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Der Tiger ist los

Tigerkuchen

Tigerkuchen

A. wollte diesmal einen Tigerkuchen zum Geburtstag. Dazu haben wir einen Teig für den Rasen (grün) gemacht, einen weiteren Teig für den Körper, die teile des Körpers mit Buttercreme verklebt und dann mit farbiger Buttercreme verziert:

Körper

  • 4 Eier
  • 200g Zucker
  • 200ml Orangensaft
  • 1.5 Tl Kakaopulver
  • 200ml Öl
  • 300g Mehl
  • 1Pck. Backpulver

Die Zubereitung ist denkbar einfach

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren
  2. Mehl und Backpulver dazugeben
  3. 2/3 des Teigs in eine 24er Springform geben
  4. in den restlichen Drittel 1.5 TL Kakaopulver geben und in den Teig in der Springform vorsichtig einrühren, so dass sich Streifen bilden
  5. Anschliessend in den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  6. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen
  7. Vor dem Schneiden noch etwas in den Kühlschrank, damit es nicht so bröselt
  8. Dann den Deckel abschneiden, wieder aufsetzen und die Tiger/Katzenform ausschneiden

Das Rezept für den Boden habe ich aus verschiedenen Quellen im Internet, es wird auch Wunderrezept genannt. Der Boden ist locker, dennoch stabil und schmeckt . Der Teig ist durch die Verwendung anderer Flüssigkeiten z.B. Apfelsaft … leicht abzuwandeln.

Rasen

  • wie Körper
  • zusätzlich etwas blaue/grüne Lebensmittelfarbe anstelle des Kakaopulvers

Zubereitung

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren,
  2. Lebensmittelfarbe,  Mehl und Backpulver dazugeben
  3. Teig in eine 24er Springform geben
  4. In den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  5. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen und in den Kühlschrank
  6. Deckel abschneiden, wieder aufsetzen

Buttercreme für Grundierung und Verkleben

Reicht um die Cake-Schichten etwas zu verkleben und Unregelmässigkeiten etwas auszubessern (ca. 260 g Buttercreme).

  1. 100g weiche Butter und 160 g Puderzucker in die Rührschüssel geben
  2. Jetzt die Masse mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Verstreichen.

Körper zusammenbauen

  1. Zwischen die Teigschichten etwas Buttercreme geben, aufeinanderstellen
  2. Mit der Buttercreme Unebenheiten ausbessern und zusammenkleben, was zusammengehört.
  3. Ohren ggfs. mit Zahnstocher fixieren

Pelz

  • 600g Butter
  • 980 g Puderzucker
  • Lebensmittelfarbe orange/gelb

Zubereitung

  1. Butter, Puderzucker und Lebensmittelfarbe in die Rührschüssel geben
  2. Mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Spritzen
  4. Mit einem Spritzsack den Körper verzieren
  5. ev. noch etwas Buttercreme mit Kakaopulver versehen für dunkle Streifen

Nase, Augen

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  1. Aus Marzipan und braunen Smarties. Nach dem verzieren mit Buttercreme anbringen ggfs. mit Buttercreme wieder ausbessern

 

Equipment

  • Küchenwaage
  • Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Rühraufsatz
  • Spritzsack mit Aufsatz für den “Pelz”
  • Springform 24cm

Hinweise

  • Bei der Lebensmittelfarbe Pulver-, Pasten- oder Gelfarben verwenden. Bei flüssigen Farben kann sich die Creme trennen
  • Ist die Buttercreme zu weich dann ein paar Minuten kühl stellen oder mehr Puderzucker beigeben
  • Ist die Buttercreme zu steif und lässt sich gar nicht verteilen oder spritzen, dann Masse länger bei Raumtemperatur stehen lassen, mit den Händen im Spritzsack erwärmen oder Teelöffelweise warmes Wasser beigeben bis Konsistent wie gewünscht

 

Am Meer 8. – 16.12.02 (60’700 km)

In Mar del Plata

Wir benötigten 3 Tage, um die 1’500 km Distanz zwischen Bariloche und unserem Zielort Mar del Plata zu überbrücken. Diese Fahrt hatte ein grosses Highlight: das verwunschene Tal oder Valle encantado. Anschliessend fuhren wir stundenlang durch die Pampa, die einzige Abwechslung für Auge und Geist waren die vielen verschiedenen Vögel, die wir – als Hobby-Ornithologen – uns bekannten Vogelarten zuzuordnen versuchten.

Nur ein paar Kilometer ausserhalb Mar del Platas fanden wir dann einen gemütlichen und ruhigen Campingplatz gleich am Meer. Und nun machten wir uns eifrig daran, unsere Rundreise in Brasilien, den eventuellen Karnevalbesuch in Rio und die Rückreise nach Europa im März zu planen und gegeneinander abzustimmen.
Die paar Abstecher in die Stadt waren dazu bestimmt, unsere Garderobe aufzufrischen, da diese nach 1½ Jahren reisen langsam etwas heruntergekommen aussieht. Nebenbei galt es sich ohne Sonnenbrand zu sonnen, ohne zuzunehmen die besten Restaurants zu besuchen, ohne überfahren zu werden die lokalen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und trotz Stromausfall an unserer Homepage eine Auffrischung durch zu führen.
Mar del Plata liegt etwa 400 km südlich von Buenos Aires und ist das grösste Baderessort Argentiniens. Trotz einer halben Million Einwohnern (während der Urlaubszeit über 2 Millionen), Hochhäusern und einer schrecklich stinkenden Fischmehlfabrik im Hafengelände, hat man es geschafft, ein angenehmes Ferienklima zu erhalten.
Doch zurück zu unserem Campingplatz: Wir waren Freitagmorgen gerade gemütlich mit Ausschlafen beschäftigt, als auf einmal 15-20 riesige Autobusse auf den Platz gefahren kamen und Tonnen von Menschen auswarfen. Innert kürzester Zeit war der leere Platz mit Zelten und Leuten übersäht, Stunden später leider auch mit Abfall. Die Leute waren Mitglieder einer Arbeitergewerkschaft, die tagsüber in Form von Demonstrationen der Regierung ihre Meinung sagten und abends mit ihren mitgebrachten Familienangehörigen (vom Baby bis Urgrossmutter) voller Lebensfreude feierten. Als partyfreudiges Volk bekannt, gaben sie sich auch hier keine Blösse und liessen am Ankunftstag bis 2 Uhr früh äusserst laute Musik spielen. Doch am Samstagabend kam es noch besser. Der Musikkassetten-Beauftragte muss wohl im Laufe des Tages abgereist sein, weil bis etwa drei Uhr früh immer die gleiche Kassette abgespielt wurde, danach wurde es besser, weil ein findiger Kopf auf Radio wechselte; so wurde dann auch zwischen durch zu Verkehrsmeldungen getanzt. Wie der Leser zu Recht annimmt, taten auch wir bis 6:00 Uhr früh kein Auge zu…
Doch der Argentinier ist nicht nur ein aktiver Nachtmensch, denn sobald die Sonne scheint, setzt er sich alleine oder in Gesellschaft nach draussen an die Sonne, mit einem Thermoskrug heissem Wasser und seinem Mate bewaffnet (Mate: siehe Reisebericht Nach Salta). Oft geht er dann auch noch ein bisschen weiter und fängt am nächsten Grillplatz an zu grillen. So roch es auf unserem ehemals gemütlichen und ruhigen Campingplatz schon von morgens 9 Uhr bis morgens (nachts?) 4 Uhr nach gegrilltem oder verbranntem Fleisch, wobei das Grillfleisch hier, wie schon einmal erwähnt, nicht unbedingt unseren Vorstellungen entsprechen muss. Wir konnten uns elegant jeglicher Einladung entziehen, indem wir uns entweder in der Stadt Einkaufsorgien hingaben oder uns im Innern des Campers verschanzten.

Abschied von Costa Rica 23.06. – 3.07.2002 (40’800 km)

Die letzten Tage verbrachten wir in Playa Jaco. Dieser kleine Touristenort liegt in der Nähe vom Hafen Puerto Caldera, von wo aus wir unser Auto nach Guayaquil in Ecuador verschifft haben.
Nachdem wir in San Jose unsere Verschiffungspapiere erhalten und die Verschiffung bezahlt hatten, hiess es Abschied nehmen von Mittelamerika, auf nach Südamerika!

Mechaniker in Costa Rica

Um auch das Fahrzeug für Südamerika zu rüsten, haben wir einmal mehr einen Ölwechsel machen lassen. Ausgerüstet mit dem passenden Zubehör, erwarteten wir eigentlich keine Probleme, aber weit gefehlt, denn der Mechaniker vermurkste den Kopf der Ölablassschraube, so dass diese nicht mehr zu lösen war. Nachdem auch die Rohrzange versagt hatte, kam ein findiger Mann auf die Idee, eine grössere Mutter auf dem Schraubenkopf zu schweissen. Als nach längerer Suche Schweissgerät und Zubehör gefunden waren, stellte sich heraus, dass sich Schraube und Mutter nicht verschweissen liessen. So griff man zu guter Letzt zu Hammer und Meissel. Bald danach floss das Öl wie gewollt und es wurde sogar eine passende Ersatzölablassschraube gefunden, so dass wir die nächsten 2-3 Ölwechsel ohne Probleme überstehen sollten.
In der gleichen Garage liessen wir auch gleich noch die Räder rotieren und da fand ein Mechaniker tatsächlich den Grund für das uns seit Kalifornien ärgernde Geräusch. Und nicht nur das, das Problem wurde auch gleich behoben! Immer wieder haben Mechaniker (3 in den USA, 1 in Mexiko, 1 in Guatemala und 1 in Costa Rica) nach der Ursache geforscht, viele Schrauben wurden nachgezogen, aber immer kam das klopfende Geräusch nach ein paar Hundert Kilometern wieder. Nun scheinen wir endlich Ruhe zu haben.

Überraschende Kreditkartenabrechnung Teil II

Von der Kreditkartengesellschaft wurde uns, per Mail, mitgeteilt, dass die Lauselümmel in Mexiko nochmals mit weiteren CHF 3’500.– zugeschlagen hatten, bevor wir die Karte sperren konnten. Insgesamt wurde also für mehr als CHF 12’000.– eingekauft und das auf unsere Kosten. Ja, ja, wenn wir so mit dem Geld um uns werfen würden, dann wären wir schon lange wieder zuhause. Dies ist wohl sehr wahrscheinlich der Grund, warum die Gauner in Mexiko unser Geld ausgegeben haben und nicht das ihre.
Das war die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass die Kreditkartengesellschaft diesen Betrag in den letzten Tagen gutgeschrieben hat und das innerhalb 14 Tagen – Chapeau!

Wie heisst es so schön: „VISA, die Freiheit nehm ich mir!“

Am Arenalsee 29.05. – 2.06.2002 (38’000 km)

Der Vulkan

Als wir vom Strand Richtung Vulkan Arenal fuhren, rechneten wir eigentlich nicht damit, den Vulkan zu Gesicht zu bekommen, da sich dieser gerne in den Wolken verbirgt und das besonders jetzt in der Regenzeit.
Aber weit gefehlt! Kaum hatten wir freie Sicht auf den Arenalsee, hatte ihn Birgit auch schon erspäht. Majestätisch sass er am andern Ende des Sees – tiefblauer Himmel und grüne Hügel bildeten einen zauberhaften Kontrast zum Braun-Grau-Schwarz des Vulkans. Zufrieden, diesen auch abhacken zu können, suchten wir uns einen Platz für die Nacht.
Während der Fahrt um den See fühlten wir uns fast wie Zuhause. Eine saftig grüne Hügellandschaft umgibt den See, schwarz/weisse Kühe weiden überall und zwischendurch feiner Nieselregen. Dies haben viele Europäer entdeckt und so findet man rund um den See italienische Restaurants, deutsche Bäckereien und nicht zu vergessen: Klein Helvetien.
Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, dem deutschen Restaurant in Arenal einen Besuch abzustatten und uns den Bauch mit Bratwurst mit Sauerkraut, Brot und Senf zu füllen – mhmmm, lecker.

Eine Nacht verbrachten wir mit unseren englischen Freunden, die wir in Guatemala kennen gelernt hatten und die auch mit dem Camper unterwegs sind, zu Füssen des Vulkans. Zu viert sassen wir nun gemütlich in unseren Campingstühlen, den Feldstecher in der einen, eine Pina Colada in der anderen Hand und schauten zu, wie der Arenal Rauchwolken ausstiess und dazu Geräusche machte, die an eine Dampflokomotive erinnerten. Nach dem Einnachten fing das Spektakel aber erst so richtig an: Grosse, den Kegel hinunter kullernden Lava- und Gesteinsbrocken hinterliessen feuerrote Spuren, aber das besondere Highlight war die Lava-Eruption, bei der richtige Feuerwolken aus dem Krater aufstiegen und an ein Feuerwerk erinnerten. Wir stellten fest, dass sich der Vulkan immer dann regte, wenn jemand von uns duschen oder Kaffee machen ging…

Die darauf folgende Nacht verbrachten wir in Los Lagos, einem Vergnügungs-Ressort mit heissen Quellen, Wasserrutschbahnen, Krokodilteich etc. Während den kurzen Regenschauern liessen wir uns also aufheizen und probierten alle Rutschbahnen aus. Mit von der Partie war eine Horde junger Amerikaner/innen, die sich an der Poolbar langsam betranken und das Rumpeln des Vulkans übertönten.

Honduras 29.04. – 13.05.2002

centro
Am Zoll und der 1. Plattfuss
Der 2. Plattfuss und Copan
Ans Meer und zurück
Nach Nicaragua

Der Tourismus befindet sich im Aufbau, Ruinen vergangener Kulturen und schöne Strände.

Einreise: 29.04.02 Nueva Ocotepeque, aus El Salvador
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 35’900
Einreise-Formalitäten: Diese waren so aufwendig, dass wir da gleich einen Beitrag daraus gemacht haben.
Ausreise-Formalitäten: Nach dem Einreiseerlebnis nahmen wir gleich die Hilfe eines Tramitadores in Anspruch. In Rekordzeit schleuste er uns zur Migracion, wo wir unseren Ausreisestempel, gratis, erhielten.
Mit dem Auto war es fast genau so einfach: Zuerst mussten wir bei einer Frau einen weissen Zettel holen und dafür gaben wir das Formular ab, welches wir bei der Einreise erhalten hatten. Mit dem Zettel liefen wir gleich in das  Büro nebenan zu einem Mann und liessen diesen den Zettel unterschreiben. Zurück zu der Frau, diese trug nun das Auto aus dem Pass aus, dann suchten  wir einen anderen Mann auf, um wieder einen Stempel zu erhalten. Den machte unser Grenzhelfer, wegen Abwesenheit des Mannes, gleich selber auf den Zettel und in den Pass. Anschliessend ging es wieder zu dem Mann von vorhin, der den Stempel im Pass unterschrieb. Nun fehlte auf dem Zettel nur noch der Stempel von einem anderen Herrn und fertig waren wir. Den Zettel brauchten wir, um zum nicaraguanischen Zoll zu wechseln.
Ausreise: 13.05.02 Las Manos nach Nicaragua gefahrene Kilometer seit Reisbeginn 36’900

Am See 1. – 8.04.2002 (34’400 km)

Am Atitlan-See

Um uns von den Strapazen in Antigua zu erholen, fuhren wir nach Panajachel am Atitlan-See. Entstanden ist dieser nach Vulkanausbrüchen vor einigen Jahrtausenden, dabei wurde so viel Lava in die Luft geschleudert, dass die darüber liegende Erdschicht zusammenbrach.
Heute hat man von den Ufern des Sees einen fantastischen Ausblick. Beim Anblick der umliegenden Vulkane wird man das Gefühl nicht los, das jederzeit ein Dinosaurier aus dem Gebüsch springen könnte. In den Reiseführern und von anderen Reisenden gewarnt, wagten wir einem Ausflug zum Dorf San Pedro auf der anderen Seeseite. Laute Musik, Drogen, Hippies, Aussteiger und von noch viel mehr soll es dort nur so wimmeln. Dort angelangt trafen wir auf ein hübsches Dorf in einer reizenden Umgebung, wo sich, wie versprochen, ein paar Ausländer niedergelassen hatten, um sich mit Restaurants, Bars und sonstigem Allerlei ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Von Sodom und Gomorra war aber weit und breit keine Spur und so kehrten wir enttäuscht am Nachmittag wieder nach Panajachel zurück.

Bei einem ausgewanderten Ostdeutschen liessen wir Mosquito gründlich abschmieren und einen zusätzlichen Haken für den Auspuff anfertigen, damit der Auspuff nicht immer geschweisst werden muss.

Schon bald geht die Fahrt weiter in die Berge, wo wir einen Japaner besuchen wollen, den wir in Antigua kennen gelernt haben. Er arbeitet in einem kleinen Indigena-Dorf an einen von Japan gesponserten Landwirtschaftsprojekt, und baut Zwiebeln und Knoblauch an. Da wir da gleich in der Nähe der mexikanischen Grenze vorbeikommen, gehen wir nochmals unsere Fahrzeugerlaubnis auffrischen, damit wir, wenn Wale und Nicole zu Besuch kommen, nicht gleich wieder ausser Landes müssen.

In Antigua 28.02. – 6.03.2002 (33’700 km)

Erste Tage in Antigua

Bevor wir überhaupt in Antigua eintrafen, hatten wir schon genaue Vorstellungen, wo wir Spanischunterricht nehmen und bei welcher Familie wir wohnen wollten. Das haben wir Silvia und Daniel, 2 Bernern, die mit dem Motorrad entlang der Panamericana reisen, zu verdanken. Von einander gehört hatten wir über Jochen und Tom und dank der modernen Technologie, dem Internet. Getroffen haben wir uns bis heute nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Also eben, durch regen Email-Austausch haben die Beiden uns ihre Schule und auch ihre Familie in Antigua bekannt gegeben. Also fuhren wir zuerst zu der Familie, stellten aber schnell fest, dass sich entweder der Torbogen oder Mosquito bleibenden Schaden aus einem Einfahrversuch zuziehen würde. So, dachten wir, dann werden wir das Problem „Parkieren“ mal an die Schule delegieren.
Da die Strassen in Antigua aus einer Art Kopfsteinpflaster bestehen und viele Strassen mit Steinpfeilern die Durchfahrt grösserer Fahrzeuge verhindern, liessen wir unser Auto für einmal stehen und machten uns zu Fuss auf die Suche nach der Schule. Dort angekommen, wurden wir vom Direktor Marcos ganz freundlich begrüsst und wir erzählten ihm von unserem Begehr nach Schule, Unterkunft und sicherem Parking. Kurzerhand rief er sämtliche Familienmitglieder (die haben wirklich grosse Familien hier in Guatemala) an und schickte alle zum Torbogenhöhe und -breite messen.
Während wir auf die Messergebnisse warteten, widmete sich Marco dem Schule-Anpreisen und zeigte uns mal seine offizielle Kurs-Preisliste. Wir röchelten nach Luft, denn 410 US$ für 3 Wochen à 5 Tage mit je 6 Stunden Einzelunterricht und das pro Person, nimmt wohl jedem den Atem. Wir erzählten ihm dann von unseren Busenfreunden, Silvia und Daniel, wie sehr ihnen die Schule gefallen habe und so weiter und so fort. Marcos erklärte sich dann sofort bereit, uns zu den gleichen Bedingungen unterrichten zu lassen. So einigten wir uns auf den Preis von 250 US$, den die zwei sich sicher hart erkämpft hatten. An dieser Stelle: Gracias Silä u Dänu.
Unterdessen stellten wir fest, dass alles Messen nichts half, wir sind einfach zu hoch. Da aber kam Gustavo zum Zuge, der da auch so rum sass. Es gibt überall immer wieder Leute, die sich im Rumsitzen üben. Er kannte den Besitzer einer Werkstatt, auf dessen Gelände schon zwei Wohnmobile stehen. Gegen den bescheidenen Betrag von 20 Quetzales – der Quetzal ist neben dem Wappenvogel und auch die Währung von Guatemala – also etwa für CHF 4.00 am Tag, könnten wir Mosquito dort sicher parkieren. Damit fiel unser Plan, im Auto zu leben und bei einer Familie zu essen, ins Wasser. Aber, das macht nichts, denn wir sind ja so unheimlich flexibel – man wird das auf einer Reise.
Bevor wir eine Leidensmine wegen den Kosten für einen Monat Parkieren aufsetzen konnten – wir wollen nämlich bis nach Ostern in Antigua bleiben, da in dieser Zeit wunderbare und weltweit berühmte Semana Santa-Umzüge stattfinden -, griff Marcos zum Taschenrechner und erklärte feierlich, dass er während unseres Schulaufenthaltes (ganze 3 Wochen) für die Kosten des Parkings aufkommen werde. Wow, das hat uns unglaublich gefreut!
Mit dem Sohn des Werkstattbesitzers haben wir dann ausgemacht, dass wir die ganze Zeit für den Preis von drei Wochen stehen dürfen – gewusst wie.
Dann haben wir unser Quartier bei einer Familie bezogen. Gleich zu Beginn fiel uns das fehlende Privatbad auf und auch, dass der Raum etwas gar finster war. Ja, ja, von unserem Mosquito sind wir halt schon etwas verwöhnt.
Zurück beim Schuldirektor liessen wir uns dann ein neues, helles Quartier mit Privatbad und eigenem Balkon vermitteln. So kommt es, dass wir am 27. Februar unser erstes Quartier bezogen und 4 Tage später schon wieder umgezogen sind.

Wie viele weitere Familien werden folgen? Werden die Lehrer unseren hohen Ansprüchen genügen? Wer wird auf der Strecke bleiben? Mehr, bald auf dieser Website….

Weiter nach Antigua 21. – 27.02.2002 (33’700 km)

Von Flores zur Finca Ixobel

Die Insel Flores im Peten Itza See, mit dem gleichnamigen Städtchen, lebt heute hauptsächlich vom Tourismus. Richtig Rast machten wir aber erst auf der Finca Ixobel, die etwa 5 Km südlich von Poptun liegt. Auf dieser aktiven Farm treffen sich seit Jahren viele Rucksackreisende. Hier erholen sie sich (wir auch) in der grünen Umgebung und geniessen die gute Küche. Aber nur zu bald sind die 3 Tage um und die Reise geht weiter Richtung Guatemala City und Antigua.

Weiter nach Antigua

Unterwegs liessen wieder einmal den Auspuff schweissen und verbrachten eine gemütliche Nacht in der Nähe von Rio Hondo, auf dem Parkplatz einer Art Badeanstalt. Leider hatten diese gerade die Becken geleert und so fiel der erfrischende „Abend-Schwumm“ buchstäblich ins Wasser.
Und in diesem kleinen Kaff, 15 km von der Hauptstrasse entfernt, nahm eine komische Geschichte ihren Anfang: Schon kurz nach unserer Ankunft wurden wir von einer Polizeistreife nach unseren Papieren gefragt. Nach deren Überprüfung und einem freundlichen Schwätzchen (Gerald zeigte den schwer beeindruckten Männern seine Hanteln) zogen die netten Polizisten wieder von dannen. Dies ging dann aber den ganzen Abend so weiter! Alle 2 Stunden kam ein Polizeiauto angefahren, immer mit anderer Besatzung, und nahm jedes Mal (insgesamt 3x) unsere gesamten Personalien auf. Sie versicherten uns aber jeweils, dass wir auf dem Platz ohne weiteres übernachten dürften und dass sie auch auf uns aufpassen würden. In der Nacht kamen sie noch ein paar Mal vorbei, netterweise ohne uns zu wecken und auch am Morgen liessen sie nicht lange auf sich warten. Beim Frühstück fragten sie höflich, wann wir denn gedenken weiterzufahren. Mit unserer Antwort „in einer Stunde oder so“ zufrieden, liessen sie uns fertig frühstücken und fuhren weiter.
Natürlich machten wir uns unsere Gedanken: Sind wir da in ein Schmuggler-Nest geraten und die Polizei steckt mit unter der Decke? Wurden die Personalien nur aufgenommen, um unser Verschwinden mit einer abenteuerlichen Geschichte zu decken? Werden unsere Masse, nach Wild-West-Manier, vor dem Showdown erfasst, um die Beisetzung möglichst schnell und unauffällig über die Runde zu bringen?
Aber trotz unserer Sorgen schmeckte uns das selbstgebackene Brot vorzüglich…

Als wir nach dem Frühstück gemütlich losfuhren, stand die Polizei schon am Strassenrand bereit und folgte uns mit eingeschalteten Warnblinkern bis zur Hauptstrasse. Dort angekommen bogen wir links und sie rechts ab. Aber keine 200m weiter hatten wir schon wieder eine Streife hinter uns. Obwohl wir uns, wie es sich gehört und sicher als Einzige, an die manchmal absurden Geschwindigkeitsvorschriften hielten und bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorschriftsmässig die Blinker benutzten, fühlten wir uns nicht recht wohl in unserer Haut. Man kennt ja die Horrorgeschichten über die Polizei in den lateinamerikanischen Ländern, die weder von hohen Touristenbussen noch Meuchelmord zurückschrecken.
Bei der Einfahrt ins nächste Dorf verschwand der Streifenwagen wieder, aber schon kurz darauf hatten wir wieder einen Schatten. Manchmal wechselten sie sich auf offener Strecke ab: Ein Wagen kam uns entgegen und winkte unserem Schatten zu, dieser fuhr dann rechts ran und der andere Wagen übernahm die Schattenrolle. Wir, mit dem schwächeren Auto, fuhren vorne weg, während Gerald das Schlusslicht bildete. Einmal fand er dann, dass er besser mal anhalten solle, vielleicht wollten die ja was von uns. Aber weit gefehlt. Der Streifenwagen hielt prompt hinter ihm an und ein Polizist stieg aus. In der Hand hielt er einen Zettel mit unseren Daten und er erklärte Gerald wortreich (Gerald spricht kein Spanisch), dass sie eine Eskorte für uns seien, weil gerade in dem von uns zu durchquerendem Gebiet manchmal geschossen werde. Wer auf wen und warum haben wir nicht heraus gefunden. So kam es, dass wir die ganzen 150km bis Guatemala-City unter dem Schutz einer nicht ganz diskreten aber sicher kompetenten Polizeieskorte standen.

Am nächsten Tag hiess es dann von Gerald Abschied nehmen, er fuhr zurück nach Mexiko und wir weiter nach Antigua, um unsere Hirnzellen wieder einmal in Betrieb zu nehmen und mit professioneller Hilfe unsere Spanischkenntnisse aufzufrischen. Nach einer entspannenden, ca. 1stündigen Fahrt durch Guatemala-City auf der Suche nach wenigstens einem Wegweiser, kamen wir wieder einmal in eine Polizeikontrolle, diesmal waren sie auf der Suche nach Drogen. Hierzu ist zu sagen, dass es in Guatemala viel weniger Kontrollen gibt als vergleichsweise in Mexiko. Wir müssen schon am Morgen früh dermassen abgekämpft ausgesehen haben, dass wir wieder einmal eine Polizei-Eskorte erhielten, welche uns den richtigen Weg nach Antigua zeigen wollte. Was sie auch tat, doch vorher mussten wir noch eine kurze Pause einlegen, da der Kühler des Polizeiautos kochte und dieser ja zuerst abkühlen musste, bevor Wasser nachgegossen werden konnte.
Wir erreichten dann Antigua ohne weitere Probleme und lassen schon bald wieder von uns hören.

Letzte Tage in Mexico 30.01. – 12.02.2002 (32’700 km)

Jetzt hiess es Abschied nehmen von unseren lieb gewonnenen Freunden am Strand. Mit einem kleinen Abschiedsfest feierten wir unsere und Geralds Ab- oder eher Weiterreise, wir hatten uns nämlich entschlossen, bis Guatemala mit Gerald im Konvoi zu reisen
In Chetumal musste sich Hubi noch ein Visum für Belize besorgen (dank Birgits EU-Pass konnten so wieder US$ 25 gespart werden, ja wir sind äusserst sparsam). Damit wir nicht mitten in der Stadt nach einer Übernachtungsgelegenheit suchen mussten, liessen wir uns etwa 15 km vorher an der Laguna Milagros nieder, wo wir uns abends im kühlen Süsswasser erfrischen konnten. Zu Ehren unserer letzten Nacht in Mexiko machten wir ein kleines Lagerfeuer und erzählten uns gegenseitig Grusel- und andere Geschichten.