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Ecuador 3.07. – 1.08.2002

ecuador_peru_bolivienIn Südamerika
Die Galapagos-Inseln
Unterwegs nach Quito
Strasse der Vulkane

Die Anden, ursprüngliche Indigena-Kultur, koloniale Städte und Vulkane.

Einreise Personen: 3.7.02 Flughafen von Guayaquil aus Costa Rica
Einreise Fahrzeug: 5.7.02 Hafen von Guayaquil aus Costa Rica, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 40’800
Einreise-Formalitäten für Personen: Keine besonderen Formalitäten, Visum für 90 Tage.
Fahrzeug Einreise-Formalitäten Während dem wir auf den Galapagos Inseln waren, sollte unser Zollagent das Auto aus dem Hafen holen. Leider gab sich der Zoll nicht mit den Passkopien zufrieden. So starteten wir das Unterfangen mit den original Unterlagen am Dienstagmorgen aufs Neue. Gegen Mittag riefen wir den Agenten an und er sagte, wir sollen an den Hafen kommen, das Auto sei gleich bereit. Dort angekommen, mussten wir erstmal Parkgebühren bezahlen (100 US$). Mit der Begründung, es fehle noch eine Unterschrift, wurden wir auf die Wartebank geschoben.
Nach etwa 45 Minuten tauchte unser Zollagent Raul wieder auf, wir hatten unterdessen schon in unseren Büchern zu lesen begonnen, und bedeutete uns, dass es noch etwas dauere. 1½  Stunden später ging Hubi Raul mal suchen, aber dieser wartete immer noch auf eine Unterschrift. Nach geschlagenen 4 Stunden wurde Hubi aufgefordert mitzugehen, um schnell das Auto raus zu fahren, Birgit wartete in der Zwischenzeit beim Gepäck. Damit Hubi und Raul zum Auto vorgelassen wurden, mussten sie, da die Unterschrift immer noch fehlte, einen Wachmann mit 2US$ bestechen. Während Hubi das Auto inspizierte, ging Raul dann nochmals auf Suche nach der Unterschrift.
Gestohlen worden, waren nur die zwei Weitwinkelspiegel, welche auf die normalen Seitenspiegel geklebt werden und das Befestigungsband für die Dachleiter. Plus natürlich der Kugelschreiber, ein Feuerzeug und die guatemaltekischen Münzen, die wir bewusst hinterlassen hatten.
Als Raul mit der Unterschrift zurück war, gingen wir von Kontrolle zu Kontrolle. 2 Stunden später, bei der letzten Kontrolle, passierte es dann, wir waren auf einen Beamten gestossen, der lesen konnte! Stellte er doch als einziger fest, dass die Chassis-Nummer in unserem Carnet de Passage einen Tippfehler aufwies. Nun wurde hin und her diskutiert und nach einem Totalaufwand von sieben Stunden, stand Mosquito wieder auf dem Parkplatz.
Bei der Lagebesprechung im Büro des Zollagenten wurde beschlossen, dass wir versuchen sollten, vom TCS einen Fax zu erhalten, in dem auf den Schreibfehler im Carnet hingewiesen wird – dieser wurde auch prompt geschickt. Das fehlerhafte Carnet können wir sehr wahrscheinlich in Quito korrigieren lassen. Dass mit einem Fax relativ viel Unfug getrieben werden kann, war auch dem Zollbeamten klar und so zahlten wir noch zusätzlich 60 US$, um die „Gewissen“ dieser empfindlichen Seelen zu beruhigen. Ansonsten lief es gleichermassen ab wie am vorhergehenden Tag, nur, dass wir diesmal um 17 Uhr das Auto wirklich aus dem Zoll raus hatten. Halleluja!!!!
Ausreise-Formalitäten: Weil wir es besser wussten als unser Reisehandbuch, mussten wir am Zoll nochmals kehrt machen, um 4 km vor der Stadt die Ausreisestempel in unsere Pässe zu erhalten.
Anschliessend mussten wir beim Zoll nur noch das Carnet stempeln lassen und fertig. Da wir nur das Carnet vorwiesen, hat niemand den Tippfehler bemerkt.
Ausreise: 1.8.02 Huaquillas, nach Peru, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 42’500

Costa Rica 20.05. – 10.06. & 18.06. – 3.07.2002

centro

Auf der Halbinsel Nicoya
Am Arenalsee
Um San Jose
Nach Panama
Puerto Viejo
Abschied von Costa Rica

Natur pur, schöne Landschaften, Pflanzen, Tiere und Vulkane.

Das zweite Mal:

Einreise: 18.6.02 Paso Canoas aus Panama, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 39’700
Einreise-Formalitäten: Freudig wurden wir von unserem letztmaligen Zollhelfer begrüsst. Wie schon bei der letzten Einreise, wurde das Fahrzeug als erstes gegen „was auch immer“ eingesprayt; diesmal aber kostete es uns 4.50 US$ (der Beamte schätzte uns nun als Pickup ein, was einen Dollar mehr kostet, als normale Autos) .
Unser Zollhelfer führte uns zur Migracion, wo wir unsere Einreise mit einem Stempel in den Pass bestätigt erhielten. Anschliessend gingen wir unser Auto-Permit beim gleichen Schalter wieder abholen, bei dem wir es eine Woche vorher abgegeben hatten. Ein netter Herr begleitete uns dann zum Auto, überprüfte die Angaben auf dem Permit, steckte kurz seinen Kopf in die Wohnkabine, gab uns einen Zettel für den Herrn an der Barriere und schon waren wir wieder im Land.
Ausreise-Formalitäten für Personen: Wie man das von einem Flughafen erwartet, 18 US$ Flughafentaxe, warten zum Einchecken, warten zum Einsteigen.
Fahrzeug Ausreise-Formalitäten: Beim Hafen angekommen, gingen wir zu unserem Hafen- und Zollagenten, der machte sich auch gleich mit uns auf den Weg, die ersten zwei, drei Stempel einzuholen und dies ohne Probleme. Dann kam die Zollinspektion. Der Herr Zollrevisor war leider grad nicht an seinem Platz und so haben wir und viele andere von 9:30 bis 11:50 Uhr auf ihn gewartet. Die paar Nummern waren schnell verglichen und schon waren wir fast fertig. Doch wie überall, müssen auch Zollbeamte mittagessen, deshalb mussten wir gleich nochmals eine Stunde warten, bis wir das Auto für die Verschiffung abgeben konnten. Wie haben wir uns nach den Tramitadores an den Landgrenzen zurück gesehnt, als wir die Rechnung für die Dienstleistung erhielten, 120$.
Ausreise Personen: 3.7.02 Flughafen von San Jose nach Ecuador
Ausreise Fahrzeug: 1.7.02 Hafen Puerto Caldera nach Ecuador. Gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 40’800

Zum ersten Mal:

Einreise: 20.5.02 Penas Blancas aus Nicaragua gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 37’500
Einreise-Formalitäten: Wie man es von Costa Rica, der Schweiz Mittelamerikas, erwartet, ging hier alles relativ einfach über die Bühne. Die Anweisungen der Schalterbeamten waren erstens in Spanisch, zweitens verständlich und drittens auch richtig!
Das Fahrzeug wurde gleich als erstes für 3.50 US$ gegen „was auch immer“ eingesprayt. Anschliessend fuhren wir zur Migracion. Hier stürmten die Tramitadores wie Irre auf das Auto, klopften erwartungsvoll an die Scheiben und priesen ihre Dienstleistung an. Einer wollte sogar noch das Auto bewachen, was wir bestimmt, aber freundlich, abwiesen. Da zeterten sie los, von wegen Dieben und so, was Hubi mit der Bemerkung „Ich werde ihn (den Dieb) umbringen!“ erwiderte. Dies schien die Jungs zu amüsieren. Bibi sagte ihnen daraufhin leise, mit todernster Mine, „Er macht es wirklich“, was sie dann schnell verstummen lies.
Dann ging der Papierkrieg wieder los. Es hiess, zuerst die Einreiseformulare auszufüllen, daraufhin erhielten wie den Stempel in den Pass und der Beamte erklärte uns, welche die nächsten Schritte für das Auto seien.
Die drei draussen wartenden Tramitadores begleiteten uns 2 Meter weiter zum Autoschalter, obwohl wir ihnen sagten, dass wir ihre Hilfe nicht benötigten. Am Schalter ang
ekommen, wollte eine Frau gleich Kopien aller nötigen Dokumente machen, die Jungs setzten sich in die Stühle. Da wir aber schon alle nötigen Kopien bereit hatten, brachten wir den Ablauf etwas ins Stocken.
Wir standen nun 10 Minuten vor dem Scheitel einer Frau (siehe Bild) und warteten darauf, dass sie uns ihre Aufmerksamkeit schenkte.

cr_am_zoll
Zwischendurch kam die Kopierfrau vorbei und die beiden plauderten über irgendetwas Wichtiges. Doch dann geschah es, der Retter „der Auto einführenden“-Touristen tauchte auf (davon leider kein Foto)!
Ein Bild von einem Mann trat hinter den Schalter: Seine männlich behaarte Brust war mit vielen dicken Goldketten verziert, durch das dezent (bis fast zum Bauchnabel) offene Hemd blieb nichts der Vorstellungskraft überlassen. Weitere goldene Ketten waren um die Handgelenke gewunden und an den Finger befanden sich eben so viele Ringe. Er setzte sich hin und wollte schon gelangweilt nach der Zeitung greifen, als er unsere ratlosen Blicke erhascht haben musste. Sanftmütig winkte er uns zu sich, nahm uns die Dokumente ab und hielt den Ladies gleichzeitig eine laute Standpauke, wie er seinen Zoll geführt haben wollte, dass es einfach nicht okay sei, dass arme Touristen (eben wir) wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Schalter stünden und die Damen ihre Fingernägel feilten. Die Frauen, in dieser Hinsicht nicht faul, gaben zurück und so ging es eine Zeitlang hin und her. Soweit wir mitbekommen hatten, ging es auch darum, dass die Frauen mit unseren (währenddessen längst verschwundenen) Tramitadores Streit hatten. Eine Regel besagt aber, dass Touristen ohne Tramitadores das Leben möglichst kompliziert gemacht wird, damit erstere eben etwas zu verdienen haben, wie auch immer, das Match endete unentschieden.

Nach dem Streit ging es dann flott voran. Wir mussten ein Formular mit den Fahrzeugdaten ausfüllen, ins nächste Gebäude zu einem Mann gehen, der uns das Formular unterschreiben sollte. Dieser war nicht da, also schickte man uns zurück zum vorherigen Schalter, wo eine Frau, die sich während der Debatte im Restaurant aufgehalten hatte, die Unterschrift leistete. Dann bezahlten wir für die obligatorische Haftpflichtversicherung 11 US$ (für 3 Monate, kürzer ging nicht), mussten die gleiche Frau wieder beim Kaffee stören, welche die Nummern kontrollierte und uns einen Zettel aushändigte, den wir dann bei der letzten Barriere abgeben mussten. Gleich 5 Meter nach der letzten Barriere erwartete uns ein Posten, der dann nochmals die Pässe kontrollierte. Alles in allem hat uns dieser Zollposten nur eine Stunde gekostet.

Ausreise-Formalitäten: Fröhlich fuhren wir in den Zoll hinein und ehe wir uns versahen, waren wir schon an den Schaltern von Panama angelangt und wurden prompt auf die Seite von Costa Rica zurück geschickt. Beim Schalter der Migracion mussten wir je einen Rot-Kreuz-Marke  (ca. 0.75 US$) kaufen, die in den Pass eingeklebt und abgestempelt wurde.  All unsere Hinweise auf unsere Schweizer-Kreuze haben nichts genützt, wir mussten die Marke trotzdem erwerben. Auf unsere Frage hin, warum auf der Marke der Preis von ca. 0.65 US$ aufgedruckt sei, wir aber ca. 0.75 US$ bezahlen müssten, erhielten wir die Antwort, dass dies der Lohn der mit dem Verkauf beschäftigten Angestellten sei. Unsere Bemerkung, dass wir am Zoll aber immer viele Löhne bezahlen müssten, wurde mit einem fröhlichen Lachen quittiert.
Das Auto-Permit konnten wir an einem Schalter abgeben und schon waren wir ausgereist (der Zollbeamte warf nicht einen Blick in unseren Camper) . Dem freundlichen Zollhelfer drückten wir noch 1.25 US$ in die Hand.
Ausreise: 10.6.02 Paso Canoas nach Panama, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 38’600

 

Guatemala 18.02. – 25.04.2002

centro
Tikal
Weiter nach Antigua
In Antigua
Autopermit und bei der Familie
Keine Angst vor Bastelarbeiten
Semana Santa in Antigua
Am See
Nach Aguacatan und zum Zoll
Die Besucher in Antigua
Die Besucher in Panajachel

Ursprüngliche Indigena-Kultur, koloniale Städte, Vulkane und Ruinen vergangener Kulturen.

 

Einreise: 18.02.02 Cd. Melchor de Mencos, aus Belize, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 32’900
Einreise-Formalitäten: Zuerst wird das Fahrzeug mal wieder desinfiziert 6 US$. Dann deklariert man das Auto für die Einfuhr und erhält einen blauen Kleber der für 30 Tage gültig ist. Wie die Verlängerung von statten ging, liest du hier. Natürlich wird das Fahrzeug auch im Pass eingetragen 7 US$.
Autohaftpflichtversicherung haben wir auf die Schnelle keine gefunden und es halt bleiben lassen.
Der Einreisestempel für Personen ist gratis und erlaubt uns 3 Monate Aufenthalt.
Nach dem Zoll hat es eine Brücke mit Barriere, wo der Polizist zuerst umgerechnet 12 US$ Brückenzoll verlangte und als wir ihm sagten, dass wir fast kein Geld mehr haben, liess er uns für umgerechnet 3 US$ und Quittung weiter fahren. Gerald haben wir mit seinem Fahrzeug weiter gewunken, als wir festgestellt haben, dass das nur so eine Abzocke war.
Ausreise-Formalitäten: Siehe Einreiseformalitäten El Salvador
Ausreise: 25.04.02 Ciudad Pedro de Alvarado nach El Salvador, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 35’400

 

USA 5. – 23.07.01 & 23.08. – 11.09.01 & 24.09. – 19.11.2001

usa_kanadaErste Schritte
New Jersey, New York
Emergency Room
Prattsville
Endlich in Alaska
Denali NP
Anchorage
Portage Gletscher
Kenai Fjords NP
Anchorage
Fairbanks und Barrow
Hyder
Seattle und Mt. St. Helens
Oregon und Idaho
Yellowstone NP
Mt. Rushmore & Crazy Horse
Nach Salt Lake City
Salt Lake City
Arches NP
Mesa Verde
Grand Canyon
Bryce Canyon & Zion NP
Las Vegas
UFO’s
Death Valley & Yosemite NP
Sequoia NP
In Los Angeles
Von LA nach Mexiko

Wunderbare, weite und vielfältige Landschaften, Nationalpärke und Bären in Alaska.

Zum ersten Mal:usa1

Einreise Personen: 05.07.01 Washington DC, Dulles Airport aus der Schweiz
Einreise Fahrzeug: 10.07.01 Hafen von Baltimore, Reisebeginn, der Kilometer 0
Einreise-Formalitäten für Personen: Personenvisum total  6 Monate für USA und CA. Dank einem vorgängig bei der US-Botschaft beantragten Visum gelang die Einreise auch ohne Rückflugticket problemlos. Ein deutsches Ehepaar, welches wir unterwegs getroffen haben, erhielt sogar 12 Monate Aufenthalt.
Fahrzeug Einreise-Formalitäten: Temporary Non-Resident Importation Form max. 1 Jahr USA (Auto). Autohaftpflichtversicherung für 6 Monate und SFr. 890.- über das Swiss National Auto Program (SNAP) der Winterthur. Diese beinhaltet nur Haftpflicht über 3 Mio. US$.
Ausreise-Formalitäten: Bei dem Grenzübergang gibt es für die Ausreise keine Passkontrolle.
Ausreise: 23.07.01 Peace Bridge, Buffalo NY nach Kanada
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 1’350

Das zweite Mal:usa2

Einreise: 23.8.01 Top of the World Highway, Alaska aus Yukon, Kanada
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 8’600
Formalitäten: keine, immer noch die gleiche Autohaftpflichtversicherung
Ausreise: 11.9.01 Alaska Kanada Highway, Alaska nach Yukon, Kanada
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 12’000

Das dritte Mal:usa3

Einreise: 24.9.01 Blaine, Washington auf der I-5, aus Kanada
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 15’500
Einreise-Formalitäten: Nach 2 Stunden in der Warteschlange für den Grenzübergang, wurden wir nach dem Wohin und Woher gefragt, einer schaute kurz in das Auto hinein und schon wurden wir freundlich durch gewunken. Immer noch die gleiche Autohaftpflichtversicherung
Ausreise-Formalitäten: Bei dem Grenzübergang auf der I 5 gibt es für die Ausreise keine Passkontrolle. Unsere Ausreise werden wir der US-Botschaft in Guatemala per Post mitteilen.
Ausreise: 19.11.01 San Diego nach Tijuana Mexiko
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 25’000

Verschiffen

Das Fahrzeug muss für eine Panamericana-Reise mindestens einmal verschifft oder verflogen werden und von Europa aus zweimal mehr. Zwischen Panama und Kolumbien hat es den so genannten Darien Gap, welcher für Fahrzeug quasi unpassierbar ist. Es gibt immer wieder welche, die es versuchen, am erfolgreichsten ist man heute immer noch zu Fuss.

Fahrzeugverschiffung Europa – USA

Neben dieser Verspätung, hatten wir auch noch Probleme beim Transport von Basel nach Bremerhaven, weil dem Transporteur beide Lastwagen ausgefallen waren. In Baltimore konnten wir mit der Hilfe von Michele (Seabridge International) das Auto innerhalb einer halben Stunde aus den Hafen holen und auch den ganzen Papierkram erledigen. Leider sind auch bei uns ein paar Sachen (zwei Auto-Fussmatten, Gasanzünder, Spaghettizange und eine Stange Zigaretten) aus dem Fahrzeug verschwunden.
Der Preis von 42 US$ pro m3 wurde nach der Planung etwas verteuert, da der US$ um fast 20% anstieg und die Verschiffungsgesellschaft den Preis wegen Treibstoffverteuerung um 10% anhob.

Fahrzeugverschiffung über den Darien Gap

Wir haben mit der Firma K-Line ab Costa Rica, Puerto Caldera nach Guayaquil, Ecuador verschifft. Für den Einheitspreis von 450 US$ je Fahrzeug. Dazu kamen noch 120 US$ Hafentaxen und Zollagent in Puerto Caldera und 170 US$ Zollagent in Guayaquil. Da wir dem Zollagenten glaubten, er könne das Auto auch ohne uns aus dem Zoll holen, gingen wir in der Zwischenzeit auf die Galapagos-Inseln. Deshalb kamen noch folgende Kosten dazu: 110 US$ für 13 Tage Parking im Hafen und 35 US$ Notariatskosten. Weil unser Carnet de Passage noch einen Schreibfehler in der Chassisnummer aufwies, brauchten wir nochmals 60 US$ Schmiergeld, um das Auto endlich in die Hände zu kriegen. Also Total 945 US$, was zum Glück immer noch günstiger war, als die nächst beste Offerte. Siehe auch Dokumente Carnet de passage.
Die Boote von K-Line kommen mit neuen Autos beladen von Japan nach Mittelamerika und fahren die Häfen Puerto Quetzal (0), Guatemala – Acajutla (2), El Salvador – San Lorenzo(3), Honduras – Corinto(4), Nicaragua – Pt Caldera (5), Costa Rica – Guayaquil (12), Ecuador an. In Puerto Quetzal sind sie um den 27. jedes grad-zahligen Monats, also nur alle zwei Monate. In Klammern (x) ist die Reisezeit in Tagen ab Puerto Quetzal.

Ein anderes Angebot hatten wir von der Firma Panalpina, für 47 US$ pro m3. Die Verschiffung unseres Autos hätte also 1’900 US$ gekostet. Diese Firma machte einen sehr guten Eindruck, Antwort innert 24 Stunden und alle Fragen wurden in Deutsch beantwortet.
Freunde von uns bezahlten mit Panalpina 25 US$ pro m3 plus 40 US$ in Panama und 350 US$ in Quayaquil für Hafen- und Zollgebühren.

Fahrzeugverschiffung Südamerika – Europa

Wir reisten mit dem Auto auf einem Co/Ro-Schiff von Grimaldi, der Repubblica del Brasile. Je nach Boot, muss man bis zu ½ Jahr zum voraus reservieren, es werden nur 12 Passagiere mitgenommen. Die Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg kostete uns 1’350 Euro pro Person und 700 Euro für das Auto. Keine weiteren Kosten in Argentinien und Hamburg. Siehe Verschiffen nach Europa. Wem dies zu teuer ist, bedenke, dass man für einen Flug Argentinien-Europa etwa 700 US$ bezahlt und die uns offerierten Frachtraten zwischen 69 und 85 US$ pro m3 lagen.

Tipps zum Verschiffen

Die Verschiffung kann eine relativ teure Angelegenheit werden. Deshalb empfanden wir folgendes vorgehen als das Beste. Vorgängig über Fax und Internet versuchen mit den Gesellschaften Kontakt aufzunehmen. Denn einige, günstige Schiffe verkehren nur alle paar Monate auf der gewünschten Strecke. Somit hat man schon so grobe Preis- und Zeitvorstellungen. Es lohnt sich aber immer, wenn man sich Vorort nochmals etwas umschaut.
Meist braucht man mehrere Agenten um das Auto in den Hafen und auf das Boot zu bringen und vice versa. Diese liessen wir uns immer von der Schifffahrtsgesellschaft geben, so benutzten wir immer Parteien welche gut mit einander zurecht kamen. Der andere Ansatz ist einen Agenten zu suchen, z.B. Im South American Handbook und diesen nach einer Schifffahrtsgesellschaft suchen zu lassen.

Adressen von Schifffahrts-Gesellschaften

Es empfiehlt sich, bei den Gesellschaften mit einer Website, die direkten Ansprechpersonen zu suchen. Meist kann man den Starthafen angeben und erhält dann Name, Adresse, Telefon- und Faxnummern der Ansprechpersonen.

K-Line
„K“ Line (Europe) Limited
lonbcar@kline.co.uk
Panalpina
www.panalpina.com
Euro Line Logistics www.euro-line-logistics.com
Transpac Veracruz
F 01 (29) 38 26 62
info@transpac.com.mx
ver@transpac.com.mx
Grimaldi, da hat man die Möglichkeit, zwischen Europa, Afrika und Südamerika auf einem Containerschiff mitzureisen www.grimaldi.napoli.it
www.grimaldi-freightercruises.com
Seaboard Marine Houston
www.seaboardmarine.com
Norton Lili International CSAV
Transoceanica
Luis Velasco
lvelasco@transavisa.com.ec
J.E. Turner & Co.
nur mit Pablo Orsini sprechen, der Rest hat schockierend wenig Ahnung.
Reconquista 575, 4th floor, Buenos Aires
Tel. 11 4312 6891 , Fax 11 4312 0416
turner@turner.com.ar
Seabridge seabridge@t-online.de
www.sea-bridge.de

Fahrzeug

Gründe für den Kauf einer Campers im Heimatland

Wir haben uns entschlossen, die Reise mit einem Motorhome zu machen. Dies führte direkt zu der nächsten Frage: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Weil unser Budget und die Neupreise von Wohnmobilen nicht ganz zu einander passten, kam nur der Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs in Frage. Klar ist eigentlich jedem, dass man diesen Kauf in den USA tätigt, uns nicht. Verschiedene Gründe bewogen uns dazu, uns schon in der Schweiz umzuschauen.

  • Die Freude an der Idee, schon bald mit den Vorbereitungen anzufangen, alles einzurichten und auszuprobieren.
  • Wir hatten ein gutes und günstiges Angebot.
  • Die Verschiffung des Fahrzeugs von Europa nach den USA ist gar nicht so teuer. Siehe Verschiffen. Die Verschiffungskosten haben wir durch den tieferen Dieselverbrauch schon lange wettgemacht.
  • Die Fahrzeuge in den USA sind sehr komfortabel ausgestattet, Klimaanlage, Mikrowelle, Backofen, und Fernseher sind keine Seltenheit. Aber je mehr moderne Technologie in einem Fahrzeug steckt, desto eher kann etwas Schaden nehmen und der Laie hat wenige Chance, Reparaturen selber vorzunehmen.
  • Auch sind diese Fahrzeuge, vom VW-Bus mal abgesehen, meist grösser als europäische Modelle. Fahrzeuge, die eine für Mittel- und Südamerika taugliche Grösse aufweisen, sind zum grössten Teil mit Benzinmotoren (ca. 25l/100km) ausgestattet. Dieselmotoren sind langlebiger, sparsamer und  wegen der einfacheren Bauweise weniger reparaturanfällig und unempfindlicher auf schlechte Treibstoff-Qualität. Diesel haben wir überall erhalten und immer günstiger als Benzin.
  • Die Motorhome-Gebrauchtwagenpreise sind in den USA relativ hoch. Wir hätten für die 10’000 US$, die wir etwa bezahlt haben, kein vergleichbares Fahrzeug gefunden, betreffend Zustand, Ausstattung, Kilometerstand unter 100’000 und Jahrgang (nicht älter als 10jährig).

Nun, so haben wir einen 91’er Elnagh Clipper 590  gekauft. Das Grundfahrzeug ist ein Ford Transit 2.5l Diesel  mit ganzen 52 kW und einem Maximalgewicht von 2’790kg. Die Ausstattung umfasst 5 Betten, Gasheizung, Gasboiler und 3 Flammen Gaskochherd, WC, Dusche und Kühlschrank (Gas, 12V und 220V).
Natürlich gab es einiges zu reparieren und umzubauen: An dieser Stelle möchten uns bei allen fleissigen Helfern nochmals herzlich bedanken!

Was wir so bis jetzt herausgefunden haben

  • Der Motor stellte sich als etwas schwach heraus, fahren wir doch steile Bergstrecken im 2. oder manchmal sogar im ersten Gang. Dafür ist die Kühlung gut dimensioniert und das Auto hat trotz der grössten Hitze noch nie gekocht. Ein etwas stärkerer Motor würde es erlauben gewisse Stück nicht mir Schuss fahren zu müssen, was etwas Materialschonender wäre.
  • Mit dem Fahrzeug wählt man auch die Strassen aus, die man befahren will. Mit einem Geländewagen kann man sicher andere Strecken fahren, als wir mit unserem busartigen Fahrzeug. Geländewagen verfügen aber selten über den Komfort mit Dusche, WC, Küche etc. und wenn doch sind sie oft fast zu schwer, für wirkliche Geländetauglichkeit.
  • Betreffend Ausstattung sind wir mit unserer Wahl sehr glücklich:
    • die eigene Toilette ist ein Komfort den wir um keinen Preis aufgeben möchten
    • das gleiche gilt für die Dusche, der Boiler dabei ist nice to have, besonders in kälterer Umgebung. Aber keine absolutes Muss. Der 100l Wassertank ist etwas knapp, das reicht bei 2 Personen, wenn  man sich sehr stark einschränkt, etwa für 3-4 Tage, inklusive Abwasch, WC-Spülung und jeden Abend eine kurze Dusche.
    • mit dem Gas-Kochherd können wir, schwer vermisste, Mahlzeiten zwischendurch selber kochen.
    • Der Kühlschrank dürfte etwas grösser sein, besonders das Gefrierfach. Um sich bei Gelegenheit auch mit verderblicheren Vorräten einzudecken. Ein Kompressor-Kühlschrank hat neben dem Nachteil des Stromverbrauchs den grossen Vorteil, dass er auch bei hohen Aussentemperaturen 4 Grad halten kann. Unser Kühlschrank kühlt auf Gas die Aussentemperatur minus 20-25 Grad, an 110 oder 220V etwas besser und an 12V etwas schlechter. Man/Frau rechne.
    • Schön ist es jeden Abend in seinem eigenen Bett zu schlafen und auch sonst seine eigene „Wohnung“ zu haben, in nicht auf die manchmal etwas heruntergekommenen Hotels angewiesen ist.
    • Was wir auch sehr zu schätzen wussten, ist dass wir in unserem Auto aufrecht stehen konnten, wenn es draussen regnet, kalt ist oder regnet ist man froh für etwas Bewegungsfreiheit.
  • Obwohl ein Ford, ist es halt ein in Deutschland gebautes Modell. Das heisst, es ist fast unmöglich, Ersatzteile wie Öl-, Luft- oder Dieselfilter zu erhalten. Wir mussten diese aus Europa einfliegen lassen, bzw. von Besuchern mitbringen lassen. Da bieten Volkswagen, Mercedes und Japanische Grundfahrzeuge deutliche Vorteile.
  • Die Bordanlage ist für 220V ausgelegt, deshalb haben wir einen Transformator von 110 auf 220V mitgenommen. Ist nicht unbedingt nötig, aber doch zwischendurch ganz praktisch.
  • Wir liessen uns in Kanada eine 100 W Solarzelle aufs Dach montieren. Die Batterien werden normalerweise beim Fahren geladen, bei langen Standzeiten ist man deshalb auf Strom von aussen oder eben Solarzellen angewiesen. Diese Anschaffung hat sich in unseren Augen gelohnt.
    Wenn wir heute diese Reise nochmals planten, würden wir noch mehr Watt in Solarzellen auf dem Dach montieren, eine zusätzliche Batterie und einen Inverter für 220 V Wechselspannung einbauen, um Haushaltsgeräte wie Rasierapparat, Computer etc. betreiben zu können. Somit könnte man sich die Kosten für einen 110 – 220V Transformator und speziellen Stromadapter für die Haushaltgeräte sparen. Die Kosten für den Stromanschluss auf den Campingplätzen sind, besonders in den USA und Kanada, im Preis drin, wenn man keinen Strom benutzt gibt es oft keinen Rabatt.
    Je nach Dimensionierung des Inverters, Batterie und der Solarzellen können dann sogar Toaster und Kaffeemaschine betrieben werden.
    Anstelle der Solarzelle könnte man sich auch die Anschaffung eines kleinen Generators überlegen, um damit bei langen Standzeiten die Batterien wieder aufzuladen. Generatoren und Solarzellen mit Zubehör sind in den USA und Kanada deutlich günstiger zu kaufen. Wir haben für den Einbau, Laderegler und Solarzelle in Kanada gleichviel bezahlt, wie in der Schweiz alleine die Solarzelle gekostet hätte.
    Es ist noch zu erwähnen, dass Solarzellen im Widerspruch zum Camperleben stehen. Solarzellen leisten am meisten, wenn man sie direkter Sonneneinstrahlung aussetzt, das Motorhome stellt man aber lieber in den Schatten, damit es schön kühl bleibt.
  • Unser Auto verfügt über einen 100l Wassertank, dieser wird für Trink-, Dusch- und Abwaschwasser benutzt. Um das Wasser keimfrei und geniessbar zu halten, benutzen wir Micropur Tropfen. Unterdessen haben wir uns für Trinkwasser eine 20l Wasserflasche gekauft, die es ab Mexiko an jeder Strassenecke zu füllen oder tauschen gibt. Eine andere Möglichkeit ist der Einbau eines Wasserfilters (z.B. Katadyn), Bekannte haben das gemacht, kaufen aber weiterhin zusätzlich Trinkwasser, weil ihnen der Geschmack des nun absolut sauberen Wassers nicht mehr zusagt.
  • Wir sind uns nicht ganz schlüssig, ob eine Klimaanlage wirklich nötig ist. Zu unterscheiden sind hier Klimaanlagen für das Auto und den Wohnteil.
    Während der Fahrt hat man oft den Fahrtwind, der kühlt, nur in Städten kann es unangenehm warm werden. Eine Autoklimaanlage wäre da sicher angenehm und würde mit dem Motor betrieben.
    Für den Wohnteil ist einfach die Frage, woher man den Strom nimmt. Bisher sind wir ganz gut ohne zurecht gekommen, hätten aber an einigen Orten davon geträumt, wenn der Lärm unseres Ventilators das Träumen zugelassen hätte.

Fahrzeug-Reparaturen

An einigen Orten Kann es recht schwierig werden sein Fahrzeug fachgerecht reparieren zu lassen. Hier ein paar Adressen wo anschliessend nicht alles vermurkst oder kaputt war.

Guatemala, Panajachel an der Durchfahrtsstrasse hat es neben der Feuerwehr einen deutschen Automechaniker.

Argentinien, Salta an der Pellegrini 732 hat es J.C. Martinez Amortiguacion, äusserst hilfsbereit und repariert gekonnt auch Dinge die nicht mit der Federung zu tun haben. Man kann bei ihm auch in der Garage zum Übernachten sicher stehen bleiben.

Bolivien, La Paz an der Calle James Freyre 2326 gibt es die Garage von Ernesto Hug. Er spricht Deutsch und ist ein kompetenter Fachmann. Man kann bei ihm auch in der Garage zum Übernachten sicher stehen bleiben.

Dokumente und Papierkram

Einreise und Grenzübergänge allgemein

Allgemeine gilt für alle Einreiseszenarien, dass wir mit Schweizerpässen reisen. Für andere Länder gelten oft andere Einreisebestimmungen.

Bisher hatten wir an den Grenzen keine grossen Probleme. Die Abläufe sind nicht nur für Uneingeweihte etwas unklar, aber mit Geduld oder mit Hilfe der Tramitadores (Zollhelfer) kommt man durch.

Abzockversuche kann man meistens durch Zahlung nur gegen Quittung umgehen, es lohnt sich aber auch nicht wegen 5 US$ einen Aufstand zu machen. Wichtig ist auch, nie unter Zeitdruck an eine Grenze zu kommen. Unsere Aussage war oft, „Wir haben mehr Zeit als Geld.“, wenn jemand gegen mehr oder weniger bescheidene Gebühren denn Ablauf etwas ölen wollte. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man bereits am früheren Morgen, so ab 9:00 Uhr, eintrifft. Es ist dann meist noch etwas kühler und man hat noch den ganzen Tag vor sich. Mittagszeit, Randstunden und Wochenenden sollte man vermeiden. Manchmal kommen die Zollbeamten sonst auf die Idee, wie die Gewerkschaften, Sonntags- und Überzeitzuschlag zu verlangen.

Die Einreisebestimmungen für Alkoholika und frische Lebensmittel sind oft unterschiedlich. Fast nichts dabei zu haben, es zu verstecken oder vor der Nase der Zöllner zu verspeisen, sind wohl hier die Lösung.

Carnet de Passage

Um mit einem Fahrzeug ohne Probleme und vor allem ohne viel Geld zu hinterlegen über den Zoll zu kommen, besorgten wir uns ein Carnet de passage oder Libreta de paso. Dazu muss ein Depot von etwa einem Drittel des Fahrzeugwerts auf einem Sperrkonto oder beim Herausgeber des Briefs (z.B. TCS, ACS Automobilclub des Heimatlandes) hinterlegt werden, man beachte, dass es nur ein Jahr gültig ist und nicht vordatiert werden kann. Bei der Ein- und Ausreise muss dieses Dokument dann immer genau gestempelt werden, besonders bei der Rückkehr in die Schweiz. Sonst erhält man erstens das Depot nicht zurück und zweitens können weitere Kosten und Gebühren, des Landes in welches das Auto zuletzt eingeführt wurde, anfallen.
Ein Carnet braucht man für Nord- und Mittelamerika überhaupt nicht, für Südamerika aber sehr empfohlen. Besonders, wenn  man nach Ecuador verschifft, ist es fast unmöglich das Fahrzeug ohne Carnet aus dem Hafen zu holen.
Bekannte Kanadier haben es zwei Wochen versucht und schlussendlich in Kanada ein Carnet via Kurier bestellt und schwups war das Auto draussen.
Gute Freunde von uns, Engländer, hatten auch kein Carnet, sie erhielten aber eine Garantie der Britischen Botschaft. Nichts genützt, nach etwa 6 Wochen liessen sie sich von einem Zollbeamten an die Grenze zu Peru begleiten, um das Auto sofort auszuführen.
An den Grenzen Ecuador-Peru, Peru-Bolivien, Bolivien-Argentinien haben wir nur das Carnet als Fahrzeugdokument vorgezeigt und die Grenzüberquerung war kein Problem.
Man kann auch eine Art Carnet erhalten, das dem Echtem täuschend ähnlich sieht, wobei aber keine Kaution oder so verlangt wird. Solche wurden von anderen Fahrzeug-Reisenden benutzt. Dies soll aber keine Empfehlung sein, sondern ist einfaches Hörensagen, man beachte auch, dass dies unter Urkundenfälschung fällt und somit strafbar ist.

Fahrzeug-, Führerausweise

Weitere Dokumente für das Fahrzeug, die wir dabei haben, sind der CH-Führerausweis, CH-Fahrzeugausweis, mehrere Übersetzungen (Translation) und internationale Führerausweise, die letzteren beide erhältlich beim Strassenverkehrsamt und TCS, ACS Automobilclub des Heimatlandes.

Dazu ist auch zu sagen, dass die Leute hier auf diesen Kontinenten keine Ahnung haben, wie unsere Original-Ausweise aussehen, woher auch? Also kommt es unter den Fahrzeug-Reisenden vor, dass die mitgeführten Ausweise auf dem PC hergestellt wurden, der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Man kann sie ja in Folie einschweissen, mit einem Markstück einen Stempel basteln etc. Auch dies soll keine Empfehlung sein, sondern ist einfaches Hörensagen, man beachte, dass auch solches unter Urkundenfälschung fällt.

Nummernschilder

Aus Furcht vor Diebstahl, weil das Fahrzeug im Herkunftsland niemals zugelassen werden könnte oder um die Fahrzeugsteuern und die Versicherung (welche im Ausland ja doch nicht zahlt) im Herkunftsland zu sparen, geben einige der Fahrzeug-Reisenden ihre Originalnummernschilder ab und fahren mit Kopien herum. Auch in diesem Fall wissen die Einheimischen hier nicht, wie ein Originalnummernschild aussieht, also sieht man auch hier die lustigsten Sachen.

Kranken- und Unfallversicherung

Als Schutz gegen Krankheit und Unfall haben wir, in unsere Krankenversicherung einen Weltzusatz und die Unfalldeckung eingeschlossen. Laut Gesetz ist dies in der Schweiz nur für maximal 1 Jahr möglich, laut den Krankenkassen machen sie aber eine Ausnahme und versichern auch länger. Ob dies nur mit dem Prämienkassieren oder dann auch im Falle einer Krankheit oder Unfall gilt wissen wir nicht.
Wer sich in der Schweiz abmeldet und somit also nichts mehr verdient, hat je nach Gemeinde anrecht auf Krankenkassensubventionen. Dies muss aber vor Reisebeginn angefordert werden.

Autohaftpflichtversicherung

Für die USA und Kanada hatten  wir eine Fahrzeug-Haftpflichtversicherung für 6 Monate und SFr. 890.- über das Swiss National Auto Program (SNAP) der Winterthur Versicherung abgeschlossen. Diese beinhaltet nur Haftpflicht über 3 Mio. US$. Die Schweizer Haftpflicht Versicherung gilt nur für die auf der grünen Versicherungskarte angegebenen Länder.
Unterwegs haben wir aber eine Versicherung in den USA ausfindig gemacht, die eine Haftpflichtversicherung für fast die ganze Welt anbietet und das zu vernünftigen Preisen. Es steht zwar, dass diese nur für US-Bürger und in den USA zugelassene Autos gilt, was in Realität aber nicht so ist. www.aig.com

Reisegepäckversicherung

Unser mitgeführtes Mobiliar ist in einer speziellen Hausratsversicherung für Auslandaufenthalt und das zurückgelassene als eingestelltes Mobiliar versichert. Als weitere und letzte Versicherung, neben der Personen-Haftpflichtversicherung, haben wir eine kombinierte Reisegepäck-, Annulationskosten – und Rückführungsversicherung (Es ginge da ev. mit der Krankenkasse  günstiger). Auf letztere griffen wir bereits wegen dem verspäteten Fahrzeugtransport zurück und sie hat uns 5 Tage Aufenthalt in Washington DC bezahlt.

Geld

In allen Ländern und grösseren oder touristischen Städten kann man heute mit einer normalen Bancomat-Karte (EC-Karte, Maestro-Karte, Cirrus-Karte) an den Geldautomaten mit Maestro- oder Cirrus-Logo Geld abheben. Dies zu Devisenkursen und mit günstiger Spesenbelastung, wenn man etwa den Gegenwert von 200 – 300 US$ abhebt.
Dasselbe gilt auch für die VISA-Karte, wo oft auch am Automaten (mit VISA-Logo) oder am Schalter (Cash-Advance), aber mit deutlich ungünstigerer Spesenbelastung, Geld bezogen werden kann.
Dazu noch etwas US-Dollar in bar und Reise-Schecks in US-Dollar und schon ist man ausgerüstet.

Reiseschecks, Traveller Cheques

Von den Reise-Schecks werden bei Diebstahl ersetzt. Beim Einlösen entstehen einem aber oft Gebühren welche bis zu 10% des Wertes betragen. Dies ist nicht so schlimm weil z.B. American Express belegte Gebühren über 1% zurückerstattet. Ist aber oft nicht zu belegen, weil man einfach einen schlechten Wechselkurs erhält. Selbst im American Expressbüro ist der Wechselkurs oft schlechter als in der Wechselstube an der Strasse. dann muss man sich im American Expressbüro Dollar auszahlen lassen (ohne Gebühr) und diese dann auf der Strasse wechseln.
Gerade bei längerer Reise besteht noch das Wechselkursrisiko, Kursverlust den wir hinnehmen mussten, im Juni 01 haben wir zu hohem Kurs CHF 1.82 gekauft und 6 Monate später nur noch CHF 1.45. Wäre das umgekehrt gewesen würden wir die Checks in den Himmel rühmen.
Wir empfehlen nur wenig z.B. 300-500 US$ für den Notfall in Schecks mit zuführen, Bankomate gibt es fast an jeder Ecke. Euro-Reise-Schecks werden in den grösseren Städten gewechselt aber den guten alten Dollar kennt halt schon jeder.