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Brasilien 13.1. – 4.3.2003

Iguazubrasilien
Nach Rio
Rio de Janeiro
Um Belo Horizonte
Im Pantanal
Im Amazonas
Am Strand
Am Karneval

Ein fast endloses Land, viel Natur und tolle Strände

Einreise: 13.01.03 Foz do Iguacu aus Argentinien
Ein-, Ausreise-Formalitäten: Keine, da ohne Auto unterwegs.
Ausreise: 04.03.03 Rio de Janeiro nach Argentinien

Chile 17.10. – 13.11.2002

argentinien_chile
Nördlich von Santiago
Nach Puerto Montt
Um den Torres del Paine NP

Eine Überraschung, sehr vielfältiges Land auf relativ hohem Wohlstandsniveau

Zum ersten Mal:

Einreise: 17.10.02 Los Libertadores, aus Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 50’500
Einreise-Formalitäten: Wir kamen uns fast wieder vor wie in Zentralamerika. Lange Schlangen vor den Schaltern und man wird von einem Schalter zum anderen geschickt.
Den Stempel in den Pass wollte uns der Beamte erst geben, nachdem wir das Auto eingeführt hätten. Der arme Grenzbeamte beim Zoll wusste aber nicht, was mit unserem Carnet anfangen sollte. Nach längerem Hin- und Herfragen seinerseits mussten wir schliesslich ein Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr ausfüllen. Damit ging es zurück zur Migracion und nun wurde auch der Pass abgestempelt. Zu beiden Schaltern mussten wir nochmals zurück, weil einmal die Ablaufsfrist und das andere Mal ein Stempel fehlte.
Anschliessend musste man ein Formular ausfüllen und unterschreiben, dass man keine tierische oder pflanzliche Produkte einführt. Dies ist natürlich kein Problem mit dem Camper, denn wer hat schon Käse, Past-Milch, Honig, Gewürzkräuter oder ähnliches dabei. Dies steht nämlich alles auf der Verbotsliste. Diese kritischen Sachen entsorgte Birgit natürlich in unserem kleinen Abfalleimer.
Dann bezahlten wir noch 3 US$ Maut, die Frau Inspektorin durchsuchte das Auto auf verbotene Importwaren und schon konnten wir weiterfahren.
Ausreise-Formalitäten: Im Pass wurde unsere Ausreise eingestempelt und das Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr gaben wir am Zollschalter ab.
Ausreise: 13.11.02 San Sebastian, nach Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 54’700

Das zweite Mal:

Einreise: 15.11.02 San Sebastian, aus Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’400
Einreise-Formalitäten: Zuerst gab es den Einreisestempel in den Pass, anschliessend wurde wieder ein Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr ausgefüllt.
Nun mussten wir alle hoch und heilig versprechen (Formular), keine tierischen oder pflanzlichen Produkte einzuführen – alle, auch die mit einem Controller-Ethos, konnten wir zur Unterschrift bringen.
Der Herr Inspektor warf dann noch mal schnell einen Blick ins Auto und schon konnten wir weiterfahren.
Ausreise-Formalitäten: Im Pass wurde unsere Ausreise eingestempelt und das Formular für die temporäre Fahrzeugeinfuhr wurde am Zollschalter abgegeben.
Ausreise: 15.11.02 Monte Aymond, nach Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’600

Argentinien 20.9.-17.10.02 & 13.11.02-6.1.03 & 11.-12.1.03 & 4.- 13.3.03

Argentinien

Argentinien

Nach Salta
Von Salta nach Cordoba
Um Mendoza
Nach Feuerland und zurück
Tierwelt
Nach Bariloche
Am Meer
Am Meer II
In Bs.As.
Autofahren in Lateinamerika
Auf dem Schiff nach Europa

Ein vielfältiges Land, sehr nette Leute und gutes Essen.

Zum ersten Mal:

Einreise: 20.9.02 La Quiaca, aus Bolivien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 47’600
Einreise-Formalitäten: Einreisestempel in den Pass und ein Büro weiter das Carnet de Passage abstempeln lassen. Obwohl unser Auto äusserst schmutzig und staubig war, wollte ein gut gekleideter Herr noch schnell einen Blick ins Innere werfen und liess dabei eine Tasse zu Bruch gehen.
Ausreise-Formalitäten: Für den Grenzübergang nach Chile mussten wir ein Formular ausfüllen. Im Pass und Carnet wurde unsere Ausreise gestempelt und ein Inspektor warf noch schnell einen Blick in den Wagen.
Ausreise: 17.10.02 Las Cuevas, nach Chile, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 50’500

Das zweite Mal:

Einreise: 13.11.02 San Sebastian, aus Chile, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 54’700
Einreise-Formalitäten: Im Pass wurde unsere Einreise eingestempelt und einige Angaben des Fahrzeugs wurden aus dem Fahrzeugausweis in ein Heft abgeschrieben.
Ausreise-Formalitäten: Wieder musste ein Formular ausgefüllt werden und anschliessend gab es den üblichen Stempel in den Pass. Zusätzlich wurde das Auto im Carnet de Passage ein- und gleich wieder ausgestempelt.
Ausreise: 15.11.02 San Sebastian, nach Chile, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’400

Das dritte Mal:

Einreise: 15.11.02 Monte Aymond, aus Chile, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 55’600
Einreise-Formalitäten: Der übliche Stempel in den Pass und das Auto wurde im Carnet de Passage eingestempelt.
Ausreise-Formalitäten: Keine, da ohne Auto unterwegs.
Ausreise: 7.10.02 Buenos Aires, Buquebus nach Uruguay, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 61’400

Das vierte Mal:

Einreise: 10.01.03 Buenos Aires Buquebus aus Uruguay
Ein-, Ausreise-Formalitäten: Keine, da ohne Auto unterwegs.
Ausreise: 13.01.03 Puerto Iguazu nach Brasilien

Das fünfte Mal:

Einreise: 04.03.03 Buenos Aires aus Brasilien
Einreise-Formalitäten: Keine, da ohne Auto unterwegs.
Ausreise-Formalitäten: Das Carnet de Passage wurde gestempelt und unser Agent konnte die Leute vom Hafen überzeugen, dass unser Auto nichts anderes sei als Reisegepäck. Somit fielen keine weitere Kosten an. Die Pässe wurden in Zarate gestempelt, davon haben wir nichts mitgekriegt, weil dies durch das Schiffspersonal erledigt wurde.
Ausreise: 13.03.03 Buenos Aires nach Hamburg, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 61’500

Bolivien 27.08. – 20.09.2002

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Nach La Paz
Nach Sucre und zurück
Salar de Uyuni

Das ärmste Land der Anden, Indigenas und schreckliche Strassen

Einreise: 27.8.02 Copacabana, aus Peru, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 46’200
Einreise-Formalitäten: Nachdem der peruanische Zöllner endlich das richtige Ausreisedatum in unsere Pässe gestempelt hatte, gab der bolivianische Zöllner seinen Segen und 30 Tage.
Beim bolivianischen Zoll benutzten wir nun unser neues Carnet (ohne Tippfehler) und passierten auch diese Schranke ohne Probleme.
Zum Schluss mussten wir nur noch bei der Polizei unsere Führer- und Fahrzeugdaten angeben.
Ausreise-Formalitäten: Ausreisestempel in den Pass und nach der Brücke links die Treppe hinunter um das Carnet de Passage abstempeln zu lassen.
Ausreise: 20.9.02 Villazon, nach Argentinien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 47’600

Peru 1. – 27.08.2002

ecuador_peru_bolivien

Die Weite von Peru
Unterwegs nach Cusco
Um Cusco
Am Titicaca-See

Noch mehr Anden, Indigenas und Ruinen

Einreise: 1.8.02 Aguas Verdes, aus Ecuador, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 42’500
Einreise-Formalitäten: Von Ecuador her fährt man über die 5m lange Brücke. Der peruanische Zoll stempelte unser Carnet anstandslos. Auch hier zeigten wir nur dieses und so wurde der Tippfehler in der Chassis-Nummer nicht bemerkt.
Etwa 4 km später, vor der Stadt, erhielten wir den Einreisestempel in den Pass.
Ausreise-Formalitäten: Bei der Migracion wurden unsere Pässe mit drei verschiedenen Ausreisestempeln versehen: 17. Juli 02, 17. August 02 und schlussendlich 27. August 02. Der bolivianische Zöllner schickte uns deswegen sogar nochmals zurück.
Das Carnet wurde wieder anstandslos abgestempelt. Da wir auch hier nur das Carnet vorwiesen, wurde der Tippfehler in der Chassis-Nummer nicht bemerkt.
Ausreise: 27.8.02 Yunguyo, nach Bolivien, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 46’200

Ecuador 3.07. – 1.08.2002

ecuador_peru_bolivienIn Südamerika
Die Galapagos-Inseln
Unterwegs nach Quito
Strasse der Vulkane

Die Anden, ursprüngliche Indigena-Kultur, koloniale Städte und Vulkane.

Einreise Personen: 3.7.02 Flughafen von Guayaquil aus Costa Rica
Einreise Fahrzeug: 5.7.02 Hafen von Guayaquil aus Costa Rica, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 40’800
Einreise-Formalitäten für Personen: Keine besonderen Formalitäten, Visum für 90 Tage.
Fahrzeug Einreise-Formalitäten Während dem wir auf den Galapagos Inseln waren, sollte unser Zollagent das Auto aus dem Hafen holen. Leider gab sich der Zoll nicht mit den Passkopien zufrieden. So starteten wir das Unterfangen mit den original Unterlagen am Dienstagmorgen aufs Neue. Gegen Mittag riefen wir den Agenten an und er sagte, wir sollen an den Hafen kommen, das Auto sei gleich bereit. Dort angekommen, mussten wir erstmal Parkgebühren bezahlen (100 US$). Mit der Begründung, es fehle noch eine Unterschrift, wurden wir auf die Wartebank geschoben.
Nach etwa 45 Minuten tauchte unser Zollagent Raul wieder auf, wir hatten unterdessen schon in unseren Büchern zu lesen begonnen, und bedeutete uns, dass es noch etwas dauere. 1½  Stunden später ging Hubi Raul mal suchen, aber dieser wartete immer noch auf eine Unterschrift. Nach geschlagenen 4 Stunden wurde Hubi aufgefordert mitzugehen, um schnell das Auto raus zu fahren, Birgit wartete in der Zwischenzeit beim Gepäck. Damit Hubi und Raul zum Auto vorgelassen wurden, mussten sie, da die Unterschrift immer noch fehlte, einen Wachmann mit 2US$ bestechen. Während Hubi das Auto inspizierte, ging Raul dann nochmals auf Suche nach der Unterschrift.
Gestohlen worden, waren nur die zwei Weitwinkelspiegel, welche auf die normalen Seitenspiegel geklebt werden und das Befestigungsband für die Dachleiter. Plus natürlich der Kugelschreiber, ein Feuerzeug und die guatemaltekischen Münzen, die wir bewusst hinterlassen hatten.
Als Raul mit der Unterschrift zurück war, gingen wir von Kontrolle zu Kontrolle. 2 Stunden später, bei der letzten Kontrolle, passierte es dann, wir waren auf einen Beamten gestossen, der lesen konnte! Stellte er doch als einziger fest, dass die Chassis-Nummer in unserem Carnet de Passage einen Tippfehler aufwies. Nun wurde hin und her diskutiert und nach einem Totalaufwand von sieben Stunden, stand Mosquito wieder auf dem Parkplatz.
Bei der Lagebesprechung im Büro des Zollagenten wurde beschlossen, dass wir versuchen sollten, vom TCS einen Fax zu erhalten, in dem auf den Schreibfehler im Carnet hingewiesen wird – dieser wurde auch prompt geschickt. Das fehlerhafte Carnet können wir sehr wahrscheinlich in Quito korrigieren lassen. Dass mit einem Fax relativ viel Unfug getrieben werden kann, war auch dem Zollbeamten klar und so zahlten wir noch zusätzlich 60 US$, um die „Gewissen“ dieser empfindlichen Seelen zu beruhigen. Ansonsten lief es gleichermassen ab wie am vorhergehenden Tag, nur, dass wir diesmal um 17 Uhr das Auto wirklich aus dem Zoll raus hatten. Halleluja!!!!
Ausreise-Formalitäten: Weil wir es besser wussten als unser Reisehandbuch, mussten wir am Zoll nochmals kehrt machen, um 4 km vor der Stadt die Ausreisestempel in unsere Pässe zu erhalten.
Anschliessend mussten wir beim Zoll nur noch das Carnet stempeln lassen und fertig. Da wir nur das Carnet vorwiesen, hat niemand den Tippfehler bemerkt.
Ausreise: 1.8.02 Huaquillas, nach Peru, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 42’500

Panama 10. – 18.06.2002

In Panamacentro

Panama City

Karibikstimmung und viel Natur.

Einreise: 10.6.02 Paso Canoas aus Costa Rica, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 38’600
Einreise-Formalitäten: Auch hier nahmen wir für 2 US$ die Hilfe eines Zollhelfers in Anspruch und nochmals mussten wir je eine Marke für 1 US$ kaufen. Diese wurde aber komischerweise nicht in den Pass eingeklebt, sondern verschwand im Büro. Der Pass wurde nur gestempelt. Für 5$ mussten wir ein Auto-Permit lösen und noch 1 US$ für irgend so eine Auto-Anti-Wurm-Besprayung bezahlen. Ja und das war’s dann auch schon.
Ausreise-Formalitäten: Gleich beim Einfahren in den Zoll wurden wir vom Herrn Zollinspektor auf einen Platz gewiesen und sogleich waren wir von vielen weiteren Inspektoren umringt. Sie wollten in den hinteren Stauraum reinschauen, in die Führerkabine und auch unseren Wohnbereich inspizieren. Der Zollinspektor füllte dann unsere Wagenpapiere aus und schickte uns einen Schalter weiter, um das Fahrzeug aus dem Pass auszutragen zu lassen. Anschliessend mussten wir noch zur Migracion, um unsere Ausreise in den Pass stempeln zu lassen, wieder gab es je eine Marke für 1 US$ zu kaufen.
Ausreise: 18.6.02 Paso Canoas nach Costa Rica, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 39’700

Costa Rica 20.05. – 10.06. & 18.06. – 3.07.2002

centro

Auf der Halbinsel Nicoya
Am Arenalsee
Um San Jose
Nach Panama
Puerto Viejo
Abschied von Costa Rica

Natur pur, schöne Landschaften, Pflanzen, Tiere und Vulkane.

Das zweite Mal:

Einreise: 18.6.02 Paso Canoas aus Panama, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 39’700
Einreise-Formalitäten: Freudig wurden wir von unserem letztmaligen Zollhelfer begrüsst. Wie schon bei der letzten Einreise, wurde das Fahrzeug als erstes gegen „was auch immer“ eingesprayt; diesmal aber kostete es uns 4.50 US$ (der Beamte schätzte uns nun als Pickup ein, was einen Dollar mehr kostet, als normale Autos) .
Unser Zollhelfer führte uns zur Migracion, wo wir unsere Einreise mit einem Stempel in den Pass bestätigt erhielten. Anschliessend gingen wir unser Auto-Permit beim gleichen Schalter wieder abholen, bei dem wir es eine Woche vorher abgegeben hatten. Ein netter Herr begleitete uns dann zum Auto, überprüfte die Angaben auf dem Permit, steckte kurz seinen Kopf in die Wohnkabine, gab uns einen Zettel für den Herrn an der Barriere und schon waren wir wieder im Land.
Ausreise-Formalitäten für Personen: Wie man das von einem Flughafen erwartet, 18 US$ Flughafentaxe, warten zum Einchecken, warten zum Einsteigen.
Fahrzeug Ausreise-Formalitäten: Beim Hafen angekommen, gingen wir zu unserem Hafen- und Zollagenten, der machte sich auch gleich mit uns auf den Weg, die ersten zwei, drei Stempel einzuholen und dies ohne Probleme. Dann kam die Zollinspektion. Der Herr Zollrevisor war leider grad nicht an seinem Platz und so haben wir und viele andere von 9:30 bis 11:50 Uhr auf ihn gewartet. Die paar Nummern waren schnell verglichen und schon waren wir fast fertig. Doch wie überall, müssen auch Zollbeamte mittagessen, deshalb mussten wir gleich nochmals eine Stunde warten, bis wir das Auto für die Verschiffung abgeben konnten. Wie haben wir uns nach den Tramitadores an den Landgrenzen zurück gesehnt, als wir die Rechnung für die Dienstleistung erhielten, 120$.
Ausreise Personen: 3.7.02 Flughafen von San Jose nach Ecuador
Ausreise Fahrzeug: 1.7.02 Hafen Puerto Caldera nach Ecuador. Gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 40’800

Zum ersten Mal:

Einreise: 20.5.02 Penas Blancas aus Nicaragua gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 37’500
Einreise-Formalitäten: Wie man es von Costa Rica, der Schweiz Mittelamerikas, erwartet, ging hier alles relativ einfach über die Bühne. Die Anweisungen der Schalterbeamten waren erstens in Spanisch, zweitens verständlich und drittens auch richtig!
Das Fahrzeug wurde gleich als erstes für 3.50 US$ gegen „was auch immer“ eingesprayt. Anschliessend fuhren wir zur Migracion. Hier stürmten die Tramitadores wie Irre auf das Auto, klopften erwartungsvoll an die Scheiben und priesen ihre Dienstleistung an. Einer wollte sogar noch das Auto bewachen, was wir bestimmt, aber freundlich, abwiesen. Da zeterten sie los, von wegen Dieben und so, was Hubi mit der Bemerkung „Ich werde ihn (den Dieb) umbringen!“ erwiderte. Dies schien die Jungs zu amüsieren. Bibi sagte ihnen daraufhin leise, mit todernster Mine, „Er macht es wirklich“, was sie dann schnell verstummen lies.
Dann ging der Papierkrieg wieder los. Es hiess, zuerst die Einreiseformulare auszufüllen, daraufhin erhielten wie den Stempel in den Pass und der Beamte erklärte uns, welche die nächsten Schritte für das Auto seien.
Die drei draussen wartenden Tramitadores begleiteten uns 2 Meter weiter zum Autoschalter, obwohl wir ihnen sagten, dass wir ihre Hilfe nicht benötigten. Am Schalter ang
ekommen, wollte eine Frau gleich Kopien aller nötigen Dokumente machen, die Jungs setzten sich in die Stühle. Da wir aber schon alle nötigen Kopien bereit hatten, brachten wir den Ablauf etwas ins Stocken.
Wir standen nun 10 Minuten vor dem Scheitel einer Frau (siehe Bild) und warteten darauf, dass sie uns ihre Aufmerksamkeit schenkte.

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Zwischendurch kam die Kopierfrau vorbei und die beiden plauderten über irgendetwas Wichtiges. Doch dann geschah es, der Retter „der Auto einführenden“-Touristen tauchte auf (davon leider kein Foto)!
Ein Bild von einem Mann trat hinter den Schalter: Seine männlich behaarte Brust war mit vielen dicken Goldketten verziert, durch das dezent (bis fast zum Bauchnabel) offene Hemd blieb nichts der Vorstellungskraft überlassen. Weitere goldene Ketten waren um die Handgelenke gewunden und an den Finger befanden sich eben so viele Ringe. Er setzte sich hin und wollte schon gelangweilt nach der Zeitung greifen, als er unsere ratlosen Blicke erhascht haben musste. Sanftmütig winkte er uns zu sich, nahm uns die Dokumente ab und hielt den Ladies gleichzeitig eine laute Standpauke, wie er seinen Zoll geführt haben wollte, dass es einfach nicht okay sei, dass arme Touristen (eben wir) wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Schalter stünden und die Damen ihre Fingernägel feilten. Die Frauen, in dieser Hinsicht nicht faul, gaben zurück und so ging es eine Zeitlang hin und her. Soweit wir mitbekommen hatten, ging es auch darum, dass die Frauen mit unseren (währenddessen längst verschwundenen) Tramitadores Streit hatten. Eine Regel besagt aber, dass Touristen ohne Tramitadores das Leben möglichst kompliziert gemacht wird, damit erstere eben etwas zu verdienen haben, wie auch immer, das Match endete unentschieden.

Nach dem Streit ging es dann flott voran. Wir mussten ein Formular mit den Fahrzeugdaten ausfüllen, ins nächste Gebäude zu einem Mann gehen, der uns das Formular unterschreiben sollte. Dieser war nicht da, also schickte man uns zurück zum vorherigen Schalter, wo eine Frau, die sich während der Debatte im Restaurant aufgehalten hatte, die Unterschrift leistete. Dann bezahlten wir für die obligatorische Haftpflichtversicherung 11 US$ (für 3 Monate, kürzer ging nicht), mussten die gleiche Frau wieder beim Kaffee stören, welche die Nummern kontrollierte und uns einen Zettel aushändigte, den wir dann bei der letzten Barriere abgeben mussten. Gleich 5 Meter nach der letzten Barriere erwartete uns ein Posten, der dann nochmals die Pässe kontrollierte. Alles in allem hat uns dieser Zollposten nur eine Stunde gekostet.

Ausreise-Formalitäten: Fröhlich fuhren wir in den Zoll hinein und ehe wir uns versahen, waren wir schon an den Schaltern von Panama angelangt und wurden prompt auf die Seite von Costa Rica zurück geschickt. Beim Schalter der Migracion mussten wir je einen Rot-Kreuz-Marke  (ca. 0.75 US$) kaufen, die in den Pass eingeklebt und abgestempelt wurde.  All unsere Hinweise auf unsere Schweizer-Kreuze haben nichts genützt, wir mussten die Marke trotzdem erwerben. Auf unsere Frage hin, warum auf der Marke der Preis von ca. 0.65 US$ aufgedruckt sei, wir aber ca. 0.75 US$ bezahlen müssten, erhielten wir die Antwort, dass dies der Lohn der mit dem Verkauf beschäftigten Angestellten sei. Unsere Bemerkung, dass wir am Zoll aber immer viele Löhne bezahlen müssten, wurde mit einem fröhlichen Lachen quittiert.
Das Auto-Permit konnten wir an einem Schalter abgeben und schon waren wir ausgereist (der Zollbeamte warf nicht einen Blick in unseren Camper) . Dem freundlichen Zollhelfer drückten wir noch 1.25 US$ in die Hand.
Ausreise: 10.6.02 Paso Canoas nach Panama, gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 38’600

 

Honduras 29.04. – 13.05.2002

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Am Zoll und der 1. Plattfuss
Der 2. Plattfuss und Copan
Ans Meer und zurück
Nach Nicaragua

Der Tourismus befindet sich im Aufbau, Ruinen vergangener Kulturen und schöne Strände.

Einreise: 29.04.02 Nueva Ocotepeque, aus El Salvador
gefahrene Kilometer seit Reisebeginn 35’900
Einreise-Formalitäten: Diese waren so aufwendig, dass wir da gleich einen Beitrag daraus gemacht haben.
Ausreise-Formalitäten: Nach dem Einreiseerlebnis nahmen wir gleich die Hilfe eines Tramitadores in Anspruch. In Rekordzeit schleuste er uns zur Migracion, wo wir unseren Ausreisestempel, gratis, erhielten.
Mit dem Auto war es fast genau so einfach: Zuerst mussten wir bei einer Frau einen weissen Zettel holen und dafür gaben wir das Formular ab, welches wir bei der Einreise erhalten hatten. Mit dem Zettel liefen wir gleich in das  Büro nebenan zu einem Mann und liessen diesen den Zettel unterschreiben. Zurück zu der Frau, diese trug nun das Auto aus dem Pass aus, dann suchten  wir einen anderen Mann auf, um wieder einen Stempel zu erhalten. Den machte unser Grenzhelfer, wegen Abwesenheit des Mannes, gleich selber auf den Zettel und in den Pass. Anschliessend ging es wieder zu dem Mann von vorhin, der den Stempel im Pass unterschrieb. Nun fehlte auf dem Zettel nur noch der Stempel von einem anderen Herrn und fertig waren wir. Den Zettel brauchten wir, um zum nicaraguanischen Zoll zu wechseln.
Ausreise: 13.05.02 Las Manos nach Nicaragua gefahrene Kilometer seit Reisbeginn 36’900