nach Vancouver 16. – 19.09.2001 (15’100 km)

Nach Vancouver

Um runter nach Vancouver zu kommen bogen wir vor Watson Lake auf den Cassiar ab. Im Gegensatz zum völlig ausgebauten Alaska Canada ist dies ein wahrer Augenschmaus und ein tolles Fahrerlebnis. Eine schmale und doch anständig ausgebaute führt kilometerweit durch nichts als Natur, die in ihren schönsten herbstlichen Farben aufwartet. Fernab der treffen wir immer wieder auf Bären. Auch diese geniessen ein bisschen die Sonne (wie wir) und fressen sich mit Beeren und was sie sonst noch alles finden den letzten Winterspeck an. Dies wiederum können wir uns nicht erlauben, müssen wir doch Birgits Schwesterchen Mitte Dezember in México City abholen und dann geht’s im Bikini (bzw. Boxershorts) an den Strand.
Einmal machten wir noch einen Abstecher ans Meer nach Steward BC bzw. Hyder Alaska, wo wir noch mehr Bären zu Gesicht kriegten.
Doch alles Schöne hat ein Ende und so kommen auch wir auf unserer Fahrt in südlicher Richtung wieder in die Zivilisation zurück. Während sich gestern noch Tümpel und Seen abwechselten, wird die Landschaft nun von Farmen, Siedlung und richtigen Städten geprägt.

Und dann gibt es noch die Geschichte vom verängstigten Häschen, das wir auf einer unserer todesmutigen Wanderungen angetroffen haben. Der Kleine konnte sich vor Angst gar nicht rühren, aber Diplom-Hasenpsychologien H. Ase griff sofort zu einem Grassbüschel und versuchte das Tier damit zu füttern. Ein kritischer Blick in die Umgebung sie die Situation glasklar erfassen: An dieser befahrenen Strasse wird der Mini-Hase sofort überfahren, da kann er unmöglich bleiben! Standhaft weigerte ich mich aber, unseren in einen Hamsterkäfig umzubauen.
Die Rettung mit grossen (die Festung war kurz vor dem Fall…) , fröhlich kam ein Mann auf uns zu und fragte, was wir denn da gefunden hätten. Mit scharfem Seitenblick liess mich Dr. ha. se. sämtliche Bemerkungen Richtung Hasenbraten runterschlucken und sagte mit zuckersüsser Stimme: „Oh nur ein kleines, armes, verlassenes Hasenbaby.“. Mit einem milden Lächeln liess er sich zu dem Taschen- nieder und stimmte (natürlich auf Englisch) in das „Oh, wie süss! Oh, wie niedlich! Der Arme!“ ein.
Nur ganz leicht berechnend – was tut man nicht alles für das Wohl eines vorpubertierenden Hasen – fragte Birgit, auch Mutter Tehase genannt, wo er denn wohne. Ach so, gleich in der Nähe, da müsse er den Hasen aber mit zu sich nehmen! Gesagt, getan.
Ja, wieder einmal hat sie es geschafft und jemandem ein Haustier aufgeschwatzt! Einige von Euch wissen vielleicht, wovon ich spreche?

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