Nach Aguacatan |
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8. - 11.04.2002 (34'700 km) In Aguacatan Obwohl uns ein englisches Paar, das wir auf dem Campingplatz in
Panajachel getroffen hatten, darauf aufmerksam gemacht hatte, dass der Weg
nach Aguacatan äusserst staubig sei, machten wir uns früh morgens mit
unserem frisch geputzten Mosquito wohlgemut auf dem Weg. Wieder einmal
befuhren wir die Panamericana, nachträglich stellten wir sogar fest, dass
wir über den höchsten Punkt der Strasse (3'670 müM) gefahren sind. Die
letzten 20 km der Strecke nach Aguacatan (wir benötigten dafür eine
geschlagene Stunde!) waren im Gegensatz zum Rest nicht asphaltiert und man
muss beachten, dass es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet hat. Für
unser Gelände erprobtes Auto war die Geröllstrecke kein Problem, nur eben
eine ziemlich staubige Angelegenheit. Am Ziel angekommen und nachdem wir
Yusuke gefunden hatten, stellten wir fest, dass das Wageninnere einem
Sandstrand glich. Birgit machte sich - dieses Mal wutschnaubend - sofort
an die Reinigung, während Hubi sich der Düngerherstellung widmetet. Von Yusuke erfuhren wir, dass ein Farmarbeiter 20 Quetzales (CHF 5.--)
am Tag verdient, was für die Ernährung einer Familie niemals reicht, auch
bei den, für uns, tiefen Preisen. Deshalb arbeiten auch die Kinder
schon bald auf der Farm mit, anstelle in der Schule zu sitzen. Yusuke und ein Arbeitskollege zeigten uns nach Feierabend 'El Nacimiento del Rio San Juan', eine Quelle etwas ausserhalb des Dorfes. Ausserdem gab es eine kurze Stadtbesichtigung, die mit einem Biergelage in einer Cantina endete. Da Yusuke erst seit ein paar Tagen seine eigene Wohnung hat, übernahmen wir die Kocherei und verwöhnten ihn mit einem von unserem deutschen Freund Gerald übernommenen Menü - Yusuke schöpfte 2x nach! Am nächsten Tag wurden wir im Gegenzug mit Misosuppe, Reis, Chinakohl und geräuchtem Kaninchen beehrt. Yusuke und Hubi gingen am Vormittag los und kauften zwei - noch lebende - absolut süsse Kaninchen. Eines davon wurde etwas später umgebracht, laut Hubi "e gruusigi Schlachterei". Es versteht sich wohl von selbst, dass sich Birgit an diesem Abend rein vegetarisch ernährt hat.
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