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Versuche mit Online Backup

Versuche mit Online Backup

15.9.13 Bisher habe ich den Inhalt mein NAS immer auf ein zweites NAS gebackupt, dies mit dem Nachteil,

  • dass das zweite NAS langsam und der Speicherplatz zu klein war
  • und dass das zweite NAS sich gleich im Nebenraum befand

Dies entsprach nicht ganz der 3-2-1 Backup-Regel. Diese besagt in etwa, dass ich neben meinem Original-File noch 2 Kopien haben sollte (3). Das Backup am Besten auf 2 verschiedene Medientypen (Harddisk, Band, Optische Disk uä.) anlege und jeweils 1 Kopie an einen anderen Standort auslagere. Das mit den 2 Medien nehme ich jetzt mal an klappt mit der Cloud.

So nun ging die Suche los, folgende Kriterien habe ich mir zusammengestellt:

  • bezahlbar, z.B. 100 CHF pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz (oder ca. 6 TB)
  • unbeschränkter Up-/Download
  • Backup und Spiegelung (um Verzeichnisse zwischen mehreren Computern synchron zu halten)
  • Netzlaufwerke backupen
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer
  • beliebige Anzahl Endgeräte
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology)
  • Online Speicher als Laufwerk anbindbar
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung
  • Sharing und Streaming

JustCloud

Den ersten Versuch startete ich mit JustCloud. Nach 300 GB habe ich aufgehört, es fängt sehr günstig an, man kriegt 50-70% Rabatt braucht aber x-Zusatzservices die alle extra kosten, wie Versionierung, schnellere Up- und Downloads, zusätzliche Clients, Backup von Netzlaufwerken usw. War mir sehr schnell zu blöde. Toll ist die Money-Back Garantie, das Geld wurde bis auf eine kleine Gebühr zurückbezahlt. Nach ein paar folgenden Marketingmails musste ich noch mal sagen, dass ich Ruhe vor ihrem Produkt möchte und seither klappt es

bitcasa

Einen weiteren Versuch startete ich mit bitcasa, ein sehr gutes Produkt welches bei mir auch einen guten Eindruck bezüglich Sicherheit hinter lies. Nach 1.8 TB habe ich das Vorhaben aber abgebrochen

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja ABER System wird instabil
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja sie versprechen 3+ Versionen
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology), ja ABER im Web sind nicht die gleichen Dateien sichtbar wie in den anderen Clients. Die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ja die Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und dedupliziert, dadurch hatte ich das Gefühl der besten Uploadgeschwindigkeit!
  • Sharing und Streaming, ja man kann sogar ganz Musikalben streamen z.B. aufs iPhone
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, ja aber Zugriff mit SyncSoftware wie AllwaySync ist instabil, dito Robocopy

Nachdem ich 1.8 TB hochgeladen habe und dann mit den verschiedenen Clients Zugriff waren im Webclient nicht alle Dateien vorhanden wie auf dem Windows oder iOS Client. Dies verwirrt, die Antwort des Customer-Services auch „Oh that’s a lot of data“. mit dem Tipps im Supportforum kam ich auch nicht wirklich weiter, deshalb hat bitcasa mal Pause. Ich hoffe, dass sich die Situation während der Dauer meines Jahresabos noch verbessert .

Update 10.11.13 Auch mit verschiedenen neuen Client-Versionen (zuletzt  1.1.3.26 de) stürzt das Teil regelmässig ab, sowohl beim Backupen, Mirroring wie auch beim Zugriff auf bitcasa-Laufwerk

Update 20.11.13 Bitcasa hat die Preise erhöht. Mein Unlimited-Paket kostet nun nicht mehr 99$ im Jahr sondern pro Monat –> Account gelöscht

Crashplan

Nächster war crashplan, und wurde nach einer Woche wegen der sehr schlechten Upload-Bandbreite abgebrochen.

  • bezahlbar, ja 48 – 108 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, nur Backup
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja
  • beliebige Anzahl Endgeräte, je nach Vertrag 1 oder 2-10
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, na
  • Sharing und Streaming, na
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, weiss nicht mehr

Update 20.11.13 Websites http://pcloadletter.co.uk/2012/01/30/crashplan-syno-package/ und http://blog.abenker.com/2012/06/17/synology-diskstation-und-crashplan/ etc. mit einer guten Anleitung für Crashplan auf Synology-NAS gefunden

 

OpenDrive

Nun bin ich an opendrive dran und bin bisher (2.5TB) und immer noch zufrieden

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, jein, Download ist auf 100 GB pro Tag beschränkt, mehr ist Kostenpflichtig, sie behaupten auf der Website kulant zu sein….
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja bin im Moment bei 10 Versionen bei einzelnen Dateien
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die iOS-App ist langsam und instabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ? Übertragung erfolgt 128bit verschlüsselt, zusätzlich gibt es auf dem PC einen speziellen Folder, dessen Inhalt bereits auf dem PC verschlüsselt wird und diese Verschlüsselung über die ganze Kette beibehält.
  • Sharing und Streaming, ja nur einzelne Dateien

Software funktioniert unter Windows 8 und 8.1 stabil, kann alle Verzeichnisse und Netzwerklaufwerke backupen oder syncen. Nutzt die ganze Netzwerkbandbreite für den Upload über meinen Internet-Anschluss.

Mein Ranking

  1. Crashplan
    Pro: Synology PlugIn, Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) und Verschlüsselung Neg: iOS App
  2. OpenDrive
    Pro: Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) Neg: iOS App und Verschlüsselung

Abschied von Costa Rica 23.06. – 3.07.2002 (40’800 km)

Die letzten Tage verbrachten wir in Playa Jaco. Dieser kleine Touristenort liegt in der Nähe vom Hafen Puerto Caldera, von wo aus wir unser Auto nach Guayaquil in Ecuador verschifft haben.
Nachdem wir in San Jose unsere Verschiffungspapiere erhalten und die Verschiffung bezahlt hatten, hiess es Abschied nehmen von Mittelamerika, auf nach Südamerika!

Mechaniker in Costa Rica

Um auch das Fahrzeug für Südamerika zu rüsten, haben wir einmal mehr einen Ölwechsel machen lassen. Ausgerüstet mit dem passenden Zubehör, erwarteten wir eigentlich keine Probleme, aber weit gefehlt, denn der Mechaniker vermurkste den Kopf der Ölablassschraube, so dass diese nicht mehr zu lösen war. Nachdem auch die Rohrzange versagt hatte, kam ein findiger Mann auf die Idee, eine grössere Mutter auf dem Schraubenkopf zu schweissen. Als nach längerer Suche Schweissgerät und Zubehör gefunden waren, stellte sich heraus, dass sich Schraube und Mutter nicht verschweissen liessen. So griff man zu guter Letzt zu Hammer und Meissel. Bald danach floss das Öl wie gewollt und es wurde sogar eine passende Ersatzölablassschraube gefunden, so dass wir die nächsten 2-3 Ölwechsel ohne Probleme überstehen sollten.
In der gleichen Garage liessen wir auch gleich noch die Räder rotieren und da fand ein Mechaniker tatsächlich den Grund für das uns seit Kalifornien ärgernde Geräusch. Und nicht nur das, das Problem wurde auch gleich behoben! Immer wieder haben Mechaniker (3 in den USA, 1 in Mexiko, 1 in Guatemala und 1 in Costa Rica) nach der Ursache geforscht, viele Schrauben wurden nachgezogen, aber immer kam das klopfende Geräusch nach ein paar Hundert Kilometern wieder. Nun scheinen wir endlich Ruhe zu haben.

Überraschende Kreditkartenabrechnung Teil II

Von der Kreditkartengesellschaft wurde uns, per Mail, mitgeteilt, dass die Lauselümmel in Mexiko nochmals mit weiteren CHF 3’500.– zugeschlagen hatten, bevor wir die Karte sperren konnten. Insgesamt wurde also für mehr als CHF 12’000.– eingekauft und das auf unsere Kosten. Ja, ja, wenn wir so mit dem Geld um uns werfen würden, dann wären wir schon lange wieder zuhause. Dies ist wohl sehr wahrscheinlich der Grund, warum die Gauner in Mexiko unser Geld ausgegeben haben und nicht das ihre.
Das war die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass die Kreditkartengesellschaft diesen Betrag in den letzten Tagen gutgeschrieben hat und das innerhalb 14 Tagen – Chapeau!

Wie heisst es so schön: „VISA, die Freiheit nehm ich mir!“

Managua und Granada 13. – 16.05.2002 (37’200 km)

Managua

Vom zügigen und problemlosen Grenzübergang etwas übermütig geworden, fuhren wir gleich 250 km weiter nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. Schon ein erster Blick auf die Stadt sagte uns, dass wir da bestimmt nicht bleiben wollten. Also durchquerten wir die mit Abgasen verhangene Stadt und fuhren 16 km weiter zur Laguna Xiloa. Dort fanden wir ein Turicentro gleich am See und Hubi stürzte sich gleich ins warme Nass. Die Seen hier sind nicht wirklich einladend, da die Farbe eher ins Braun geht und Fische schon lange nicht mehr gefangen worden sind. Das Turicentro war leider recht runtergewirtschaftet und die ökologischen Rasenmäher (Kühe, Schweine und Pferde) hatten überall ihren Dung hinterlassen. Auch die Restaurants sahen nicht gerade anheimelnd aus, so beglückten wir uns mit den eigenen Kochkünsten.

Granada

Am nächsten Tag schon machten wir uns wieder auf die Socken. Laut Reisehandbuch sollte Granada ja ein Juwel an kolonialer Architektur sein. Und wir wurden nicht enttäuscht. Schnell hatten wir am Lago Nicaragua ein Centro Turistico gefunden und Mosquito sicher platziert. Nach einer kurzen Erfrischung machten wir uns auf, die Kirchen, Kathedralen und den schönen Parque Central zu besichtigen. Leider gab es für unsere ungeschulten Augen, sprich Banausen, nicht viel mehr zu bewundern, also suchten wir ein kühles Internet Cafe. Den Abend verbrachten wir in einem Restaurant im Centro Turistico, nur belästigt von Tausenden kleiner Mücken, die zwar sehr störten aber zum Glück nicht stachen.

Und hier noch eine Bitte an Petrus! Seit wir Honduras den Rücken gekehrt haben, wissen wir erst, was Schwitzen bedeutet! Es weht zwar den ganzen Tag ein böenartiger Wind, dieser trägt aber nur wenig zur Abkühlung bei, es erleichtert einem eher das Schwitzen. Also: Wir bitten um eine 5°ige Senkung der Landestemperatur, ansonsten sehen wir uns gezwungen, die Weiterreise anzutreten. Selbst Nachts ist es noch 31°, das hält ja keine Schweizer aus.
Eigentlich befinden wir uns jetzt schon in der Regenzeit, aber diese lässt noch etwas auf sich warten. Die einheimischen Bauern beklagen sich bereits über die Trockenheit und fürchten Missernten, laut Zeitung leiden einige Indigena in ihren abgelegenen Dörfern schon unter Hunger.
Als wir von Granada aus in unser Kulturwochenende in Managua aufbrechen wollten, sprang der Motor nicht an. Hubi öffnete geübt die Motorhaube und machte sich daran, die Ursache unseres Problems zu finden – ah, die Batterien waren total leer. Dank unseren französischen Freunden, die gleich neben uns übernachtet hatten, konnten wir überbrücken und so Mosquito doch noch zum Laufen bringen.
Bei einem Batteriespezialisten liessen wir sie überprüfen und es wurde schnell festgestellt, dass eine der beiden kaputt war. Also sahen wir uns gezwungen, zwei neue Batterien zu kaufen, was aber gar nicht so einfach war, denn: Entweder passten die Batterien von der Grösse her nicht rein oder die Pole waren verkehrt und somit waren die Anschlusskabel zu kurz oder die Leistung der Batterie stimmte nicht ganz. Aber zu guter Letzt fanden wir aber doch noch zwei passende.

Kultur in Managua

Von Granada aus, hatten wir ein günstiges Hotelzimmer mit Klimaanlage organisiert. Wir freuten uns beide, mal wieder etwas zu frösteln. Aber bevor wir uns auf die faule Haut legen konnten, mussten die 6’000 Jahre alten Fussspuren von Acahualinca bewundert werden. Vor mehr als hundert Jahren wurden diese, bei der Suche nach einem bestimmten Gestein, unter mehreren Erdschichten in 4 Meter Tiefe gefunden. Die in Lehm konservierten Fussspuren stammen von 4 Menschen, die alle in eine Richtung liefen. Ob sie von einer Naturkatastrophe flohen oder einfach nur Jagdgrund wechselten, ist den Wissenschaftlern bis heute nicht klar, auch hier kursieren mehrere Theorien.
Am Abend dann gingen wir an das Konzert von Chayanne, einem aus Puerto Rico stammenden Latino-Sänger. Die Musik war – wie erwartet – toll, nur war das Konzert insgesamt etwas kurz.
Neben Kultur verbrachten wir viel Zeit damit, wieder etwas Zivilisation zu schnuppern. Wir schauten uns in den grossen Shopping Centern um und genossen die vielen Fernsehkanäle und die Klimaanlage im Hotelzimmer. Dieses wunderbare Wochenende wurde uns vom Osterhasen spendiert. Merci vieu mau!

An Managua fällt auf, dass zwischen den schönen Häuser der Reichen, die in lateinamerikanischer Sitte, burggleich uneinnehmbar umzäunt sind, auch Lehm- und Kartonhütten der Armen stehen. Was für ein Kontrast!
Ein eigentliches Stadtzentrum existiert nicht, aber es gibt mehrere schöne Quartiere, die sich um die grossen Einkaufszentren gebildet haben.

Guatemala 18.02. – 25.04.2002

centro
Tikal
Weiter nach Antigua
In Antigua
Autopermit und bei der Familie
Keine Angst vor Bastelarbeiten
Semana Santa in Antigua
Am See
Nach Aguacatan und zum Zoll
Die Besucher in Antigua
Die Besucher in Panajachel

Ursprüngliche Indigena-Kultur, koloniale Städte, Vulkane und Ruinen vergangener Kulturen.

 

Einreise: 18.02.02 Cd. Melchor de Mencos, aus Belize, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 32’900
Einreise-Formalitäten: Zuerst wird das Fahrzeug mal wieder desinfiziert 6 US$. Dann deklariert man das Auto für die Einfuhr und erhält einen blauen Kleber der für 30 Tage gültig ist. Wie die Verlängerung von statten ging, liest du hier. Natürlich wird das Fahrzeug auch im Pass eingetragen 7 US$.
Autohaftpflichtversicherung haben wir auf die Schnelle keine gefunden und es halt bleiben lassen.
Der Einreisestempel für Personen ist gratis und erlaubt uns 3 Monate Aufenthalt.
Nach dem Zoll hat es eine Brücke mit Barriere, wo der Polizist zuerst umgerechnet 12 US$ Brückenzoll verlangte und als wir ihm sagten, dass wir fast kein Geld mehr haben, liess er uns für umgerechnet 3 US$ und Quittung weiter fahren. Gerald haben wir mit seinem Fahrzeug weiter gewunken, als wir festgestellt haben, dass das nur so eine Abzocke war.
Ausreise-Formalitäten: Siehe Einreiseformalitäten El Salvador
Ausreise: 25.04.02 Ciudad Pedro de Alvarado nach El Salvador, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 35’400

 

In der Karibik 11. – 27.01.2002 (31’900 km)

Playa del Carmen

Nur eine Stunde südlich von Cancun befindet sich Playa del Carmen, eine kleine Stadt mit einer grossen Fussgängerzone am Meer. Ein Restaurant reiht sich an das andere, unterbrochen nur von Souvenir- und Kleiderläden – das ultimative Touristenparadies. Hier waren endlich auch die vielen Touristen, die wir in Cancun und auf Isla Mujeres erwartet, aber nicht gefunden hatten.
Was Campingplätze anbelangt, so gibt es in Playa keine mehr. Deshalb machten wir uns nach kurzem Flanieren und einem Frühstück wieder auf die Socken.

Paamul

Was für ein Campingplatz! Nur ca. 25 km unterhalb Playa fanden wir einen kleinen Strand mit Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten im vor gelagerten Riff, ein hübsch dekoriertes Restaurant gleich am Strand, viele mit Kokosnüssen beladene Palmen mit Stellplätzen gleich darunter: Wir waren uns von Anfang an sicher, dass es uns hier gefallen würde. Nun ja, es war ja auch toll, nur extrem teuer! Für eine Nacht mussten wir ganze 135 Pesos (ca. sFr. 27.-) aufwerfen und leider liess Manager Ali nicht mit sich handeln. Gut, wir hatten uns in den Platz verliebt und überredeten einander, eine Woche zu verweilen. Die wir dann trotz Birgits Grippe auch ausgiebig genossen.

X5

Welch komischer Name für einen Campingplatz, dachten wir und fuhren langsam den eingewachsenen und ungeteerten Feldweg Richtung Strand entlang. Es war wieder einmal sehr heiss und wenn wir eine Klimaanlage gehabt hätten, hätte diese sicher den Geist aufgegeben. Doch je näher wir dem Strand kamen, desto stärker wurde der kühlende Wind und unsere Laune hob sich beträchtlich. Schon bald – das heisst nachdem wir Mosquito im Sand ein- und wieder ausgegraben hatten – hatten wir einen schattigen Stellplatz gefunden. Nur 25 m vom rauschenden Meer entfernt und der Preis liess uns innerlich jubilieren (50 Pesos ohne Strom, ca. sFr. 10.-. Was für mexikanische Verhältnisse eigentlich immer noch teuer ist, besonders wenn man bedenkt, dass die Duschen und Toiletten schon bessere Zeiten gesehen haben. Aber das war ja auch in Paamul der Fall.).
X5 haben wir nicht etwa in unserem etwas veralteten Reiseführer gefunden, sondern Gerald, ein Bekannter aus San Cristobal de las Casas, fuhr plötzlich in Paamul ein und wies uns auf diesen schönen Platz hin.
Wir machten es uns hier also gemütlich und erneuerten unsere Freundschaft mit Gerald, der mit seiner Hündin Bonny (ein Leonberger) ein paar Meter neben uns campierte.

Endlich haben wir den Traumplatz gefunden: Der Strand ist wunderschön, unsere wenigen Nachbarn sind äusserst freundlich und Hubi kann sich fast ungestört seinem Computer widmen, während Birgit sich langsam rösten lässt. Mit Gerald und Bonny machen wir Strandspaziergänge, bekochen uns gegenseitig und kucken wieder einmal Video- und DVD-Filme. Ab und zu müssen wir natürlich unsere Essensvorräte auffrischen, dies verbinden wir dann jeweils mit einem gemütlichen Abend in der Flanierzone von Playa, wo Bonny mehr Aufmerksamkeit auf sich lenkt, als jedes Top Model!

Ja, hier lässt es sich gut leben und wir haben vor, die nächsten paar Wochen auf diesem Fleckchen Erde zu bleiben.

Schotterstrassen 10. – 13.09.2001 (12’900 km)

Alaska Highway

Und wieder sind wir „on the road“, diesmal kennen wir die Strecke (Fairbanks – Whitehorse – Watson Lake) bereits Was uns hier einmal mehr sprachlos macht, ist die wunderbare herbstliche Verfärbung der Wälder. Die Schattierungen führen von hellgelb über grellorange zu blutrot – ein wahrer Augenschmaus. Fast kitschig mutet einem diese Landschaft an, die Farbpalette der Bäume, darüber der intensiv hellblauen Himmel und eine strahlende Sonne über schneebedeckten Berggipfeln. Die Strasse ist immer noch in einem eher erbärmlichen Zustand, obwohl seit langem „under construction“ und wir müssen die Musik sehr laut einstellen, um überhaupt etwas davon mitzubekommen.
Der laute Schlag aber, der uns kurz vor Destruction Bay zusammenzucken lässt, war wirklich nicht zu überhören. Sobald wie möglich fahren wir rechts ran und suchen die Ursache. Diese ist auch schnell gefunden und uns fällt das Herz in die Hose: Die vordere Dachluke steht auf und sieht irgendwie komisch verdreht aus und wo ist denn wohl das Fenster im Alkoven geblieben?
Auf die erste Bestandesaufnahme folgt eine kurze Krisensitzung und dann muss Birgit Fliegengewicht aufs Dach rauf. Hubi Mittel-Schwergewicht dirigiert (wie könnte es auch anders sein) und dokumentiert das Geschehen vom sicheren Boden aus. Zum Glück regnet es nicht, dafür weht ein scharfer Wind und es ist saukalt. Die wasserdichte Plane wird während ca. 2 Stunden mit ebenfalls wasserfestem Klebematerial (Merci Papa Trebing!) auf dem Dach befestigt. Da unser Auto sehr schmutzig ist, müssen die zu beklebenden Stellen erst in mühseliger Arbeit gesäubert werden! Dann sind Dachluke und Alkovenfenster sicher geschützt und wir fix und fertig. Leider ist es damit nicht getan, nach jeweils 100 km muss Birgit wieder aufs Dach, bis die Plane auch wirklich an allen Ecken und Enden dem Wind standhält.
Doch das Abenteuer ist noch nicht zu Ende: Auf dem Weg zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit treffen wir auf den tollsten Bären im Yukon! Wie ein zu gross geratener Teddybär sitzt er gleich neben der Strasse im Grass und streckt geruhsam seine Schnauze in den Wind, uns beachtet er gar nicht. Anscheinend gibt es etwas Gutes zu riechen, auf jeden Fall bleibt er lange so sitzen, bis ihn doch ein paar näher kommende Fahrzeuge stören. Das Pünktchen auf dem i ist dann noch ein genialer Sonnenuntergang – und unser Tag ist gerettet!
Wie wir uns bereits gedacht haben, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, die Luke sowie das Fenster hier in Kanada auswechseln zu lassen. Nachdem wir bei 2 auf Wohnmobile spezialisierten Händlern nachgefragt haben, geben wir die weiter Suche auf und rufen in die Schweiz an. In weiser Voraussicht hat Hubi die nötigen Details unseres Garagisten sowie Camperhändler dabei. Fast zu einfach können wir die Dachluke (und gleich noch Ölfilter und Luftfilter) bestellen. Die Lieferung des Alkovenfensters hätte 5-6 Wochen gedauert, deshalb sehen wir davon ab. Die Teile werden wir voraussichtlich in Vancouver in Empfang nehmen und uns dann Einbau der Dachluke widmen (Hubi, der Heimwerker). Was das Alkovenfensters anbelangt, so werden wir dieses mit Plexiglas oder so für die nächste Zeit verschliessen.

Watson Lake

Natürlich können wir es nicht lassen, uns im Schilderwald von Watson Lake zu verewigen. Deshalb haben wir auch ein wenig gebastelt. Begonnen hat der Schilderwald 1942, als der heimwehkranke Soldat, Carl K. Lindley, beim Bau des Alaska Canada Highways ein Schild an einem Pfosten befestigte, welches in die Richtung seines Wohnortes und die Distanz dahin anzeigte. Dies hat seitdem viele Nachahmer gefunden, bei der letztjährigen Zählung waren es bereits über 30’000 Stück.

Anchorage 4. – 7.09.2001 (10’700 km)

Anchorage again – oder etwas später beim Ölwechsel…

Dienstag 4.9.01

  • Jetzt werden wir bei Ford richtig bedient, d.h. 4 Männer starren staunend unserem Mosquito unter die Motorhaube und tuscheln aufgeregt. Wichtig schlagen sie alle Nummern, die sie im Motor finden, in ihren Computern nach und so ca. alle 20 Minuten kommt einer vorbei und erklärt, dass sie etwas gefunden hätten, diesen Ölfilter aber leider grad nicht an Lager hätten. Das gleiche Teil gäbe es aber unter einer anderen Nummer (selbstverständlich) von einem anderen Hersteller und sie würden es nun dort versuchen. Nach einer Stunde (! und zwei Sandwichs) wird uns mitteilt, dass in der ganzen Stadt kein solcher Filter aufzutreiben sei, von welchem Hersteller auch immer, eine auswärtige Bestellung ist also unumgänglich. Ford will uns aber langsam loswerden und das Teil unter keinen Umständen zu sich in die Werkstatt bestellen (es könnte drum eh nicht eingebaut werden, da die Werkstatt für Mosquito und die Hebebühne zu niedrig seien) und schickt uns mit einer Artikelnummer zu der Werkstatt F.A.T.S. (für Foreign Auto/Truck Supply), die sich auf ausländische Autos spezialisiert hat.
  • Eine kleines Fährtchen hin, die Nummer wird hin und her gereicht, ein paar Fragen und schon sitzen wir wieder im Auto zurück zu Ford – die Nummer konnte nämlich nicht identifiziert werden! 20 Minuten später bei Ford: Ein Telefonat mit der Werkstatt und schon fahren wir wieder zu FATS und nun kann das Teil plötzlich bestellt werden – Halleluja!!! Die Lieferung dauert voraussichtlich 4 Tage, am Freitag soll es dann so weit sein, wir sind ganz aufgeregt und gönnen uns einen Kinobesuch.

Freitag 7.9.01

  • Heute also soll unser Mosquito endlich das lang erwartete und benötigte Ersatzteil erhalten – falls alles klappt… Gespannt machen wir uns, nach einen kräftigenden Frühstück, auf zu FATS. Die Zeichen stehen gut, nach einigen Minuten ist der Ölfilter gefunden und wir stellen Mosquito vor der Garage ab. Eine Stunde und ein paar Auto-Zeitschriften später, nehmen wir unser Auto wieder in Empfang – und das tatsächlich mit einem neuen Ölfilter, inkl. Ölwechsel. Unser Glück ist aber leider nicht ganz vollkommen, konnte doch der Luftfilter nicht gewechselt werden – wir haben ihn mittlerweile in der Schweiz bestellt…

Hubi motzt mal wieder….
Natürlich waren wir darauf vorbereitet, dass wir mit einem europäischen Auto auf einige Schwierigkeiten stossen würden. Aber nicht nur hier, sondern auch bei ganz anderen Dingen stossen wir auf erstaunliche Gestalten, ein Beispiel:
Wir erkundigen uns beim Visitor-Information-Center nach Möglichkeiten zum Fischen und auch über Touren in den wirklich hohen Norden. Die Antwort war eigentlich eher lustig: Fischen tue sie nicht und im Norden sei sie noch nie gewesen, aber es habe dort drüben im Gestell einige Prospekte. Nach weiterer Nachfrage erfahren wir, dass der Touranbieter ein Büro in einem Hotel unterhält.
In diesem Büro möchten wir gerne mehr über die diversen Touren erfahren. Sehr nett wird uns der Prospekt, den wir in Händen halten, vorgelesen. Leider war auch diese Mitarbeiterin noch nie im Norden und konnte uns aus eben diesem Grund keinerlei Infos über Vegetation und Wildlife geben. Wir buchen nichts.
Ähnliches passiert uns jetzt auch mit dem Ölwechsel. Durch fehlende Ausbildung und wohl auch fehlendes Interesse sind viele Leute hier nicht in der Lage, Fragen, die nur leicht über ihre tägliche Arbeit hinausgehen, zu beantworten. Da hat Henry Ford ganz stark Spuren hinterlassen.
Wenn wir uns schon beklagen :-), dann richtig: Auch sonst finden wir die Amis etwas komisch. Das Motto heisst hier „share your impressions“ und „express yourself“. So kommt es, dass wir beide (abgebrühte Weltenbummler) nur mit Mühe eine Kieferstarre vom Dauergähnen verhindern können, während unsere Nachbarn in ekstatische Freudenschreie ausbrechen und das ganze Repertoire von impressive, wonderful, awesome, breathtaking bis awe inspiring durchbeten. Bei diesem Geschrei wird der schönste Sonnenuntergang zu einem Dolby-Surround Erlebnis.
Aber abgesehen davon, sind Sie wirklich nett, wahnsinnig hilfsbereit und immer für ein Schwätzchen über das Wetter oder „Where do you come from?“ zu haben. Als Antwort erhält man dann etwas aus der Selektion von weiter oben oder „Oh, Sweden must be a wonderfull country!“. Deswegen sind wir ihnen nicht böse, müssen wir doch auch Staaten wie Idaho und Minnesota im Atlas nachschlagen.