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Versuche mit Online Backup

Versuche mit Online Backup

15.9.13 Bisher habe ich den Inhalt mein NAS immer auf ein zweites NAS gebackupt, dies mit dem Nachteil,

  • dass das zweite NAS langsam und der Speicherplatz zu klein war
  • und dass das zweite NAS sich gleich im Nebenraum befand

Dies entsprach nicht ganz der 3-2-1 Backup-Regel. Diese besagt in etwa, dass ich neben meinem Original-File noch 2 Kopien haben sollte (3). Das Backup am Besten auf 2 verschiedene Medientypen (Harddisk, Band, Optische Disk uä.) anlege und jeweils 1 Kopie an einen anderen Standort auslagere. Das mit den 2 Medien nehme ich jetzt mal an klappt mit der Cloud.

So nun ging die Suche los, folgende Kriterien habe ich mir zusammengestellt:

  • bezahlbar, z.B. 100 CHF pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz (oder ca. 6 TB)
  • unbeschränkter Up-/Download
  • Backup und Spiegelung (um Verzeichnisse zwischen mehreren Computern synchron zu halten)
  • Netzlaufwerke backupen
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer
  • beliebige Anzahl Endgeräte
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology)
  • Online Speicher als Laufwerk anbindbar
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung
  • Sharing und Streaming

JustCloud

Den ersten Versuch startete ich mit JustCloud. Nach 300 GB habe ich aufgehört, es fängt sehr günstig an, man kriegt 50-70% Rabatt braucht aber x-Zusatzservices die alle extra kosten, wie Versionierung, schnellere Up- und Downloads, zusätzliche Clients, Backup von Netzlaufwerken usw. War mir sehr schnell zu blöde. Toll ist die Money-Back Garantie, das Geld wurde bis auf eine kleine Gebühr zurückbezahlt. Nach ein paar folgenden Marketingmails musste ich noch mal sagen, dass ich Ruhe vor ihrem Produkt möchte und seither klappt es

bitcasa

Einen weiteren Versuch startete ich mit bitcasa, ein sehr gutes Produkt welches bei mir auch einen guten Eindruck bezüglich Sicherheit hinter lies. Nach 1.8 TB habe ich das Vorhaben aber abgebrochen

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja ABER System wird instabil
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja sie versprechen 3+ Versionen
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology), ja ABER im Web sind nicht die gleichen Dateien sichtbar wie in den anderen Clients. Die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ja die Daten werden bereits auf dem Client verschlüsselt und dedupliziert, dadurch hatte ich das Gefühl der besten Uploadgeschwindigkeit!
  • Sharing und Streaming, ja man kann sogar ganz Musikalben streamen z.B. aufs iPhone
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, ja aber Zugriff mit SyncSoftware wie AllwaySync ist instabil, dito Robocopy

Nachdem ich 1.8 TB hochgeladen habe und dann mit den verschiedenen Clients Zugriff waren im Webclient nicht alle Dateien vorhanden wie auf dem Windows oder iOS Client. Dies verwirrt, die Antwort des Customer-Services auch „Oh that’s a lot of data“. mit dem Tipps im Supportforum kam ich auch nicht wirklich weiter, deshalb hat bitcasa mal Pause. Ich hoffe, dass sich die Situation während der Dauer meines Jahresabos noch verbessert .

Update 10.11.13 Auch mit verschiedenen neuen Client-Versionen (zuletzt  1.1.3.26 de) stürzt das Teil regelmässig ab, sowohl beim Backupen, Mirroring wie auch beim Zugriff auf bitcasa-Laufwerk

Update 20.11.13 Bitcasa hat die Preise erhöht. Mein Unlimited-Paket kostet nun nicht mehr 99$ im Jahr sondern pro Monat –> Account gelöscht

Crashplan

Nächster war crashplan, und wurde nach einer Woche wegen der sehr schlechten Upload-Bandbreite abgebrochen.

  • bezahlbar, ja 48 – 108 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, ja
  • Backup und Spiegelung, nur Backup
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja
  • beliebige Anzahl Endgeräte, je nach Vertrag 1 oder 2-10
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die Apps sind relativ performant und stabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, na
  • Sharing und Streaming, na
  • Online Speicher kann als Laufwerk angebunden werden, weiss nicht mehr

Update 20.11.13 Websites http://pcloadletter.co.uk/2012/01/30/crashplan-syno-package/ und http://blog.abenker.com/2012/06/17/synology-diskstation-und-crashplan/ etc. mit einer guten Anleitung für Crashplan auf Synology-NAS gefunden

 

OpenDrive

Nun bin ich an opendrive dran und bin bisher (2.5TB) und immer noch zufrieden

  • bezahlbar, ja 99 US$ pro Jahr
  • unbeschränkten Speicherplatz, ja 
  • unbeschränkter Up-/Download, jein, Download ist auf 100 GB pro Tag beschränkt, mehr ist Kostenpflichtig, sie behaupten auf der Website kulant zu sein….
  • Backup und Spiegelung, ja
  • Netzlaufwerke backupen, ja
  • 5 Versionen unabhängig von der Aufbewahrungsdauer, ja bin im Moment bei 10 Versionen bei einzelnen Dateien
  • beliebige Anzahl Endgeräte, ja
  • Webzugriff (https, webdav) und Client für Mac, Windows, iOS, Linux (Synology),  ja, die iOS-App ist langsam und instabil. Kein Linux-Client (hat eigentlich keiner).
  • verschlüsselte Übertragung und Speicherung, ? Übertragung erfolgt 128bit verschlüsselt, zusätzlich gibt es auf dem PC einen speziellen Folder, dessen Inhalt bereits auf dem PC verschlüsselt wird und diese Verschlüsselung über die ganze Kette beibehält.
  • Sharing und Streaming, ja nur einzelne Dateien

Software funktioniert unter Windows 8 und 8.1 stabil, kann alle Verzeichnisse und Netzwerklaufwerke backupen oder syncen. Nutzt die ganze Netzwerkbandbreite für den Upload über meinen Internet-Anschluss.

Mein Ranking

  1. Crashplan
    Pro: Synology PlugIn, Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) und Verschlüsselung Neg: iOS App
  2. OpenDrive
    Pro: Preis, stabil, transparent (man weiss was die SW tut) Neg: iOS App und Verschlüsselung

Unser Zuhause

Marke             Elnagh Clipper 590 Plus (Ford Transit 100 L)
Farbe             beige/grau
Hubraum        2492 ccm
Leistung         52 kW
Leergewicht    2330 kg
max. Gewicht  2790kg
Jahrgang        7.91

Wer wir sind

118-1871_birgit_&_hubert_im_chalet_fondue_prattsville_nyBirgit  & Hubert

Wir beide sind unheimlich interessante (und bescheidene) Personen, was alle unsere Familienmitglieder, Freunde und sogar auch unsere Arbeitgeber Dir gerne bestätigen werden. Vielleicht bist Du auch an unserem Zuhause während der Reise interessiert?

Verschiffen

Das Fahrzeug muss für eine Panamericana-Reise mindestens einmal verschifft oder verflogen werden und von Europa aus zweimal mehr. Zwischen Panama und Kolumbien hat es den so genannten Darien Gap, welcher für Fahrzeug quasi unpassierbar ist. Es gibt immer wieder welche, die es versuchen, am erfolgreichsten ist man heute immer noch zu Fuss.

Fahrzeugverschiffung Europa – USA

Neben dieser Verspätung, hatten wir auch noch Probleme beim Transport von Basel nach Bremerhaven, weil dem Transporteur beide Lastwagen ausgefallen waren. In Baltimore konnten wir mit der Hilfe von Michele (Seabridge International) das Auto innerhalb einer halben Stunde aus den Hafen holen und auch den ganzen Papierkram erledigen. Leider sind auch bei uns ein paar Sachen (zwei Auto-Fussmatten, Gasanzünder, Spaghettizange und eine Stange Zigaretten) aus dem Fahrzeug verschwunden.
Der Preis von 42 US$ pro m3 wurde nach der Planung etwas verteuert, da der US$ um fast 20% anstieg und die Verschiffungsgesellschaft den Preis wegen Treibstoffverteuerung um 10% anhob.

Fahrzeugverschiffung über den Darien Gap

Wir haben mit der Firma K-Line ab Costa Rica, Puerto Caldera nach Guayaquil, Ecuador verschifft. Für den Einheitspreis von 450 US$ je Fahrzeug. Dazu kamen noch 120 US$ Hafentaxen und Zollagent in Puerto Caldera und 170 US$ Zollagent in Guayaquil. Da wir dem Zollagenten glaubten, er könne das Auto auch ohne uns aus dem Zoll holen, gingen wir in der Zwischenzeit auf die Galapagos-Inseln. Deshalb kamen noch folgende Kosten dazu: 110 US$ für 13 Tage Parking im Hafen und 35 US$ Notariatskosten. Weil unser Carnet de Passage noch einen Schreibfehler in der Chassisnummer aufwies, brauchten wir nochmals 60 US$ Schmiergeld, um das Auto endlich in die Hände zu kriegen. Also Total 945 US$, was zum Glück immer noch günstiger war, als die nächst beste Offerte. Siehe auch Dokumente Carnet de passage.
Die Boote von K-Line kommen mit neuen Autos beladen von Japan nach Mittelamerika und fahren die Häfen Puerto Quetzal (0), Guatemala – Acajutla (2), El Salvador – San Lorenzo(3), Honduras – Corinto(4), Nicaragua – Pt Caldera (5), Costa Rica – Guayaquil (12), Ecuador an. In Puerto Quetzal sind sie um den 27. jedes grad-zahligen Monats, also nur alle zwei Monate. In Klammern (x) ist die Reisezeit in Tagen ab Puerto Quetzal.

Ein anderes Angebot hatten wir von der Firma Panalpina, für 47 US$ pro m3. Die Verschiffung unseres Autos hätte also 1’900 US$ gekostet. Diese Firma machte einen sehr guten Eindruck, Antwort innert 24 Stunden und alle Fragen wurden in Deutsch beantwortet.
Freunde von uns bezahlten mit Panalpina 25 US$ pro m3 plus 40 US$ in Panama und 350 US$ in Quayaquil für Hafen- und Zollgebühren.

Fahrzeugverschiffung Südamerika – Europa

Wir reisten mit dem Auto auf einem Co/Ro-Schiff von Grimaldi, der Repubblica del Brasile. Je nach Boot, muss man bis zu ½ Jahr zum voraus reservieren, es werden nur 12 Passagiere mitgenommen. Die Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg kostete uns 1’350 Euro pro Person und 700 Euro für das Auto. Keine weiteren Kosten in Argentinien und Hamburg. Siehe Verschiffen nach Europa. Wem dies zu teuer ist, bedenke, dass man für einen Flug Argentinien-Europa etwa 700 US$ bezahlt und die uns offerierten Frachtraten zwischen 69 und 85 US$ pro m3 lagen.

Tipps zum Verschiffen

Die Verschiffung kann eine relativ teure Angelegenheit werden. Deshalb empfanden wir folgendes vorgehen als das Beste. Vorgängig über Fax und Internet versuchen mit den Gesellschaften Kontakt aufzunehmen. Denn einige, günstige Schiffe verkehren nur alle paar Monate auf der gewünschten Strecke. Somit hat man schon so grobe Preis- und Zeitvorstellungen. Es lohnt sich aber immer, wenn man sich Vorort nochmals etwas umschaut.
Meist braucht man mehrere Agenten um das Auto in den Hafen und auf das Boot zu bringen und vice versa. Diese liessen wir uns immer von der Schifffahrtsgesellschaft geben, so benutzten wir immer Parteien welche gut mit einander zurecht kamen. Der andere Ansatz ist einen Agenten zu suchen, z.B. Im South American Handbook und diesen nach einer Schifffahrtsgesellschaft suchen zu lassen.

Adressen von Schifffahrts-Gesellschaften

Es empfiehlt sich, bei den Gesellschaften mit einer Website, die direkten Ansprechpersonen zu suchen. Meist kann man den Starthafen angeben und erhält dann Name, Adresse, Telefon- und Faxnummern der Ansprechpersonen.

K-Line
„K“ Line (Europe) Limited
lonbcar@kline.co.uk
Panalpina
www.panalpina.com
Euro Line Logistics www.euro-line-logistics.com
Transpac Veracruz
F 01 (29) 38 26 62
info@transpac.com.mx
ver@transpac.com.mx
Grimaldi, da hat man die Möglichkeit, zwischen Europa, Afrika und Südamerika auf einem Containerschiff mitzureisen www.grimaldi.napoli.it
www.grimaldi-freightercruises.com
Seaboard Marine Houston
www.seaboardmarine.com
Norton Lili International CSAV
Transoceanica
Luis Velasco
lvelasco@transavisa.com.ec
J.E. Turner & Co.
nur mit Pablo Orsini sprechen, der Rest hat schockierend wenig Ahnung.
Reconquista 575, 4th floor, Buenos Aires
Tel. 11 4312 6891 , Fax 11 4312 0416
turner@turner.com.ar
Seabridge seabridge@t-online.de
www.sea-bridge.de

Übernachten im Camper

Allgemeines

Wir sind meist nur auf bewachten Plätzen gestanden. Camper werden schon in Europa ausgeraubt und Gelegenheit macht Diebe. Als mögliche Übernachtungsgelegenheiten kommen in Frage:

  • Campingplätze
  • Nationalparks, Ruinen und deren Parkplätze
  • Strände
  • 24h Tankstellen
  • Autobahnraststätten
  • Supermarktparkplätze
  • Restaurantparkplätze
  • Hotelparkplätze
  • Parkings
  • Freibäder, Freizeitanlagen, Turicentros
  • am Plaza Central
  • vor Polizeistationen
  • vor dem Ratshaus
  • die freie Natur
  • bei Farmen und Privaten

Plätze können meist mit den „Mexico and Central American Handbooks“ bzw. „South American Handbooks“ oder der Hilfe von Einheimischen gefunden werden.

Beispiele

Argentinien, Chile

Private und öffentliche Campingplätze, National Parks immer mit Grillstelle, meist Tische, Bänke und oft sogar mit Stromanschluss. Wasser an verschiedenen Stellen. Full Hookup gibt es eher nicht.
Dann kann man vor vielen Tankstellen, Supermärkten und Restaurants (alle oft 24 Stunden geöffnet) auf den Parkplätzen stehen, vorher fragen.
Eine andere Möglichkeit sind die diversen Rest Areas (Raststätten) und Grillplätze die von auch von Einheimischen, besonders an den Wochenenden, gebraucht werden. Hier kann man mehrere Tage mit Campen, verbringen.
Zu guter Letzt gibt es noch die freie Natur, gerade im Süden fast im Überfluss vorhanden und bei Farmen kann man immer fragen.

Belize, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua

Einige wenige Hotels bieten die Möglichkeit des Campierens an (meist mit WC und Dusche). Zusätzlich gibt es Nationalparks, Turicentros, Balnearios und ähnliches, welche oft schön gelegen sind, über Restaurants mit WC und manchmal Dusche verfügen.

Costa Rica

Laut anderen Reisenden ist es hier, ausser in den grösseren Städten, so sicher, dass man sich einfach irgendwo hinstellen kann. Die Polizei macht viele Kontrollen. Campingplätze oft mit WC, Dusche und mehr.

Bolivien, Panama, Peru

Es gibt Nationalparks, Hotels, Turicentros, Balnearios und ähnliches, welche Camping anbieten und es hat auch einige Campingplätze, oft mit WC, Dusche und mehr.

Mexiko

Private Campingplätze sind relativ teuer, 10 bis 25 US$ (es hat halt zu viele reiche Amis), manchmal mit Grillstelle, Tischen, Bänken und Full Hookup (Anschlüsse für Strom, Frischwasser und Abwasser). Falls man Full Hookup nicht braucht, sollte man dies immer erwähnen und gleich um Rabatt fragen. Allgemein gilt die Regel, einfach immer um Rabatt zu fragen.
Einfacher und billiger sind die öffentlichen Parks und National Parks, diese sind aber oft auch entsprechend schmutzig und wenn vorhanden, sind WC und Duschen in einem desolaten Zustand.
Dann kann man vor vielen Tankstellen, Supermärkten und Restaurants auf den Parkplätzen stehen, einfach fragen gehen. Eine andere Möglichkeit sind die wenigen Areas de descanso (Raststätten).
Auch Hotels haben wir angefragt und für eine bescheidene Gebühr, auf dem bewachten Hotelparkplatz, übernachten können, dito mit bewachten Parkings. Dies ist von Vorteil, wenn man gleich in der Mitte einer Stadt sein möchte. Eine andere Möglichkeit ist, sich gleich an den Plaza Central oder vor die Polizeistationen zu stellen.
Zu guter Letzt gibt es auch hier die freie Natur. In Baja California und im Nordwesten von Mexiko hat es viele einsame Strände. Aber an den touristisch erschlossenen Orten sorgen die Hotelbesitzer mit der Polizei dafür, dass nicht wild gecampt wird. Auch bei Farmen kann man immer fragen. Es empfiehlt sich zu fragen, weil auch hier das meiste Land in Privatbesitz ist.

Kanada, USA

Private Campingplätze sind relativ teuer, 10 bis 25 US$, dafür mit Grillstelle, Tischen, Bänken und Full Hookup (Anschlüsse für Strom, Frischwasser und Abwasser). Wenn man Full Hookup nicht braucht, erwähnen und Rabatt verlangen.
Einfacher und manchmal billiger sind die öffentlichen State Parks, National Parks und National Monuments, in diesen muss man aber auf vorhandene Plätze gehen. Auf deren Parkplätzen oder Lichtungen wird man weggeschickt, wenn man erwischt (gesehen) wird.
In den State- und National Forest kann man überall campen, solange man 50 oder 100m von der Strasse weg ist.
Dann kann man vor vielen Tankstellen, Supermärkten und Restaurants (alle oft 24 Stunden geöffnet) auf den Parkplätzen stehen, bei Walmart war das offiziell erlaubt. Bei anderen wird es meist geduldet, solange man nicht allzu stark auffällt (z.B. Barbecue, Tisch und Stühle raus). Sich in einer Wohnsiedlung an den Strassenrand zu stellen, ist kein Problem, solange man Low-Profile zeigt. Manchmal macht es eben Spass, gleich Mitten im Gewimmel bleiben zu können.
Eine andere Möglichkeit sind die Rest Areas (Raststätten). Diese sind zum Rasten gedacht, aber es sagt niemand etwas, wenn man übernachtet. Verbringt man aber den ganzen Tag mit Campen, kann es sein, dass man von der Polizei weggeschickt wird (falls diese es überhaupt merkt).
Zu guter Letzt gibt es noch die freie Natur, sofern vorhanden. Bei Farmen kann man immer fragen, dies empfiehlt sich, weil das meiste Land „im Land der grossen Freiheit“ in Privatbesitz ist. Meist ist dies auch entsprechend angeschrieben, „No trespassing! Prosecutors will be shoot!“

Pack-Liste

Hier eine Liste mit Dingen welche mit in den Camper oder in das Gepäck kamen:

Dokumente

  • Carnet de passage
  • 2. Portemonnaie mit Inflationswährung für Diebstahl
  • Reise- und Reisegepäckversicherung
  • Auto- und Personen-Haftpflichtversicherung
  • Krankenversicherung mit Weltzusatz
  • Nummernschilderkopie
  • Pass
  • Reiseannullationsversicherung
  • CH-Führerausweis
  • CH-Fahrzeugausweis
  • Internat. Führerausweis
  • Translation Führerausweis
  • Bargeld US$
  • Travelers Cheques
  • VISA-Karte
  • Bankomatkarte, diese geht heute überall auf der Welt an Automaten wo EC-Karte, Cirrus oder Maestro steht.

Gepäck

  • Badetücher
  • Bettwäsche
  • Duvet, Kissen
  • Fernglas
  • mehrere Fotokopien aller Dokumente
  • Fotos von Verwandten und Umgebung
  • Frottiertücher
  • Hüttensack
  • Musikkassetten
  • Leim
  • Lesestoff
  • Wörterbuch dt-englisch, dt-spanisch
  • Passbilder
  • Schlafsack
  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut
  • Spiele
  • Taschenlampe
  • Taschenmesser
  • Taucherbrille, Schnorchel

Geschenke

  • Ballone
  • Bonbons
  • Erste Hilfe Set
  • Farbstifte
  • Kreiden
  • Kugelschreiber
  • Nähset
  • Taschenmesser
  • Zeitschriften
  • Zigaretten

Küche

  • 1 Abwaschbürste
  • 1 Abwaschmittel
  • 1 Büchsenöffner
  • 1 Korkenzieher
  • 1 Löcherbecken
  • 1 Messbecher
  • 1 Plastikbox
  • 1 Raffel
  • 1 Rüstmesser
  • 1 Saftpresse
  • 1 Schneidebrett
  • 1 Schnitzer
  • 1 Schwamm
  • 1 Schwingbesen
  • 12 teilig Besteck
  • 2 Holzkellen
  • 2 Trockentücher
  • 4 Gläser
  • 4 Suppenteller
  • 4 Tassen
  • 4 Teller
  • 1 Schüssel
  • Abwaschlappen
  • Haushaltpapier
  • Hygienesäcke
  • 1 Bratpfanne
  • 1 kleine Wasser-, Saucenpfanne
  • 1 2l Pfanne
  • 1 5l Pfanne

Medikamente

  • Allergie Juckreiz
  • Alurettungsdecke
  • Antibiotika
  • Antibiotische Salbe und Gaze
  • Augentropfen
  • Darmerkrankungen, Perenterol, Imodium
  • Desinfektionsmittel
  • div. Pflaster
  • Dreieckstücher
  • elastische Binde
  • Ersatzbrille
  • Fieber und Schmerzen
  • Fieberblasen
  • Fieberthermometer
  • Halsschmerzen
  • Hustentropfen
  • Lippenstift
  • Malaria Notfall
  • Mückenschutz
  • Mullbinden
  • Nasentropfen
  • Neocitran
  • Ohrentropfen
  • Sanitätskasten
  • Schere
  • Sicherheitsnadel
  • Sonnencreme
  • sterile Gaze
  • sterile Tupfer
  • Verbandsklammern
  • Verstauchungen, Prellungen
  • Watte
  • Wundsalbe

Werkzeug

  • Abschleppseil
  • Alublech als Unterlage
  • Messgerät (Multimeter)
  • Draht, Kabel
  • Eisensäge, Reservesägeblätter
  • Engländer (adjustable wrench)
  • Ersatzbirnen (spare bulbs)
  • Ersatzsicherung
  • Feile
  • Hammer/Beil
  • Taschenlampe
  • Isolierband (electric tape)
  • Kabelbinder (nylon ties)
  • Kombizange
  • Kreuzschlüssel, Verlängerungsrohr
  • Luftpumpe (air compressor)
  • Meissel
  • Nägel, Muttern, Schrauben und Unterlagscheiben
  • Reifendruckmessgerät
  • Reissnadel
  • Reparaturanleitung
  • Reserverad
  • Schraubenzieher (screwdriver) -/+
  • Schraubschlüssel (wrenches)
  • Seitenschneider (side cutters)
  • Spitzzange (needle-nose pliers)
  • Teflonband (teflon tape)
  • Überbrückungskabel (jumper cables)
  • Wagenheber (jack)

Zubehör

  • 2. Pannendreieck
  • Abfalleimer
  • Abfallsäcke
  • Abwasserschlauch
  • Aussendusche Schlauch
  • CD-Brenner für Foto-CD’s
  • Digitalkamera, inkl. Zubehör
  • Duschvorhang
  • Eimer
  • Erfrischungstücher
  • Ersatzfilme
  • Fäkalienablassschlauch
  • Feuerlöscher
  • Feuerlöschtuch
  • Feuerzeug
  • Fliegenklatschen
  • Fotoapparat
  • Frischwasserschlauch
  • Gasflascheninhaltsanzeige -> Sackwage
  • Gasgrill
  • Klebeband
  • Kleiderbügel
  • Kleiderhülle
  • Kompass
  • Liegestuhl, Campingstuhl
  • Nebelhorn für Alarm
  • Neigungsanzeige
  • Notebook, inkl. Zubehör Software Weltatlas, Photobearbeitung etc.
  • Plastikfolie
  • Autoradio mit Kassette
  • Radkeile für Niveau Ausgleich
  • Safe, Tresor
  • Schaufel
  • Schaufel und Besen
  • Schlüsselanhänger
  • Schlüsselbrett
  • Schnur Nylon (nylon twine)
  • Streichhölzer
  • Stromadapter 110-220V für Mobilhome
  • Stromkabel (electrical prime wire)
  • Stromsteckeradapter
  • Thermometer innen/aussen
  • Treibstoffkanister
  • Treibstoffpumpe
  • Treibstofftrichter mit Filter
  • Wäscheleine
  • Wasser-Entgiftungsmittel
  • Wasserpumpe
  • Wassertrichter mit Filter
  • Wecker

Kleider

  • Unterhosen (you better have)
  • Socken
  • Badehose
  • Gurt
  • lange Pullover
  • Pyjama
  • T-Shirts
  • Jeans
  • Treckinghose
  • Shorts
  • Regenhose
  • lange Unterhose
  • Halstuch
  • Mütze
  • Handschuhe
  • lange Hemden
  • kurze Hemden
  • Hemd weiss, Krawatte, Anzug, Halbschuhe
  • Trekkingschuhe
  • Timberlands
  • Teva
  • Faserpelz
  • Trekking Jacke
  • Lederjacke

Was wir nicht dabei hatten, was aber Spass gemacht hätte oder was wir uns zwischendurch ausleihen mussten

  • Satteliten-Navigationssystem (those were the days)
  • Höhenmeter
  • Bohrmaschine
  • Pistole & Fugendichtpatronen
  • Sternschraubenzieher

Fahrzeug

Gründe für den Kauf einer Campers im Heimatland

Wir haben uns entschlossen, die Reise mit einem Motorhome zu machen. Dies führte direkt zu der nächsten Frage: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Weil unser Budget und die Neupreise von Wohnmobilen nicht ganz zu einander passten, kam nur der Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs in Frage. Klar ist eigentlich jedem, dass man diesen Kauf in den USA tätigt, uns nicht. Verschiedene Gründe bewogen uns dazu, uns schon in der Schweiz umzuschauen.

  • Die Freude an der Idee, schon bald mit den Vorbereitungen anzufangen, alles einzurichten und auszuprobieren.
  • Wir hatten ein gutes und günstiges Angebot.
  • Die Verschiffung des Fahrzeugs von Europa nach den USA ist gar nicht so teuer. Siehe Verschiffen. Die Verschiffungskosten haben wir durch den tieferen Dieselverbrauch schon lange wettgemacht.
  • Die Fahrzeuge in den USA sind sehr komfortabel ausgestattet, Klimaanlage, Mikrowelle, Backofen, und Fernseher sind keine Seltenheit. Aber je mehr moderne Technologie in einem Fahrzeug steckt, desto eher kann etwas Schaden nehmen und der Laie hat wenige Chance, Reparaturen selber vorzunehmen.
  • Auch sind diese Fahrzeuge, vom VW-Bus mal abgesehen, meist grösser als europäische Modelle. Fahrzeuge, die eine für Mittel- und Südamerika taugliche Grösse aufweisen, sind zum grössten Teil mit Benzinmotoren (ca. 25l/100km) ausgestattet. Dieselmotoren sind langlebiger, sparsamer und  wegen der einfacheren Bauweise weniger reparaturanfällig und unempfindlicher auf schlechte Treibstoff-Qualität. Diesel haben wir überall erhalten und immer günstiger als Benzin.
  • Die Motorhome-Gebrauchtwagenpreise sind in den USA relativ hoch. Wir hätten für die 10’000 US$, die wir etwa bezahlt haben, kein vergleichbares Fahrzeug gefunden, betreffend Zustand, Ausstattung, Kilometerstand unter 100’000 und Jahrgang (nicht älter als 10jährig).

Nun, so haben wir einen 91’er Elnagh Clipper 590  gekauft. Das Grundfahrzeug ist ein Ford Transit 2.5l Diesel  mit ganzen 52 kW und einem Maximalgewicht von 2’790kg. Die Ausstattung umfasst 5 Betten, Gasheizung, Gasboiler und 3 Flammen Gaskochherd, WC, Dusche und Kühlschrank (Gas, 12V und 220V).
Natürlich gab es einiges zu reparieren und umzubauen: An dieser Stelle möchten uns bei allen fleissigen Helfern nochmals herzlich bedanken!

Was wir so bis jetzt herausgefunden haben

  • Der Motor stellte sich als etwas schwach heraus, fahren wir doch steile Bergstrecken im 2. oder manchmal sogar im ersten Gang. Dafür ist die Kühlung gut dimensioniert und das Auto hat trotz der grössten Hitze noch nie gekocht. Ein etwas stärkerer Motor würde es erlauben gewisse Stück nicht mir Schuss fahren zu müssen, was etwas Materialschonender wäre.
  • Mit dem Fahrzeug wählt man auch die Strassen aus, die man befahren will. Mit einem Geländewagen kann man sicher andere Strecken fahren, als wir mit unserem busartigen Fahrzeug. Geländewagen verfügen aber selten über den Komfort mit Dusche, WC, Küche etc. und wenn doch sind sie oft fast zu schwer, für wirkliche Geländetauglichkeit.
  • Betreffend Ausstattung sind wir mit unserer Wahl sehr glücklich:
    • die eigene Toilette ist ein Komfort den wir um keinen Preis aufgeben möchten
    • das gleiche gilt für die Dusche, der Boiler dabei ist nice to have, besonders in kälterer Umgebung. Aber keine absolutes Muss. Der 100l Wassertank ist etwas knapp, das reicht bei 2 Personen, wenn  man sich sehr stark einschränkt, etwa für 3-4 Tage, inklusive Abwasch, WC-Spülung und jeden Abend eine kurze Dusche.
    • mit dem Gas-Kochherd können wir, schwer vermisste, Mahlzeiten zwischendurch selber kochen.
    • Der Kühlschrank dürfte etwas grösser sein, besonders das Gefrierfach. Um sich bei Gelegenheit auch mit verderblicheren Vorräten einzudecken. Ein Kompressor-Kühlschrank hat neben dem Nachteil des Stromverbrauchs den grossen Vorteil, dass er auch bei hohen Aussentemperaturen 4 Grad halten kann. Unser Kühlschrank kühlt auf Gas die Aussentemperatur minus 20-25 Grad, an 110 oder 220V etwas besser und an 12V etwas schlechter. Man/Frau rechne.
    • Schön ist es jeden Abend in seinem eigenen Bett zu schlafen und auch sonst seine eigene „Wohnung“ zu haben, in nicht auf die manchmal etwas heruntergekommenen Hotels angewiesen ist.
    • Was wir auch sehr zu schätzen wussten, ist dass wir in unserem Auto aufrecht stehen konnten, wenn es draussen regnet, kalt ist oder regnet ist man froh für etwas Bewegungsfreiheit.
  • Obwohl ein Ford, ist es halt ein in Deutschland gebautes Modell. Das heisst, es ist fast unmöglich, Ersatzteile wie Öl-, Luft- oder Dieselfilter zu erhalten. Wir mussten diese aus Europa einfliegen lassen, bzw. von Besuchern mitbringen lassen. Da bieten Volkswagen, Mercedes und Japanische Grundfahrzeuge deutliche Vorteile.
  • Die Bordanlage ist für 220V ausgelegt, deshalb haben wir einen Transformator von 110 auf 220V mitgenommen. Ist nicht unbedingt nötig, aber doch zwischendurch ganz praktisch.
  • Wir liessen uns in Kanada eine 100 W Solarzelle aufs Dach montieren. Die Batterien werden normalerweise beim Fahren geladen, bei langen Standzeiten ist man deshalb auf Strom von aussen oder eben Solarzellen angewiesen. Diese Anschaffung hat sich in unseren Augen gelohnt.
    Wenn wir heute diese Reise nochmals planten, würden wir noch mehr Watt in Solarzellen auf dem Dach montieren, eine zusätzliche Batterie und einen Inverter für 220 V Wechselspannung einbauen, um Haushaltsgeräte wie Rasierapparat, Computer etc. betreiben zu können. Somit könnte man sich die Kosten für einen 110 – 220V Transformator und speziellen Stromadapter für die Haushaltgeräte sparen. Die Kosten für den Stromanschluss auf den Campingplätzen sind, besonders in den USA und Kanada, im Preis drin, wenn man keinen Strom benutzt gibt es oft keinen Rabatt.
    Je nach Dimensionierung des Inverters, Batterie und der Solarzellen können dann sogar Toaster und Kaffeemaschine betrieben werden.
    Anstelle der Solarzelle könnte man sich auch die Anschaffung eines kleinen Generators überlegen, um damit bei langen Standzeiten die Batterien wieder aufzuladen. Generatoren und Solarzellen mit Zubehör sind in den USA und Kanada deutlich günstiger zu kaufen. Wir haben für den Einbau, Laderegler und Solarzelle in Kanada gleichviel bezahlt, wie in der Schweiz alleine die Solarzelle gekostet hätte.
    Es ist noch zu erwähnen, dass Solarzellen im Widerspruch zum Camperleben stehen. Solarzellen leisten am meisten, wenn man sie direkter Sonneneinstrahlung aussetzt, das Motorhome stellt man aber lieber in den Schatten, damit es schön kühl bleibt.
  • Unser Auto verfügt über einen 100l Wassertank, dieser wird für Trink-, Dusch- und Abwaschwasser benutzt. Um das Wasser keimfrei und geniessbar zu halten, benutzen wir Micropur Tropfen. Unterdessen haben wir uns für Trinkwasser eine 20l Wasserflasche gekauft, die es ab Mexiko an jeder Strassenecke zu füllen oder tauschen gibt. Eine andere Möglichkeit ist der Einbau eines Wasserfilters (z.B. Katadyn), Bekannte haben das gemacht, kaufen aber weiterhin zusätzlich Trinkwasser, weil ihnen der Geschmack des nun absolut sauberen Wassers nicht mehr zusagt.
  • Wir sind uns nicht ganz schlüssig, ob eine Klimaanlage wirklich nötig ist. Zu unterscheiden sind hier Klimaanlagen für das Auto und den Wohnteil.
    Während der Fahrt hat man oft den Fahrtwind, der kühlt, nur in Städten kann es unangenehm warm werden. Eine Autoklimaanlage wäre da sicher angenehm und würde mit dem Motor betrieben.
    Für den Wohnteil ist einfach die Frage, woher man den Strom nimmt. Bisher sind wir ganz gut ohne zurecht gekommen, hätten aber an einigen Orten davon geträumt, wenn der Lärm unseres Ventilators das Träumen zugelassen hätte.

Fahrzeug-Reparaturen

An einigen Orten Kann es recht schwierig werden sein Fahrzeug fachgerecht reparieren zu lassen. Hier ein paar Adressen wo anschliessend nicht alles vermurkst oder kaputt war.

Guatemala, Panajachel an der Durchfahrtsstrasse hat es neben der Feuerwehr einen deutschen Automechaniker.

Argentinien, Salta an der Pellegrini 732 hat es J.C. Martinez Amortiguacion, äusserst hilfsbereit und repariert gekonnt auch Dinge die nicht mit der Federung zu tun haben. Man kann bei ihm auch in der Garage zum Übernachten sicher stehen bleiben.

Bolivien, La Paz an der Calle James Freyre 2326 gibt es die Garage von Ernesto Hug. Er spricht Deutsch und ist ein kompetenter Fachmann. Man kann bei ihm auch in der Garage zum Übernachten sicher stehen bleiben.

Dokumente und Papierkram

Einreise und Grenzübergänge allgemein

Allgemeine gilt für alle Einreiseszenarien, dass wir mit Schweizerpässen reisen. Für andere Länder gelten oft andere Einreisebestimmungen.

Bisher hatten wir an den Grenzen keine grossen Probleme. Die Abläufe sind nicht nur für Uneingeweihte etwas unklar, aber mit Geduld oder mit Hilfe der Tramitadores (Zollhelfer) kommt man durch.

Abzockversuche kann man meistens durch Zahlung nur gegen Quittung umgehen, es lohnt sich aber auch nicht wegen 5 US$ einen Aufstand zu machen. Wichtig ist auch, nie unter Zeitdruck an eine Grenze zu kommen. Unsere Aussage war oft, „Wir haben mehr Zeit als Geld.“, wenn jemand gegen mehr oder weniger bescheidene Gebühren denn Ablauf etwas ölen wollte. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man bereits am früheren Morgen, so ab 9:00 Uhr, eintrifft. Es ist dann meist noch etwas kühler und man hat noch den ganzen Tag vor sich. Mittagszeit, Randstunden und Wochenenden sollte man vermeiden. Manchmal kommen die Zollbeamten sonst auf die Idee, wie die Gewerkschaften, Sonntags- und Überzeitzuschlag zu verlangen.

Die Einreisebestimmungen für Alkoholika und frische Lebensmittel sind oft unterschiedlich. Fast nichts dabei zu haben, es zu verstecken oder vor der Nase der Zöllner zu verspeisen, sind wohl hier die Lösung.

Carnet de Passage

Um mit einem Fahrzeug ohne Probleme und vor allem ohne viel Geld zu hinterlegen über den Zoll zu kommen, besorgten wir uns ein Carnet de passage oder Libreta de paso. Dazu muss ein Depot von etwa einem Drittel des Fahrzeugwerts auf einem Sperrkonto oder beim Herausgeber des Briefs (z.B. TCS, ACS Automobilclub des Heimatlandes) hinterlegt werden, man beachte, dass es nur ein Jahr gültig ist und nicht vordatiert werden kann. Bei der Ein- und Ausreise muss dieses Dokument dann immer genau gestempelt werden, besonders bei der Rückkehr in die Schweiz. Sonst erhält man erstens das Depot nicht zurück und zweitens können weitere Kosten und Gebühren, des Landes in welches das Auto zuletzt eingeführt wurde, anfallen.
Ein Carnet braucht man für Nord- und Mittelamerika überhaupt nicht, für Südamerika aber sehr empfohlen. Besonders, wenn  man nach Ecuador verschifft, ist es fast unmöglich das Fahrzeug ohne Carnet aus dem Hafen zu holen.
Bekannte Kanadier haben es zwei Wochen versucht und schlussendlich in Kanada ein Carnet via Kurier bestellt und schwups war das Auto draussen.
Gute Freunde von uns, Engländer, hatten auch kein Carnet, sie erhielten aber eine Garantie der Britischen Botschaft. Nichts genützt, nach etwa 6 Wochen liessen sie sich von einem Zollbeamten an die Grenze zu Peru begleiten, um das Auto sofort auszuführen.
An den Grenzen Ecuador-Peru, Peru-Bolivien, Bolivien-Argentinien haben wir nur das Carnet als Fahrzeugdokument vorgezeigt und die Grenzüberquerung war kein Problem.
Man kann auch eine Art Carnet erhalten, das dem Echtem täuschend ähnlich sieht, wobei aber keine Kaution oder so verlangt wird. Solche wurden von anderen Fahrzeug-Reisenden benutzt. Dies soll aber keine Empfehlung sein, sondern ist einfaches Hörensagen, man beachte auch, dass dies unter Urkundenfälschung fällt und somit strafbar ist.

Fahrzeug-, Führerausweise

Weitere Dokumente für das Fahrzeug, die wir dabei haben, sind der CH-Führerausweis, CH-Fahrzeugausweis, mehrere Übersetzungen (Translation) und internationale Führerausweise, die letzteren beide erhältlich beim Strassenverkehrsamt und TCS, ACS Automobilclub des Heimatlandes.

Dazu ist auch zu sagen, dass die Leute hier auf diesen Kontinenten keine Ahnung haben, wie unsere Original-Ausweise aussehen, woher auch? Also kommt es unter den Fahrzeug-Reisenden vor, dass die mitgeführten Ausweise auf dem PC hergestellt wurden, der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Man kann sie ja in Folie einschweissen, mit einem Markstück einen Stempel basteln etc. Auch dies soll keine Empfehlung sein, sondern ist einfaches Hörensagen, man beachte, dass auch solches unter Urkundenfälschung fällt.

Nummernschilder

Aus Furcht vor Diebstahl, weil das Fahrzeug im Herkunftsland niemals zugelassen werden könnte oder um die Fahrzeugsteuern und die Versicherung (welche im Ausland ja doch nicht zahlt) im Herkunftsland zu sparen, geben einige der Fahrzeug-Reisenden ihre Originalnummernschilder ab und fahren mit Kopien herum. Auch in diesem Fall wissen die Einheimischen hier nicht, wie ein Originalnummernschild aussieht, also sieht man auch hier die lustigsten Sachen.

Kranken- und Unfallversicherung

Als Schutz gegen Krankheit und Unfall haben wir, in unsere Krankenversicherung einen Weltzusatz und die Unfalldeckung eingeschlossen. Laut Gesetz ist dies in der Schweiz nur für maximal 1 Jahr möglich, laut den Krankenkassen machen sie aber eine Ausnahme und versichern auch länger. Ob dies nur mit dem Prämienkassieren oder dann auch im Falle einer Krankheit oder Unfall gilt wissen wir nicht.
Wer sich in der Schweiz abmeldet und somit also nichts mehr verdient, hat je nach Gemeinde anrecht auf Krankenkassensubventionen. Dies muss aber vor Reisebeginn angefordert werden.

Autohaftpflichtversicherung

Für die USA und Kanada hatten  wir eine Fahrzeug-Haftpflichtversicherung für 6 Monate und SFr. 890.- über das Swiss National Auto Program (SNAP) der Winterthur Versicherung abgeschlossen. Diese beinhaltet nur Haftpflicht über 3 Mio. US$. Die Schweizer Haftpflicht Versicherung gilt nur für die auf der grünen Versicherungskarte angegebenen Länder.
Unterwegs haben wir aber eine Versicherung in den USA ausfindig gemacht, die eine Haftpflichtversicherung für fast die ganze Welt anbietet und das zu vernünftigen Preisen. Es steht zwar, dass diese nur für US-Bürger und in den USA zugelassene Autos gilt, was in Realität aber nicht so ist. www.aig.com

Reisegepäckversicherung

Unser mitgeführtes Mobiliar ist in einer speziellen Hausratsversicherung für Auslandaufenthalt und das zurückgelassene als eingestelltes Mobiliar versichert. Als weitere und letzte Versicherung, neben der Personen-Haftpflichtversicherung, haben wir eine kombinierte Reisegepäck-, Annulationskosten – und Rückführungsversicherung (Es ginge da ev. mit der Krankenkasse  günstiger). Auf letztere griffen wir bereits wegen dem verspäteten Fahrzeugtransport zurück und sie hat uns 5 Tage Aufenthalt in Washington DC bezahlt.

Geld

In allen Ländern und grösseren oder touristischen Städten kann man heute mit einer normalen Bancomat-Karte (EC-Karte, Maestro-Karte, Cirrus-Karte) an den Geldautomaten mit Maestro- oder Cirrus-Logo Geld abheben. Dies zu Devisenkursen und mit günstiger Spesenbelastung, wenn man etwa den Gegenwert von 200 – 300 US$ abhebt.
Dasselbe gilt auch für die VISA-Karte, wo oft auch am Automaten (mit VISA-Logo) oder am Schalter (Cash-Advance), aber mit deutlich ungünstigerer Spesenbelastung, Geld bezogen werden kann.
Dazu noch etwas US-Dollar in bar und Reise-Schecks in US-Dollar und schon ist man ausgerüstet.

Reiseschecks, Traveller Cheques

Von den Reise-Schecks werden bei Diebstahl ersetzt. Beim Einlösen entstehen einem aber oft Gebühren welche bis zu 10% des Wertes betragen. Dies ist nicht so schlimm weil z.B. American Express belegte Gebühren über 1% zurückerstattet. Ist aber oft nicht zu belegen, weil man einfach einen schlechten Wechselkurs erhält. Selbst im American Expressbüro ist der Wechselkurs oft schlechter als in der Wechselstube an der Strasse. dann muss man sich im American Expressbüro Dollar auszahlen lassen (ohne Gebühr) und diese dann auf der Strasse wechseln.
Gerade bei längerer Reise besteht noch das Wechselkursrisiko, Kursverlust den wir hinnehmen mussten, im Juni 01 haben wir zu hohem Kurs CHF 1.82 gekauft und 6 Monate später nur noch CHF 1.45. Wäre das umgekehrt gewesen würden wir die Checks in den Himmel rühmen.
Wir empfehlen nur wenig z.B. 300-500 US$ für den Notfall in Schecks mit zuführen, Bankomate gibt es fast an jeder Ecke. Euro-Reise-Schecks werden in den grösseren Städten gewechselt aber den guten alten Dollar kennt halt schon jeder.

Tipps

Reisevorbereitung

Reisevorbereitungen sind äusserst lustig. Hier erhältst du Einblick in die Wahl des Fortbewegungsmittels, Tipps zum Fahrzeug, Tipps für die Fahrzeugverschiffung, Tipps zu Versicherungen und Dokumenten und einen Blick auf die Packliste.

Wahl des Fortbewegungsmittels

Als sich die Idee des Panamericana-Abenteuers festigte, machten wir uns Gedanken über die verschiedenen Fortbewegungsarten.

  • Rucksack und öffentliche Verkehrmittel:  Haben wir wegen unserer Bequemlichkeit und im Hinblick auf unser fortgeschrittenes Alter verworfen. Frau/Mann reist ja heutzutage nicht mehr ohne Notebook.
  • Fahrrad: Siehe Rucksack und öffentliche Verkehrsmittel.
  • Motorrad: Als langjährige „Töfffahrer“ sicher eine interessante Variante, aber was tun, wenn es mal so richtig regnet und das Beauty-Case dauernd verrutscht?
  • Mit dem eigenen Auto: Klang schon viel besser, aber der Gedanke, jeden Abend eine neue Übernachtungsgelegenheit zu suchen und immer Koffer ein- und auszupacken…
  • Die ganze oder Teile der Panamericana mit einer Gruppe zu bereisen.
  • Ein Motorhome schien uns dann die vernünftigste Lösung … siehe auch Übernachten im Camper

Zeithorizont und Jahreszeiten

Die Reise von Norden nach Süden oder umgekehrt wäre angenehm in einem Jahr machbar. Da die Jahreszeiten auf der Süd- bzw. Nordhalbkugel gerade versetzt sind, also im Winter haben die Sommer und umgekehrt, muss man entweder schneller oder langsamer reisen. Denn gerade an den beiden Endpunkten ist man am besten im Sommer.
Wir haben uns für den Start im Sommer (Juli) entschieden und versuchen nun, im Sommer zu bleiben und im Dezember in Feuerland zu sein. Das heisst den Winter  (Dezember – Februar) haben wir im warmen Mexiko verbracht und den Frühling (März – Juni) in Mittelamerika. Die Regenzeit in Mittelamerika besonders in Costa Rica und Panama war relativ angenehm. Durch den Regen am Nachmittag und die Wolkendecke war es nicht mehr so wahnsinnig heiss.
Sonst sollte man versuchen, den Regen- und extremen Trockenzeiten etwas auszuweichen. Es kann unangenehm heiss oder nass werden, besonders letzteres führt oft zu Unterbrüchen der Verkehrswege.