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Versuche mit Online Backup

Versuche mit Online Backup

15.9.13 Bisher habe ich den Inhalt mein NAS immer auf ein zweites NAS gebackupt, dies mit dem Nachteil,

  • dass das zweite NAS langsam und der Speicherplatz zu klein war
  • und dass das zweite NAS sich gleich im Nebenraum befand

Dies entsprach nicht ganz der 3-2-1 Backup-Regel. Diese besagt in etwa, dass ich neben meinem Original-File noch 2 Kopien haben sollte (3). Das Backup am Besten auf 2 verschiedene Medientypen (Harddisk, Band, Optische Disk uä.) anlege und jeweils 1 Kopie an einen anderen Standort auslagere. Das mit den 2 Medien nehme ich jetzt mal an klappt mit der Cloud.

So nun ging die Suche los, folgende Kriterien habe ich mir zusammengestellt:

  • bezahlbar, z.B. 100 CHF pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz (oder ca. 6 TB)
  • unbeschränkter Up-/Download
  • Backup und Spiegelung (um Verzeichnisse zwischen mehreren Computern synchron zu halten)
  • Netzlaufwerke backupen
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer
  • beliebige Anzahl Endgeräte
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology)
  • Online Speicher als Laufwerk anbindbar
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung
  • Sharing und Streaming

JustCloud

Den ersten Versuch startete ich mit JustCloud. Nach 300 GB habe ich aufgehört, es fängt sehr günstig an, man kriegt 50-70% Rabatt braucht aber x-Zusatzservices die alle extra kosten, wie Versionierung, schnellere Up- und Downloads, zusätzliche Clients, Backup von Netzlaufwerken usw. War mir sehr schnell zu blöde. Toll ist die Money-Back Garantie, das Geld wurde bis auf eine kleine Gebühr zurückbezahlt. Nach ein paar folgenden Marketingmails musste ich noch mal sagen, dass ich Ruhe vor ihrem Produkt möchte und seither klappt es

bitcasa

Einen weiteren Versuch startete ich mit bitcasa, ein sehr gutes Produkt welches bei mir auch einen guten Eindruck bezüglich Sicherheit hinter lies. Nach 1.8 TB habe ich das Vorhaben aber abgebrochen

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja ABER System wird instabil
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja sie versprechen 3+ Versionen
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology), ja ABER im Web sind nicht die gleichen Dateien sichtbar wie in den anderen Clients. Die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ja die Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und dedupliziert, dadurch hatte ich das Gefühl der besten Uploadgeschwindigkeit!
  • Sharing und Streaming, ja man kann sogar ganz Musikalben streamen z.B. aufs iPhone
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, ja aber Zugriff mit SyncSoftware wie AllwaySync ist instabil, dito Robocopy

Nachdem ich 1.8 TB hochgeladen habe und dann mit den verschiedenen Clients Zugriff waren im Webclient nicht alle Dateien vorhanden wie auf dem Windows oder iOS Client. Dies verwirrt, die Antwort des Customer-Services auch „Oh that’s a lot of data“. mit dem Tipps im Supportforum kam ich auch nicht wirklich weiter, deshalb hat bitcasa mal Pause. Ich hoffe, dass sich die Situation während der Dauer meines Jahresabos noch verbessert .

Update 10.11.13 Auch mit verschiedenen neuen Client-Versionen (zuletzt  1.1.3.26 de) stürzt das Teil regelmässig ab, sowohl beim Backupen, Mirroring wie auch beim Zugriff auf bitcasa-Laufwerk

Update 20.11.13 Bitcasa hat die Preise erhöht. Mein Unlimited-Paket kostet nun nicht mehr 99$ im Jahr sondern pro Monat –> Account gelöscht

Crashplan

Nächster war crashplan, und wurde nach einer Woche wegen der sehr schlechten Upload-Bandbreite abgebrochen.

  • bezahlbar, ja 48 – 108 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, nur Backup
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja
  • beliebige Anzahl Endgeräte, je nach Vertrag 1 oder 2-10
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, na
  • Sharing und Streaming, na
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, weiss nicht mehr

Update 20.11.13 Websites http://pcloadletter.co.uk/2012/01/30/crashplan-syno-package/ und http://blog.abenker.com/2012/06/17/synology-diskstation-und-crashplan/ etc. mit einer guten Anleitung für Crashplan auf Synology-NAS gefunden

 

OpenDrive

Nun bin ich an opendrive dran und bin bisher (2.5TB) und immer noch zufrieden

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, jein, Download ist auf 100 GB pro Tag beschränkt, mehr ist Kostenpflichtig, sie behaupten auf der Website kulant zu sein….
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja bin im Moment bei 10 Versionen bei einzelnen Dateien
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die iOS-App ist langsam und instabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ? Übertragung erfolgt 128bit verschlüsselt, zusätzlich gibt es auf dem PC einen speziellen Folder, dessen Inhalt bereits auf dem PC verschlüsselt wird und diese Verschlüsselung über die ganze Kette beibehält.
  • Sharing und Streaming, ja nur einzelne Dateien

Software funktioniert unter Windows 8 und 8.1 stabil, kann alle Verzeichnisse und Netzwerklaufwerke backupen oder syncen. Nutzt die ganze Netzwerkbandbreite für den Upload über meinen Internet-Anschluss.

Mein Ranking

  1. Crashplan
    Pro: Synology PlugIn, Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) und Verschlüsselung Neg: iOS App
  2. OpenDrive
    Pro: Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) Neg: iOS App und Verschlüsselung

Nach Salta 20.9. – 2.10.02 (48’000 km)

Der Unterschied zwischen Bolivien und Argentinien könnte deutlicher nicht sein. Die Strasse auf der einen Seite des Zollübergangs besteht aus Steinen und Staub, auf der anderen Seite ist sie asphaltiert. Augenfällig ist, dass die Häuser nicht mehr aus Erdziegeln erbaut sind, sondern nun eher dem ähneln, was wir uns unter einem Haus vorstellen. In den Hotels hat es ganz selbstverständlich warmes Wasser und wenn man in die Läden geht, besteht das Sortiment nicht nur aus abgelaufenen Salzcrackern und Toilettenpapier, sondern man findet alles, was das Herz begehrt.
Die Zivilisation hat uns also wieder und wir müssen hier einmal ganz ehrlich eingestehen, dass uns die Armut der letzten durchreisten Länder mit der Zeit stark an die Nieren gegangen ist. Argentinien hat sicher schon bessere Zeiten gesehen, aber uns kommt es im Moment wie das Paradies selbst vor.

San Salvador de Jujuy

Nachdem wir die letzten vier Nächte gezwungenermassen in Hotels bzw. die letzten 2 Tage mit Autoputzen verbracht hatten, konnten wir hier nun endlich wieder in unser Heim einziehen, ohne eine Staublunge zu kriegen. Bei einem Lavadero hatten wir Mosquito einer intensiven Aussenreinigung unterziehen lassen (für CHF 1.50) und gleich noch das Wageninnere vorputzen lassen (CHF 10.-). Den Wagen liessen wir auf dem Parkplatz des Familienunternehmens stehen, wir durften unsere Sachen im Büro einstellen und konnten während dem 2. Innen-Waschgang soviel Wasser brauchen, wie wir nur wollten. Die ganze Familie kümmerte sich rührend um uns, ein Freund des Clans, Miguel, lud uns zum Nachmittagstee ein und dort wurde Hubi in die Geheimnisse des Mate-Trinkens eingeweiht. Ein Mategefäss wurde uns geschenkt und am nächsten Tag gingen wir gleich die Bombilla (Röhrli) und das Yerba (Kraut) kaufen, die Thermoskanne für’s heisse Wasser haben wir bereits. Bei Miguel und Fabiana kamen wir auch zum 1. Mal in den Genuss eines Asados und Empanadas – mhm, lecker!

Salta

In Salta machten wir uns auf die Suche nach der Ford Garage, weil wir unseren defekten Stossdämpfer ersetzten wollten. Leider führen sie in der ganzen Stadt kein solches Teil, aber der Meister schickte uns zu einer Werkstatt, die Stossdämpfer repariert.
Hier wurde das defekte Teil mit abenteuerlichen Maschinen auseinander genommen und auch wieder zusammen gesetzt, anschliessend wurde das Fahrwerk einer umfangreichen Überholung unterzogen und abgeschmiert, die Federung verstärkt und viele lose Schrauben Innen und Aussen nachgezogen. Die Werkstatt hat Juan Carlos erst seit dem Kurssturz des Peso wieder aufgenommen, vorher rentierte es nicht etwas zu flicken, sondern es wurde, wie bei uns, gleich neu gekauft.

Wieder wurden wir von einer argentinischen Familie adoptiert. JC, momentan in einer etwas schwierigen familiären Situation, hat vorübergehend sein Lager in der Werkstatt aufgeschlagen und schlug uns vor, ihm Gesellschaft zu leisten. Gerne nahmen wir sein Angebot an, nicht gewahr, welcher „Gefahr“ wir uns da aussetzten. Nicht nur, dass wir nun zum Clan der Martinez gehören und dementsprechend umhegt und gepflegt werden, nein, JC sieht es auch als seine Pflicht an, uns jedes schöne Plätzchen in und um Salta zu zeigen. Ausserdem werden wir dermassen gefüttert, dass wir wohl schon bald nicht mehr in unsere Kleider passen – wir fühlen wir uns sehr wohl hier!
Eine Parillada im Hause Martinez ist schon etwas ganz Besonderes. Juan Carlos senior kümmerte sich höchstpersönlich um die zu grillenden Fleischberge, während Mama Pirucha die vielen Enkelkinder von der selbst gemachten Torte fernhielt. Die zu Besuch weilende Tante (Schwester von JC senior) kümmerte sich um die Salate und Liliana (Tochter von JC senior / Pirucha und Schwestern von JC junior), unterhielt die vielen Kinder, von denen Paulina und Daniela ihre eigenen sind. Man kann sich gut vorstellen, dass uns bald der Kopf vor lauter Namen summte, doch wurde von uns glücklicherweise nicht viel Konversation erwartet, sondern nur, dass wir den Teller, der sich immer wieder wie von selbst füllte, leerten – was wir natürlich auch folgsam taten. Der von uns mitgebrachte Champagner, Marke Chandon aus Mendoza, wurde nach dem Essen zusammen mit dem Dessert serviert. Und wieder einmal fielen wir mit vollem Magen ins Bett.

Tagesrythmus

An den argentinischen Tagesrhythmus muss man sich erst gewöhnen, denn er ist dem unseren nicht sehr ähnlich: So gegen 13:00 Uhr schliessen alle Geschäfte und der Argentinier isst zu Mittag. Anschliessend haut er sich aufs Ohr, denn die Siesta ist ihm heilig. Ab 16:00 Uhr beginnt sich die Stadt wieder zu regen und es ist keine Seltenheit, dass Geschäfte bis 22:00 Uhr und später offen sind. Dann fängt die Vida nocturna, das Nachtleben, an, mit einem feinen Abendessen, am liebsten natürlich Asado. Ins Bett fällt der Argentinier bestimmt nicht vor Mitternacht. Mariano zum Beispiel geht einmal in der Woche um 23 Uhr zum Fussballtraining.
Wir kriegen also nicht nur einen Bauch, sondern auch Ringe unter den Augen.

Am Samstagabend gingen wir in die Disco, das heisst, man wollte sich um 22:30 Uhr zum Essen treffen, an den Tisch setzten wir uns schlussendlich um Mitternacht. Um 2 Uhr trafen wir dann in der Disco ein, wo wir bis zum Morgengrauen tanzten und uns vergnügten.

Abschied von Costa Rica 23.06. – 3.07.2002 (40’800 km)

Die letzten Tage verbrachten wir in Playa Jaco. Dieser kleine Touristenort liegt in der Nähe vom Hafen Puerto Caldera, von wo aus wir unser Auto nach Guayaquil in Ecuador verschifft haben.
Nachdem wir in San Jose unsere Verschiffungspapiere erhalten und die Verschiffung bezahlt hatten, hiess es Abschied nehmen von Mittelamerika, auf nach Südamerika!

Mechaniker in Costa Rica

Um auch das Fahrzeug für Südamerika zu rüsten, haben wir einmal mehr einen Ölwechsel machen lassen. Ausgerüstet mit dem passenden Zubehör, erwarteten wir eigentlich keine Probleme, aber weit gefehlt, denn der Mechaniker vermurkste den Kopf der Ölablassschraube, so dass diese nicht mehr zu lösen war. Nachdem auch die Rohrzange versagt hatte, kam ein findiger Mann auf die Idee, eine grössere Mutter auf dem Schraubenkopf zu schweissen. Als nach längerer Suche Schweissgerät und Zubehör gefunden waren, stellte sich heraus, dass sich Schraube und Mutter nicht verschweissen liessen. So griff man zu guter Letzt zu Hammer und Meissel. Bald danach floss das Öl wie gewollt und es wurde sogar eine passende Ersatzölablassschraube gefunden, so dass wir die nächsten 2-3 Ölwechsel ohne Probleme überstehen sollten.
In der gleichen Garage liessen wir auch gleich noch die Räder rotieren und da fand ein Mechaniker tatsächlich den Grund für das uns seit Kalifornien ärgernde Geräusch. Und nicht nur das, das Problem wurde auch gleich behoben! Immer wieder haben Mechaniker (3 in den USA, 1 in Mexiko, 1 in Guatemala und 1 in Costa Rica) nach der Ursache geforscht, viele Schrauben wurden nachgezogen, aber immer kam das klopfende Geräusch nach ein paar Hundert Kilometern wieder. Nun scheinen wir endlich Ruhe zu haben.

Überraschende Kreditkartenabrechnung Teil II

Von der Kreditkartengesellschaft wurde uns, per Mail, mitgeteilt, dass die Lauselümmel in Mexiko nochmals mit weiteren CHF 3’500.– zugeschlagen hatten, bevor wir die Karte sperren konnten. Insgesamt wurde also für mehr als CHF 12’000.– eingekauft und das auf unsere Kosten. Ja, ja, wenn wir so mit dem Geld um uns werfen würden, dann wären wir schon lange wieder zuhause. Dies ist wohl sehr wahrscheinlich der Grund, warum die Gauner in Mexiko unser Geld ausgegeben haben und nicht das ihre.
Das war die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass die Kreditkartengesellschaft diesen Betrag in den letzten Tagen gutgeschrieben hat und das innerhalb 14 Tagen – Chapeau!

Wie heisst es so schön: „VISA, die Freiheit nehm ich mir!“

Um San Jose 2. – 7.06.2002 (38’200 km)

Über Sarchi und Grecia nach San José

Wir machten uns nun auf, der Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Langsam kurvten wir den engen Bergstrassen entlang, bewunderten unterwegs die bemalten Ochsenkarren in Sarchi und die Metallkirche in Grecia.
Eine halbe Stunde vor San José, genauer gesagt in San Antonio de Belen, fanden wir einen günstig gelegen Campingplatz und trafen auch wieder auf unsere englischen Freunde Liz und Mike.
Die paar Tage in San Antonio lümmelten wir nicht einfach nur so herum, nein, wir trafen bereits die ersten Vorbereitungen für die auf den 1. Juli geplante Verschiffung nach Ecuador. Der interessierte Leser fragt sich sicher, was für Vorbereitungen wir da meinen. Also, als erstes besuchten wir die Schweizer Botschaft und holten das neue Carnet de Passage ab. Anschliessend suchten wir ein paar Reisebüros auf, um uns über die Flugpreise San José – Guayaquil zu informieren (ca. US$ 350.00). Auch Senor Milton Madriz, Agent der Schifffahrtslinie K-Line, die voraussichtlich unseren Mosquito und auch den Camper von Liz und Mike transportieren wird, wurde von uns Vieren beehrt.
Und um Mosquito einbruchsicherer zu machen, schraubte Hubi einen grossen, eindrucksvollen Riegel vor unsere Haustüre und wir kauften bereits die Holzbretter ein, die wir zur Abtrennung zwischen der Führerkabine und dem Wohnbereich brauchen werden. Es sei zu beachten, dass wir während diesen Ämtlis intensiv Sightseeing betrieben!

Überraschende Kreditkartenabrechnung

Wieder einmal hatten wir die Kreditkarten-Abrechnung erhalten und die Freude war gross, enthielt diese doch eine Rückerstattung. Im letzten Februar nämlich, wir waren bereits in Guatemala, hatte es irgend ein Lauselümmel in Mexiko geschafft, Waren im Wert von CHF 500.– mit Hubis Kreditkartendaten zu beziehen.
Das Grinsen, da jetzt wieder alles seine Ordnung hatte, gefror uns aber sofort wieder, als wir feststellten, dass der Lauselümmel, nach drei Monaten Pause, wieder einkaufen war – aber diesmal summierten sich die ca. 20 Positionen auf etwas über CHF 8’000.–! Da hört der Spass aber auf!
Wenn das so weitergeht, müssen wir unsere Reise noch wegen Geldmangel vorzeitig abbrechen! Spenden nehmen wir gerne entgegen….
Weil es beim ersten Mal nur ein einzelner Vorgang war, hielt es die Kreditkarten-Gesellschaft nicht für nötig, die Karte sperren zu lassen, nun haben wir aber dafür Sorge getragen. Jetzt sind wir ja mal gespannt, wie lange die Bearbeitung dieses Falls dauert, hoffentlich nicht wieder 2 Monate.
Die Helpline der Kreditkartengesellschaften kann man kostenlos anrufen, sie nehmen R-Gespräche entgegen!

Nach Aguacatan und zum Zoll 8. – 13.04.2002 (34’900 km)

In Aguacatan

Obwohl uns ein englisches Paar, das wir auf dem Campingplatz in Panajachel getroffen hatten, darauf aufmerksam gemacht hatte, dass der Weg nach Aguacatan äusserst staubig sei, machten wir uns früh morgens mit unserem frisch geputzten Mosquito wohlgemut auf dem Weg. Wieder einmal befuhren wir die Panamericana, nachträglich stellten wir sogar fest, dass wir über den höchsten Punkt der Strasse (3’670 müM) gefahren sind. Die letzten 20 km der Strecke nach Aguacatan (wir benötigten dafür eine geschlagene Stunde!) waren im Gegensatz zum Rest nicht asphaltiert und man muss beachten, dass es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet hat. Für unser Gelände erprobtes Auto war die Geröllstrecke kein Problem, nur eben eine ziemlich staubige Angelegenheit. Am Ziel angekommen und nachdem wir Yusuke gefunden hatten, stellten wir fest, dass das Wageninnere einem Sandstrand glich. Birgit machte sich – dieses Mal wutschnaubend – sofort an die Reinigung, während Hubi sich der Düngerherstellung widmetet.
Diese Gegend ist und war berühmt für den Anbau von äusserst grossen Zwiebeln und Knoblauch. Aber wegen der etwas einseitigen Anbaupolitik und verschiedenen chemischen Keulen (Dünger, Unkraut- und Schädlingsvertilger) sind die Böden ausgelaugt und übersäuert. Yusuke arbeitet hier für 2 Jahre in einem Entwicklungsprojekt bei einer Landwirtschaftsgenossenschaft, gesponsert von der japanischen Regierung, und stellt unter anderem organischen Dünger her.
Der Dünger besteht aus Kohle (Abfallprodukt aus dem Gipswerk), Hühnerdreck (Abfallprodukt aus der Hühnerfabrik), schwarzer Erde, Hefe, Zuckerrohrextrakten und Getreideabfällen. Die einzelnen Komponenten werden abgewogen, gemischt, fermentiert, von Hand (mit der Schaufel) während 3-4 Wochen 2x am Tag gedreht und schlussendlich in Säcke à 45,4 kg (ein Quintal) abgefüllt. Kostenpunkt je Sack 25 Quetzales (CHF 6.25), was deutlich unter dem Preis von Kunstdüngern liegt.

Von Yusuke erfuhren wir, dass ein Farmarbeiter 20 Quetzales (CHF 5.–) am Tag verdient, was für die Ernährung einer Familie niemals reicht, auch bei den, für uns, tiefen Preisen. Deshalb arbeiten auch die Kinder schon bald auf der Farm mit, anstelle in der Schule zu sitzen.
Ein mal mehr stellen wir fest, wie privilegiert wir sind, in einem Land geboren zu sein, in dem ein Einkommen „normalerweise“ zum Leben reicht.
Um unsere in Antigua hart erarbeiteten Spanischkenntnisse zu erweitern, lesen wir ab und zu lokale Tageszeitungen. Mehr als die Hälfte handelt von Untersuchungen in Sachen Korruption und anderen Verbrechen. Auch der momentane guatemaltekische Präsident, Alfonso Portillo, scheint keinen Deut besser zu sein als seine Vorgänger. Erst vor kurzem soll er heimlich in Panama 3 Bankkonten in seinem Namen eröffnet haben. Seine Erklärung, Teile des Volksvermögens ausser Lande lagern zu wollen, glaubt hier keiner. Es ist mittlerweile auch kein Rätsel mehr, wohin gewisse Gelder, wie z.B. für die Verköstigung von Schulkindern, verschwinden. Aber die Taschen der korrupten Beamten sind nicht nur in Guatemala tief.

Yusuke und ein Arbeitskollege zeigten uns nach Feierabend ‚El Nacimiento del Rio San Juan‘, eine Quelle etwas ausserhalb des Dorfes. Ausserdem gab es eine kurze Stadtbesichtigung, die mit einem Biergelage in einer Cantina endete. Da Yusuke erst seit ein paar Tagen seine eigene Wohnung hat, übernahmen wir die Kocherei und verwöhnten ihn mit einem von unserem deutschen Freund Gerald übernommenen Menü – Yusuke schöpfte 2x nach! Am nächsten Tag wurden wir im Gegenzug mit Misosuppe, Reis, Chinakohl und geräuchtem Kaninchen beehrt. Yusuke und Hubi gingen am Vormittag los und kauften zwei – noch lebende – absolut süsse Kaninchen. Eines davon wurde etwas später umgebracht, laut Hubi „e gruusigi Schlachterei“. Es versteht sich wohl von selbst, dass sich Birgit an diesem Abend rein vegetarisch ernährt hat.

La Mesilla

Da wir am 14. April in Antigua Besucher erwarten, mussten wir unsere Fahrzeugerlaubnis nochmals verlängern. Diesmal gingen wir an die Grenze von Mexiko, weil diese näher an unserem Ausgangspunkt Aguacatan war. Mit dem Schlimmsten rechnend, wurden wir äusserst positiv überrascht. Ohne Aufregung, Betrügereien und Schlepper konnten wir die Fahrzeugerlaubnis in 15 Minuten erneuern.
Und es geht doch!

Quetzaltenango und die Fuentes Georginas

Erschöpft nach der langen Fahrt suchten wir eine Bleibe für die Nacht in Quetzaltenango. Während dem durch die Stadt fahren, war uns ein MacDonalds ins Auge gestochen, dem wir später einen ausgiebigen Besuch abstatteten. Um uns von der stundenlangen Fahrerei vom Vortag zu erholen, fuhren wir weiter zu den heissen Quellen Fuentes Georginas und liessen uns im warmen Wasser entspannen. Das Interessante ist, dass die Landschaft von Antigua bis Quetzaltenango sehr trocken ist, hier auf 2’500 müM aber befindet man sich bereits im Regenwald. Nach dem Baden machten wir einen Spaziergang, der aber nach 30 Minuten den Berg hinaufkraxeln ein jähes Ende im Restaurant fand. Anschliessend verkrochen wir uns in unser Häuschen, backten einen Zopf und bereiteten uns seelisch darauf vor, die Nacht neben einem Stromgenerator zu verbringen.