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Der Tiger ist los

Tigerkuchen

Tigerkuchen

A. wollte diesmal einen Tigerkuchen zum Geburtstag. Dazu haben wir einen Teig für den Rasen (grün) gemacht, einen weiteren Teig für den Körper, die teile des Körpers mit Buttercreme verklebt und dann mit farbiger Buttercreme verziert:

Körper

  • 4 Eier
  • 200g Zucker
  • 200ml Orangensaft
  • 1.5 Tl Kakaopulver
  • 200ml Öl
  • 300g Mehl
  • 1Pck. Backpulver

Die Zubereitung ist denkbar einfach

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren
  2. Mehl und Backpulver dazugeben
  3. 2/3 des Teigs in eine 24er Springform geben
  4. in den restlichen Drittel 1.5 TL Kakaopulver geben und in den Teig in der Springform vorsichtig einrühren, so dass sich Streifen bilden
  5. Anschliessend in den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  6. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen
  7. Vor dem Schneiden noch etwas in den Kühlschrank, damit es nicht so bröselt
  8. Dann den Deckel abschneiden, wieder aufsetzen und die Tiger/Katzenform ausschneiden

Das Rezept für den Boden habe ich aus verschiedenen Quellen im Internet, es wird auch Wunderrezept genannt. Der Boden ist locker, dennoch stabil und schmeckt . Der Teig ist durch die Verwendung anderer Flüssigkeiten z.B. Apfelsaft … leicht abzuwandeln.

Rasen

  • wie Körper
  • zusätzlich etwas blaue/grüne Lebensmittelfarbe anstelle des Kakaopulvers

Zubereitung

  1. Eier und Zucker schaumig schlagen und abwechselnd Öl und Orangensaft unterrühren,
  2. Lebensmittelfarbe,  Mehl und Backpulver dazugeben
  3. Teig in eine 24er Springform geben
  4. In den Ofen und bei 180°C ca 50-60min backen. Bis an einem Holzstäbchen/Messer beim Reinstechen kein Teig mehr hängen bleibt. Wenn der Teig anfängt oben dunkel zu werden, mit etwas Aluminium-Folie abdecken
  5. Danach auskühlen lassen und aus der Form lösen und in den Kühlschrank
  6. Deckel abschneiden, wieder aufsetzen

Buttercreme für Grundierung und Verkleben

Reicht um die Cake-Schichten etwas zu verkleben und Unregelmässigkeiten etwas auszubessern (ca. 260 g Buttercreme).

  1. 100g weiche Butter und 160 g Puderzucker in die Rührschüssel geben
  2. Jetzt die Masse mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Verstreichen.

Körper zusammenbauen

  1. Zwischen die Teigschichten etwas Buttercreme geben, aufeinanderstellen
  2. Mit der Buttercreme Unebenheiten ausbessern und zusammenkleben, was zusammengehört.
  3. Ohren ggfs. mit Zahnstocher fixieren

Pelz

  • 600g Butter
  • 980 g Puderzucker
  • Lebensmittelfarbe orange/gelb

Zubereitung

  1. Butter, Puderzucker und Lebensmittelfarbe in die Rührschüssel geben
  2. Mit dem Rührgerät vorsichtig mischen, bis Butter und Puderzucker eine gleichmässige Masse bilden
  3. Fertig ist die Buttercreme zum Spritzen
  4. Mit einem Spritzsack den Körper verzieren
  5. ev. noch etwas Buttercreme mit Kakaopulver versehen für dunkle Streifen

Nase, Augen

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  1. Aus Marzipan und braunen Smarties. Nach dem verzieren mit Buttercreme anbringen ggfs. mit Buttercreme wieder ausbessern

 

Equipment

  • Küchenwaage
  • Rührschüssel
  • Handrührgerät mit Rühraufsatz
  • Spritzsack mit Aufsatz für den “Pelz”
  • Springform 24cm

Hinweise

  • Bei der Lebensmittelfarbe Pulver-, Pasten- oder Gelfarben verwenden. Bei flüssigen Farben kann sich die Creme trennen
  • Ist die Buttercreme zu weich dann ein paar Minuten kühl stellen oder mehr Puderzucker beigeben
  • Ist die Buttercreme zu steif und lässt sich gar nicht verteilen oder spritzen, dann Masse länger bei Raumtemperatur stehen lassen, mit den Händen im Spritzsack erwärmen oder Teelöffelweise warmes Wasser beigeben bis Konsistent wie gewünscht

 

Um Belo Horizonte 28.1. – 3.2.03

Nach einer 6-stündigen Busfahrt kamen wir in Belo Horizonte an. Die Stadt hat an und für sich nichts Besonderes zu bieten, ist aber eine praktische Ausgangsposition für den Besuch von Ouro Preto und einer der in der Umgebung liegenden Höhlen.
Ouro Preto hat eine äusserst schöne Altstadt mit restaurierten Bauten aus der Kolonialzeit, man fühlt sich fast wie im 18. Jahrhundert. Mit dem Bau wurde auf einem Hügel begonnen und wie es so ist, wuchs die Stadt weiter und deckt heute ein grosses hügeliges Gebiet ab. Damit die Religion nicht zu kurz kommt, steht auf jedem Hügel eine Kirche, es sind deren 15. Da jährlich unzählige Touristen nach Ouro Preto pilgern, hat es viele Restaurant, Schmuck-, Kleider- und Souvenirläden und sage und schreibe auch ein Internet-Cafe. Uns wird diese Stadt nicht nur als Schmuckstück der Kolonialarchitektur in Erinnerung bleiben, sondern auch, weil wir uns dort in einem kleinen Tante-Emma-Laden je einen wasserdichten Schirm gekauft haben. Denn ja, es regnet immer noch häufig.

Unter Kennern ist Brasilien auch für seine grossenzügigen Höhlensysteme bekannt. Wir besuchten die Gruta de Maquine, die ca. 130 km nördlich von Belo Horizonte liegt. Von der mehr als 20 km langen Höhle sind nur 2 km für Laien zugänglich, der Rest ist Höhlengespenstern und Profis vorenthalten. Einige der Kammern sind so gross, dass manchmal Konzerte und Hochzeiten darin abgehalten werden. Uns erstaunte, dass die Höhle nach den exzessiven Regengüssen der letzten Tage ohne Probleme begehbar war.

Brasilia

Um nach Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, zu gelangen, setzten wir uns wieder einmal eine Nacht lang in den Bus und waren 12 Stunden später vor Ort. Die Stadt, deren Bau 1957 begann, wurde in nur 1’000 Tagen buchstäblich aus dem Boden gestampft. Die architektonischen Meisterstücke und sehr grosszügige Verkehrsplanung sind einer Hauptstadt wirklich würdig. Nur der Fussgänger kommt einmal mehr zu kurz: Die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind extrem gross und für genügend Schatten wurde auch nicht gesorgt. Dies zwingt den Touristen gerade zu, eine Citytour zu buchen.
Da in der Stadt nicht mehr als 500’000 Einwohner leben dürfen (und dies nur in speziellen Wohnsektoren), bildeten sich etliche, deutlich weniger geordnete Satellitenstädte ausserhalb, wo die Menschen wie überall anderswo in Brasilien leben. Nach einer Stadtrundfahrt und einigen Spaziergängen hatten wir genug gesehen und freuten uns auf den folgenden Abstecher in die fast unberührte Natur des Pantanals und auf die Weiterreise entlang des Amazonas.