam ich auch nicht wirklich weiter, deshalb hat bitcasa mal Pause. Ich hoffe, dass sich die Situation während der Dauer meines Jahresabos noch verbessert .

Update 10.11.13 Auch mit verschiedenen neuen Client-Versionen (zuletzt  1.1.3.26 de) stürzt das Teil regelmässig ab, sowohl beim Backupen, Mirroring wie auch beim Zugriff auf bitcasa-Laufwerk

Update 20.11.13 Bitcasa hat die Preise erhöht. Mein Unlimited-Paket kostet nun nicht mehr 99$ im Jahr sondern pro Monat –> Account gelöscht

Crashplan

Nächster war crashplan, und wurde nach einer Woche wegen der sehr schlechten Upload-Bandbreite abgebrochen.

  • bezahlbar, ja 48 – 108 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, nur Backup
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja
  • beliebige Anzahl Endgeräte, je nach Vertrag 1 oder 2-10
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, na
  • Sharing und Streaming, na
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, weiss nicht mehr

Update 20.11.13 Websites http://pcloadletter.co.uk/2012/01/30/crashplan-syno-package/ und http://blog.abenker.com/2012/06/17/synology-diskstation-und-crashplan/ etc. mit einer guten Anleitung für Crashplan auf Synology-NAS gefunden

 

OpenDrive

Nun bin ich an opendrive dran und bin bisher (2.5TB) und immer noch zufrieden

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, jein, Download ist auf 100 GB pro Tag beschränkt, mehr ist Kostenpflichtig, sie behaupten auf der Website kulant zu sein….
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja bin im Moment bei 10 Versionen bei einzelnen Dateien
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die iOS-App ist langsam und instabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ? Übertragung erfolgt 128bit verschlüsselt, zusätzlich gibt es auf dem PC einen speziellen Folder, dessen Inhalt bereits auf dem PC verschlüsselt wird und diese Verschlüsselung über die ganze Kette beibehält.
  • Sharing und Streaming, ja nur einzelne Dateien

Software funktioniert unter Windows 8 und 8.1 stabil, kann alle Verzeichnisse und Netzwerklaufwerke backupen oder syncen. Nutzt die ganze Netzwerkbandbreite für den Upload über meinen Internet-Anschluss.

Mein Ranking

  1. Crashplan
    Pro: Synology PlugIn, Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) und Verschlüsselung Neg: iOS App
  2. OpenDrive
    Pro: Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) Neg: iOS App und Verschlüsselung

Nach Puerto Montt 27.10. – 4.11.2002 (53’900 km)

Wieder in Los Andes

Nach unserem Trip in den Norden durften wir bei unseren Freunden in Los Andes auf Hubis Bruder Michel und dessen Freundin warten. Diese 2-tägige Wartezeit wurde uns mit viel Essen und Ausflügen (wir sind auf den magnetischen Baum nicht reingefallen!) versüsst. Mit einem feinen Znacht wollten wir uns bei der Familie bedanken, doch Aurelio machte uns sprichwörtlich einen Strich durch die Rechnung. Claus: Du hast Recht behalten.
Am Sonntag morgen fuhren wir dann gemütlich Richtung Flughafen, der Camper war blitzblank und auch wir waren gerüstet für unseren Besuch. Mit 2-stündiger Verspätung trafen die Beiden schlussendlich ein und ab ging’s nach Los Andes, wo eine Grillparty auf uns harrte. Die herzliche Begrüssung und das überwältigende Fleischangebot versetzten unsere Besucher dermassen in Hochstimmung, dass sie nach der 22-stündigen Reise nicht etwa todmüde ins Bett fielen, sondern frohgemut zu Messer und Gabel griffen und ihre Spanischkenntnisse zum Besten gaben.
Der Abschied am folgenden Tag fiel uns unglaublich schwer, doch wir hatten Maria Eugenia und Aurelio das Versprechen abgenommen, uns zusammen mit Claus und Martha in der Schweiz besuchen zu kommen.

Malalcahuello

Das Wetter spielte wunderbar mit, so dass unsere beiden Gäste im Hostal Swissandina nicht etwa ein Zimmer nahmen, sondern das kürzlich erworbene Hightech-Zelt aufstellten. Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung zum Vulkan, doch leider konnten wir – wegen zu viel Schnee und nicht vorhandenen Schneeschuhe – diesen nicht besteigen, sondern nur auf den gegenüberliegenden Cerro raufkraxeln. Die Aussicht war auch von dort aus wunderbar.
Am nächsten Morgen leitete Petrus Regen ein und laut www.weather.com sahen auch die beiden folgenden Tage nicht besser aus. Wir setzten uns also wieder in Mosquito und fuhren weiter in den Süden.

Los Posones und Villarica

Da eine Wanderung wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht zur Debatte stand, fuhren wir zu einer naturbelassenen Thermalquelle und vergnügten uns in den verschieden heissen Becken. Im La Torre Suiza sahen sich die Besucher dann gezwungen, ein Zimmer zu nehmen oder während der Nacht im Zelt zu ertrinken.
Am nächsten Tag trafen wir dann per Zufall Annette und Josh, Freunde von Freunden aus der Schweiz und mit ihnen verbrachten wir lustige Stunden – natürlich wieder im Thermalbad. Am Abend luden wir dann zum Fondueessen ein, nicht nur Schweizer, sondern auch ein holländisches Paar. Gott sei Dank war der Weisswein sehr gut, so dass am folgenden Morgen niemand unter Kopfschmerzen zu leiden hatte.

Puerto Octay

Wieder unterstützten wir ausgewanderte Schweizer und nächtigten im Zapato Amarillo. Am nächsten Tag, nach einem absolut tollen Zmorgen, machten wir uns gut gestärkt auf, die chilenischen Anden mit den vielen Vulkanen besser kennen zu lernen. Doch da der Frühling noch jung ist, liegt immer noch ziemlich Schnee und so mussten wir uns mit einer Wanderung zum Pass begnügen. Die Aussicht auf die Seenlandschaft war atemberaubend. Der starke Wind verscheuchte uns jedoch ziemlich schnell vom Gipfel.

Nördlich von Santiago 17. – 27.10.2002 (52’000 km)

Die Fahrt von Mendoza über die Andenkette nach Chile stellte sich für Mosquito als Kinderspiel heraus. Wir gehörten zwar sicher nicht zu den Schnellsten, dafür konnten wir gemütlich die wunderschöne Bergwelt und den letzten Schnee auf den Gipfeln bewundern.

Los Andes

Von unseren ecuadorianischen Freunden Martha und Claus erhielten wir die Adresse ihrer chilenischen Freunde, die eine knappe Stunde nördlich von Santiago leben. Dieses Mal klappte es mit der Voranmeldung und wir wurden auch hier mit offenen Armen und vollen Tellern empfangen.
Von Maria Eugenia und Aurelio wurden wir durch die Früchte- und Gemüseanbaugebiete geführt und in die Geheimnisse des Hegens uns Pflegens der Plantagen eingeweiht. Uns gefielt natürlich auch der Teil der Essenszubereitung, wie z.B. geröstete Mandeln, eingelegte Essiggurken und Oliven, um nur Einige zu nennen. Nach 2 Tagen bei der Familie wurden wir auch von den Hunden akzeptiert, deren gibt es 6!
Nach Argentinien dachten wir eigentlich, dass wir in Chile ein Diät- und Erholungsphase einschieben könnten, aber weit gefehlt. Wir finden uns nun halt mit spannenden Hosen und einem konstanten Schlafmanko ab.

Die Wüste lebt

Von unseren Gastgebern erfuhren wir, dass die Wüste im Norden Chiles am Blühen sei, dieses Phänomen gibt es nur alle 4-5 Jahre (siehe El Niño). Da im Juni und Juli genügend Regen gefallen ist, stehen seit September die verschiedensten Pflanzen in voller Blüte. Zusammen mit Maria Eugenia und ihren 3 Freundinnen machten wir uns auf den Weg nach Vallenar. Die etwas mehr als 600 km schafften wir in einer 9-stündigen Nonstop-Fahrt, unsere persönliche Bestleistung! Am nächsten Tag machten wir uns dann zuerst noch mit einem Führer auf, die Wüste zu erkunden. Doch schon nach knapp einer Stunde riss der Keilriemen des Fahrzeugs und wir sahen uns gezwungen, Patricio und sein Auto zurück zu lassen und auf eigene Faust weiter zu fahren. Hubi musste sich halt in den offenen Kofferraum zwängen, damit wir alle 6 Platz im Auto hatten. Wir verbrachten einen wunderschönen und äusserst lustigen Tag, sahen sogar noch einen Fuchs und eine als Puma verkleidete Katze…

La Serena

Für den Rückweg nahmen wir uns etwas mehr Zeit und legten deshalb einen 2tägigen Halt in La Serena, einem Baderessort ein. Auf dem Campingplatz am Meer trafen wir auf zwei kanadische Studenten, die die chilenischen Bienen erforschen. Mit ihnen verbrachten wir einen äusserst vergnüglichen Abend bei Spaghetti und chilenischem Wein.
Kurz vor Los Andes trafen wir dann wieder auf Francine und Rejean, die wir das letzte Mal in Cusco, Peru, gesehen hatten – natürlich knallten auch hier die Korken.

In Belize 13. – 18.02.2002 (32’900 km)

Corozal

Schon gleich nach der Grenze findet man sich in einer völlig anderen Welt wieder. Hier befindet man sich wirklich in der Karibik, die Bevölkerung besteht aus Mestizen und Kreolen. Die grosse Armut ist unübersehbar, ab und zu kommt ein Strassenhändler bei uns vorbei und will Eis, Schnitzereien, Orangen oder sonst etwas verkaufen.
Wir stehen in der Mitte der Stadt gleich am Meer.

Orange Walk und Lamanai

Auf unserer Route lag Orange Walk, von hier aus unternahmen wir eine 4 stündige Bootstour auf dem New River nach Lamanai einer Maya-Ruinenstätte. Unser Guide erklärte uns alles haarklein und sogar das Essen war schmackhaft.
Zuerst stellten wir unsere Camper uns auf den Zirkushügel bzw. das Fussballfeld, nach einer Weile kam dann aber ein Gemeindeangestellter vorbei und fragte, ob wir denn bereits die Stand-Erlaubnis eingeholt hätten. Hatten wir natürlich nicht, da wir der Meinung waren, dass dies der Tourverkäufer für uns machen würde. Hubi ging aber schnell zum Bürgermeister, welcher uns dann gleich nebenan einen Platz zuteilte – kostenlos.
Die Belizianer sind ein wahnsinnig freundliches und hilfsbereites Volk. Erstens grüssen alle freundlich (im Gegensatz zu den meisten Mexikanern) und dann heisst es nicht einfach „No, geht nicht!“ und der Schalter schliesst sich. Nein, meistens geht es irgendwie oder wenn nicht, dann finden sich ein paar Helfer für die Suche nach einer geeigneten Lösung.

Guanacaste National Park

Hier liessen wir uns für die Nacht auf dem Parkplatz nieder und genossen den gemütlichen Spaziergang über die Dschungelpfade und noch mehr das spätere Baden im Fluss.

San Ignacio oder „Gerald und der Dieselmann“

Für die Nacht liessen wir uns zwischen dem Markplatz und einem Fluss nieder. Während Hubi und Bibi die in der Nähe gelegenen Ruinen erkundeten
(= maladis ruinas acutis), kam ein Typ vorbei und wollte von Gerald Geld für die Übernachtung einkassieren, das mit der Begründung, er sei der Besitzer des Grundstücks. Gerald, nicht auf den Mund gefallen, erklärte, dass die Zwei mit dem Geld gerade nicht da wären, er solle später wiederkommen. Natürlich blieb der Mann von der Bildfläche verschwunden…
Später kam dann noch der „Dieselmann“ vorbei. Er hätte aus der Freihandelszone zwischen Mexiko und Belize 200l günstigen Diesel mit dabei aber sein Abnehmer in San Ignacio sei gerade nicht aufzufinden. Damit nicht genug, er und sein Bruder hatten nur Benzin für die Hinfahrt gehabt und brauchten jetzt unbedingt Geld für die Rückfahrt, ob wir denn nicht Diesel abkaufen wollten. Da uns das zuviel war, selbst Gerald hat nicht soviel Stauraum, bot er an, uns 40l in Kanistern zu verkaufen. Hubi war das Ganze von Anfang an suspekt, aber Gerald meinte, 40l könnte er schon noch gebrauchen und so händigte er ihm 10 US$ aus, um des Dieselmanns Auto mit Benzin zu füllen, damit dieser dann das Diesel bei uns ablieferte. Als Pfand liess Dieselmann seine Tasche mit Kleidern zurück. Das mit Diesel beladene Auto hatten die beiden Brüder etwas ausserhalb der Stadt stehen lassen, weil sie nicht mit so viel Sprit und ohne Autoversicherung in die Stadt rein fahren dürfen. Soweit so gut, der Dieselmann machte sich also auf den Weg.
Etwa eine Stunde später kam er zurück und verkündete, dass leider seine Kanister leckten. Gerald nicht faul, nahm aus seinem Anhänger zwei grosse Kanister sowie den Fourwheeler raus und sagt dem Typen, er solle hinten aufsitzen, er käme jetzt mit. Da der Deal nicht ganz legal war, wollte der Dieselmann noch bis zum Einnachten warten, weil dann weniger Polizei unterwegs sei. Als sie dann losfuhren, hatte die Fähre, welche eine Abkürzung von 20 -30 km zum Auto bedeutet hätte, schon zu und so konnten sie nicht zum Diesel gelangen. Gerald war natürlich „etwas“ sauer und wollte nun den ganzen Handel absagen. Nur leider hatte der Dieselmann das Geld bereits seinem Bruder für die Benzinfüllung ausgehändigt. Nun legte der Dieselmann aber los und sagte, er wolle nicht einen schlechten Eindruck von Belize hinterlassen und uns nicht enttäuschen, er fahre jetzt mit dem Bus los und hole den Diesel auf diesem Wege. Leider brauchte er aber dafür noch umgerechnet 2.50 US$ für die Fahrt. Erst nach längerem bitten und betteln, rückte Gerald mit dem Geld heraus.
Alle diejenigen, die Hubi kennen, können sich bestimmt vorstellen, dass dieser vor Lachen fast gestorben ist. Er wälzte sich derart heftig, dass sich Birgit schon Sorgen um sein Wohlergehen machte – aber man(n) darf sich für 12 Dollar doch wenigstens amüsieren oder nicht?
Dieselmann wollte dann noch eine Zigarette für auf den Weg, welche Birgit im auch ohne Weiteres geben wollte. Aber da war in der Zwischenzeit noch so ein jugendlicher Schnösel da gewesen und hatte sich die Zigaretten unter den Nagel gerissen, nur das Etui war zurück geblieben. Dieselmann war äusserst empört über den Vorfall! Anstelle dies als Zeichen zu erkennen, nun endlich das Rauchen aufzugeben, fragte Birgit ihn, ob er Ihr nicht noch eine Packung Zigaretten mitbringen könne. Da wir ohne Kleingeld waren, bot Dieselmann hilfsbereit an, die Zigaretten und das Wechselgeld zu besorgen. Hubi war das dann doch etwas zuviel und so ging Birgit schnell mit, um die Zigaretten zu besorgen. Dieselmann war sich dann nicht zu schade, auch ihr noch schnell 1 US$ für irgendetwas aus der Tasche ziehen zu wollen – glücklicherweise erinnerte sie sich rechtzeitig an Hubis Killerblick und der Dieselmann ging diesmal leer aus.
Dem Dieselmann muss dann wohl ein Unglück zugestossen sein, weil er bis zu unserer Abreise am nächsten Morgen nicht wieder aufgetaucht ist. Der diebische Schnösel besass doch aber tatsächlich noch die Frechheit, uns am nächsten Tag eine Bootstour anzubieten – Sachen gibt’s.
Sonst aber ist San Ignacio eine hübsche und ruhige Stadt.

In Los Angeles 2. – 9.11.2001 (24’300 km)

Los Angeles

Mit einer Katze auf dem Schoss, einer weiteren auf der Tastatur sqfvbfrkigböpk,àè und einem Hund, der am Hosenbein zerrt, lässt sich der Beitrag über Los Angeles nicht ganz so schnell schreiben.
Wir befinden uns bei Hubis Cousine Susi und versuchen uns von den Reisestrapazen zu erholen. Es tut mal wieder richtig gut, einen Nichts-Tun-Tag einzulegen, Wäsche zu waschen, mit den Viechern zu spielen und Gott einen lieben Mann sein zu lassen. Susis Wohnung ist unsere Oase, denn der Verkehr auf den Strassen ist absoluter Wahnsinn. Autofahren erfordert ganze Konzentration und den Beifahrer dünkt es, als könnten nur Schweizer „richtig“ fahren…(das ist auf jeden Fall, was er zu hören bekommt).

Was haben wir schon alles gesehen: Nun, Bratt Pitt scheint nicht in der Stadt zu sein und auch Julia Roberts haben wir noch nicht getroffen, aber wir hoffen täglich, doch noch einen Superstar vor die Linse zu bekommen. Am Venice Beach sind wir natürlich auch schon entlang gewandert und haben all die Verrückten bewundert und der Santa Monica Promenade haben wir ebenfalls einen Besuch abgestattet.

3 Tage waren mit Arbeiten am Camper ausgefüllt. Der Kühlschrank kühlt zum Glück wieder, aber weder Luft-, Öl- oder Dieselfilter konnten wir bisher bekommen und wir haben wohl jeden Foreign Car Parts-Händler in L.A. besucht.
Die Ursache des komischen Geräusches am linken Vorderrad konnte immer noch nicht gefunden und vor allem behoben werden. Die „Spezialisten“ sagen uns, dass das nichts sei und dass wir damit ruhig herum fahren können.
Unterdessen haben wir uns auch mit Karten für die weitere Strecke, Mittel- und Südamerika, ausgerüstet und können nun den weiteren Verlauf der Reise genauer planen.
Die nächsten paar Tage werden wir mit Sightseeing verbringen, es warten die Universal Studios, Disney Word, der Hollywood Boulevard mit den Sternen und noch vieles mehr auf uns!

Susi und ihre Wohngenossin Ludy kümmern sich rührend um uns. Letztes Wochenende schleppten sie uns an die Party des ungarischen Clubs. Die Fete stand unter dem Motto „Halloween“ und etliche Besucher erschienen verkleidet, dem Gewinner der Kostümparty winkte eine 100 Dollarnote. Obwohl wir uns origineller weise als Schweizer verkleideten, erhielten wir nicht einmal einen Trostpreis. Dafür versuchten uns die amerikanischen Kolleginnen mit Bier abzufüllen, doch wir trinkfesten Europäer sassen noch am Tisch während die anderen bereits darunter weilten oder über die männlichen Gäste herfielen.
Natürlich revanchieren wir uns für diese Gastfreundschaft und bekochen unsere Gastgeber fürstlich (siehe „Kulinarisches“), die Reaktionen auf die Schlemmereien sind jeweils den Aufwand wert.

Nach Salt Lake City 9. – 12.10.2001 (20’100 km)

Dinosaur National Monument

Der Weg nach SLC führte uns durch Colorado. Wegen Schneefall mussten wir den Rocky Mountain National Park auslassen und über eine Alternativ-Route nach Utah fahren.
Unterhaltung kam aber auch auf dieser Strecke nicht zu kurz, haben wir doch den Dinosauriern noch einen Besuch abgestattet.

Wieder einmal ein Ölwechsel…

Wollt Ihr die Geschichte wirklich hören?
OK, hier kommt sie: Wir fuhren diesmal beim Schmier-Affen vorbei. Ja, so heisst der Laden, Grease Monkey. Hubi erklärte dem jungen Herrn am Empfang, genau was wir wünschen und los ging’s. Noch Flugs den Ölfilter in die Hand gedrückt (davon führen wir mittlerweile einige mit) und 15 Minuten später war die Sauce gewechselt, alles geschmiert, jegliche Flüssigkeiten aufgefüllt, der Reifendruck, die Scheibenwischer und alle anderen abnützungsempfindlichen Zonen überprüft. So mögen wir das.

Erste Schritte 5 – 13.07.2001 (0 km)

Abreise in der Schweiz

Unsere überstürzte Abreise: Donnerstag, 5.7.01, morgens um 04:50 wurden wir von Mama Zumwald geweckt und gefragt, ob wir denn nicht das seit längerer Zeit an der Türe Sturm läutende Taxi nehmen wollen… Kein Problem für uns, hatten wir doch noch ganze 14 Minuten um den Zug nach Kloten zu erwischen.
Das zweite Missgeschick folgte dann auch gleich auf dem Fusse – wir blockierten vor lauter Aufregung die SIM-Karte unseres Handys… aber auch diese Hürde haben wir mehr oder weniger elegant gemeistert.

Ankunft in Washington

Trotz dieser Handicaps schafften wir es tatsächlich bis nach Washington in unser Hotel. Vier volle Tage durften wir uns dem Sightseeing widmen, was wir auch voll ausgekostet haben! Weder das Weisse Haus, das Capitol, das Lincoln-Memorial, noch das Holocaust-Museum wurden – um nur einige zu nennen – von uns verschont und das bei 30 Grad im Schatten!

Dann endlich die glückliche Nachricht: Unser Camper erwartet sehnsüchtig seine Abholung! Am nächsten Tag (10.7.01) schon nahmen wir den Zug von Washington nach Baltimore und schlugen uns zum Hafen durch.
Die Zollformalitäten waren ziemlich schnell geregelt und wir düsten Richtung Norden los. Als erstes mussten wir das Propan-Gas sowie den Wassertank auffüllen lassen, was gar kein so einfaches Unterfangen darstellte. Nach zwei-drei Stunden waren wir aber fully equiped (wir hatten schon Essen an Bord) und machten uns auf die Suche nach einem gemütlich Plätzchen, um unseren Camper richtig einzurichten und ihn auf etwaige Schäden zu untersuchen. Im Susquehanna-State-Park fanden wir kurz darauf eine tolle Bleibe (sogar mit Strom!) und vielen kleinen Mitbewohnern wie Hasen, Rehe, Glühwürmchen, Spinnen etc.
Zwei Tage später waren wir on the road again zu Verwandten im Staate New Jersey.